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Sonntag, 22. Januar 2012

新年快乐 - ... ein neues Jahr ...

In meiner Magersuchtsphase war ich eine glühende Anhängerin von Neuanfängen: jeder neue Tag hat die Chance mit sich gebracht, dem eigenen Ideal endlich endgültig zu entsprechen - nicht äußerlich natürlich, aber in Hinsicht dessen, dass man alles tut, was man tun kann, tun muss und tun will.

Ein bisschen ist mir das geblieben, mit anderen Stücken vermischt: mit dem Funken Hoffnung, dem Funken Mut - das alles besser wird, dass ich Wege hinaus finde, dass sich Probleme lösen.

Also auf ein neues - immerhin ist der Drache vielversprechend. Dass das letzte Jahr als Häschenjahr angsterfüllt und traumentfernt war, liegt ja richtig nahe. Der Tiger davor hätte zwar schönen Symbolcharakter gehabt, aber: da hat das Unglück angefangen und das liegt - wenn ich abergläubisch bin - auch daran, dass es mein "eigenes Jahr" war (ich bin ein Tiger) und man in dem Jahr, in dem sich das eigene Tierkreiszeichen wiederholt, meistens vom Unheil heimgesucht wird. (Weswegen viele Chinesen mit Aberglauben - Amulette, Gürtel, rote Unterwäsche - dagegen arbeiten, was ich aber eben nicht gemacht hab...)



Zu meinem Wochenende: ER war da, weswegen ich zwar angsttechnisch ein wenig gerettet war (richtig gutes Einschlafen, 10 Stunden vertrauender Schlaf - ), aber stimmungsmäßig/gesamtumständlich sehr angeschlagen. Ich wollte mich ganz ausweinen und hab das nur schrittweise gemacht (immerhin), weil ich in den Momenten, wo ich einfach nur losheulen wollte, noch immer gleichzeitig meine Fassade wahren wollte. Und diese minimale Öffnung schlägt auch wieder zurück... mit größerer Angst, größeren "schwarzen" Gefühlen. Ich weiß also nicht, ob es sich lohnt, meine Mauern niederzureißen - es ist zuviel zu verlieren -

Außerdem war ich Samstag trotzdem den ganzen Nachmittag auf der Uni. Mein Freitag war die absolute Hölle. Und jetzt hab ich mir ein paar sinnfreie Stunden genommen für den Rest vom Wochenende - obwohl noch so unglaublich viel Arbeit auf mich wartet. In China sind jetzt Feiertage. :( :( :( Ich will auch!

(Und wir haben einmal öfter über Zukunftsreisepläne gesprochen... einer der wenigen Lichtblicke. Ich fixiere immer mehr für mich, dass ich 2013 auf jeden Fall nach Asien will. Und ER und ich wollen in diesem Sommer zumindest eine Reise machen - wir spekulieren auf Nordeuropa (Finnland) ... wir träumen, es ist alles noch nicht fix und ... mal sehen. Lichtblick eben. Es gibt wenige Dinge, bei denen ich meine, keine Zeit zu verschwenden. Reisen ist definitiv eines davon.)

Donnerstag, 19. Januar 2012

lernpensum bei weitem nicht erreicht.
werde versuchen, schlafen zu gehen.
will mich nicht auf diese weise kaputt machen.
we will see...
(es ist stürmisch und laut hier, also vielleicht bleibt mir am end eh nix übrig, außer zu lernen. aber falls ich zu schlaf komm: das ist ja auch was sinnvolles & schönes!)

durch den wind -

gestern mit angst, schere und vokabelkärtchen auf die mitbewohnerin gewartet. danach der stress: ich wollte vor ihr schlafen gehen, weil ich dann mehr sicherheit habe (wenn sie schlafen geht, bedeutet das, sie schließt die tür, schläft und hört NICHTS mehr. gar nichts mehr. egal ob die katzen schreien, jemand gegen die tür hämmert... alles schon passiert.) -

es hat funktioniert, hat aber unheimlichen stress bedeutet - bis zum einschlafen.
nach dem aufwachen (um halb 7 durch die regen- und sturmgeräusche) wieder stress: sachen zusammenpacken, an alles denken, -
arbeit: stress stress stress. ich könnte unendlich überstunden machen, aber ich hab nicht die zeit dafür.
und von der arbeit gehts direkt zur uni und zum lernen. dazwischen auch noch besorgungen machen.

jetzt hier: fertig, übel, müde... und auf zum lernen... ich kann nichts für morgen. metaphorisch. ein bisschen, ja. aber nicht so viel, wie ich will. und nur noch ein paar stunden lernen möglich. dann: schlafen, angst, arbeit - und dann direkt zur prüfung.

morgen abend ist mein licht am ende des tunnels.
ich will weinen und wieder mensch sein dürfen.

I'm still pretending I'm not a fool -

Liedzeile aus einem Lied, dass ich - wie die Pseudoerinnerung mir später gesagt hat - im Traum gehört habe.

Geträumt, ich wäre mit P. und S. (meine Hamburger Freunde) unterwegs und wüsste, dass ich nach B./C. zu B. (IHM!) fahren müsste. Habe gepackt, Wohnung aufgeräumt, die anderen Leute angetrieben und dennoch mit ihnen gescherzt. P. meinte, er wisse nicht, ob er wirklich mitkäme. Ich habe S., (meine beste Freundin) die plötzlich neben mir gestand, gesagt, sie soll morgen die Katzen füttern kommen, ich gebe ihnen heute noch viel zu fressen. Ich habe versucht, eine große Decke/Pullover in den viel zu kleinen Rucksack zu stopfen.

Dann waren wir unterwegs, in der Nähe des Gelben-Kranich-Turms in Wuhan, sind seitlich rausgegangen, standen dann in einer kleinen verwinkelten Gegend, wo alle Autos davor abbogen und warteten auf ein Taxi. Ein Freund (unkenntlich) von P. meinte, es würde jetzt immer schwieriger werden. "Ach ja!", hab ich gerufen. "Jetzt ist ja Taxiablöse!" (Schichtwechsel... aber mir ist wohl im Traum kein anderes Wort eingefallen. - im Traum war es 5 Uhr nachmittags... also stimmt das sogar mit dem Taxifahrer-Schichtwechsel - um die Uhrzeit ist keines zu bekommen.)

Ich lief dann weiter zu den großen Straßen hin, trotzdem fuhr kein leeres Taxi vorbei und habe versucht, mir den Satz für den Taxifahrer auf Chinesisch vorzustellen. Mir war bewusst, dass ich in China bin und lange nicht mehr "echtes" Chinesisch gesprochen hatte. Es fiel mir auch nicht so recht ein... Zum Bahnhof Wuchang wäre es gegangen.
Wir sind dann in Richtung des Bahnhofes ein Stück weitergegangen - und wurden plötzlich abgelenkt, es war aber fast wie luzides Träumen, Teile von meinen Tagträumen haben sich reingemischt: Kometen, schwarz, mit kleinem Feuerschweif fielen herunter wie Bomben - immer näher und näher... Ich dachte (luzid): "Lass ihn nicht hier bei mir einschlagen, nur überall anders." und in der "echten" Traumsituation dachte ich: "Nicht jetzt, wo er nicht bei mir  ist, nicht jetzt, nicht jetzt - gemeinsam mit ihm, ja, aber nicht jetzt."

Tatsächlich hat uns kein Komet getroffen. Aber alles ringsum war zerstört. Wuhans Straßen im Traum waren keine normalen: Alles waren so "Fly Overs" (Straßen auf Säulen über eigentlichen Straßen), die zerbrachen, kippten, ich war im Traum sicher eine Viertelstunde damit beschäftigt, über Trümmer zu klettern -


An sich kein schlechter Traum... nur die Erinnerung tut weh. Weil ich diese Stadt so vermisse. Dieses Drecksmonster, die Kälte, die Surrealität in dieser Stadt. Wäre ich eine Stadt, so wär ich diese. Und deswegen hab ich mich trotz allem, trotz der "kurzen" Zeit (1 Jahr) doch so sehr mit ihr verbunden -

Mittwoch, 18. Januar 2012

jeden tag komm ich mir verarschter vor -

es reicht nicht, dass ich fertig bin und keinen halt habe.
die panik nachts und die panikattacken tagsüber reichen nicht.
nicht, dass ich nach außen stark bin und funktioniere obwohl ich innen drin sterbe und schreie vor verzweiflung.

es reicht nicht, dass ich wrack mich durch die arbeitsaufgaben schleppe und jeden tag noch mehr aufgetürmt bekomme.
die fassade schwieriger zu halten ist.

es reicht nicht, dass ich dann auch noch sehr unglückliche "begegnungen" mit menschen habe, die mir noch eins drauf hauen, so wie gestern.

well, heute morgen dachte ich schon, hallo leben: 100% scheiße, 0% gut.

dann hab ich mir den finger eingezwickt. klingt lapidar, war aber ein großer schmerz und so ein schokostreusel auf dem "alles ist endgültig scheiße"-gefühl.

und dann...

komm ich heim und eine rechnung liegt im postkasten. über 100 euro, wegen dem waschmaschinenschaden im herbst vor 1,5 jahren (!!!!!), für den ich schon 1) geblecht hab, 2) die versicherung eingeschalten war 3) die versicherung mir zwar für den schaden aufgekommen ist, aber das auf das konto des exfreundes überwiesen hat der mir keinen cent gegeben hat - (wir sind noch "gute bekannte" aber über das finanzielle hoffnungslos zerstritten.)

und ich bin 800 euro im minus auf der bank.

weil ich einen scheißdreck verdiene mit der arbeit, die mich kaputt macht. weil ich - eh nur noch alle heilige zeit, höchstens alle 2 wochen - zur therapeutin gehe, die trotz krankenkasserückerstattung von großartigen 20% noch immer 70 euro pro stunde kostet.
(die einzige möglichkeit psychologische hilfe billiger zu bekommen in meiner lage, wäre bei einer jungen - meiner meinung nach inkompetenten, ich kenne sie - therapeutin "schwarz" hinzugehen und dabei jedes mal 50 euro zu blechen.  - meine krankenkasse bietet KEINEN einzigen vollfinanzierten platz an.)

well... ich komm mir so verarscht vor. und das nicht zum ersten mal. da tut man alles was man kann & noch mehr als das... und zurück kommen... hiebe, hiebe, hiebe.

fuck you welt.


ps. weil mir die frage schon von zwei verschiedenen personen in den kommentaren gestellt wurde: ich nehme keine medikamente. das hat 1000 gründe. und die meistens davon sind gut.
mal abgesehen davon, dass medikamente ja ohnehin auch keine probleme lösen, sondern nur den alltag leichter machen -

Dienstag, 17. Januar 2012

fuck!

(immer wenn die angst so schlimm ist, bin ich stark versucht, etwas in meinen facebookstatus zu schreiben. statements, wie es mir wirklich geht, zum beispiel. oder einfach nur kraftausdrücke. in 99% der fälle lass ich es.)


was ist zu tun? was soll ich tun? 
(damit leben ist übrigens nicht angenehm. man lebt damit, aber man lebt in ständiger anspannung.)
was kann ich dagegen tun?

es ist nicht mehr nur die angst vor dem tod. es ist auch die angst vor dem wahnsinn. ich sehe ja, wie sich hier alles verschiebt. die gefühle, die sinneswahrnehmungen. wieviel fehlt denn noch zum wahnsinn? fehlt noch was?

warum gibt es keine scheißverfluchte lösung?
warum lässt die angst nicht irgendwann nach? wenn man in der situation bleibt?

wie früher, als ich im flugzeug angst hatte und ok, ich hatte angst und dann war es toll. 
oder: man fürchtet sich vor etwas, einem treffen, einem gespräch, einer tat - dann tut man es... und alles ist gut. 

verdammtverdammtverdammt. 

# gibt 'running with scissors' ne neue bedeutung. (ich bin umgestiegen. schere ist besser in der hand. also, große haushaltsschere.)
# sollte sich langsam eingestehen, wirkliche probleme zu haben. den alltag nicht mehr zu schupfen. noch kann ich es. aber... gott... wenn man nachts nicht mehr schläft, tagsüber panik hat, die dinge nicht erledigt, die man erledigen sollte, weil man stattdessen todesangst hat,...

ach whatever. morgen wird es besser aussehen. morgen werde ich mir denken: geht schon. sei kein so ein lulu.

ich wünschte mir, psychische krankheiten wären etwas schönes, wie gold glänzend, zumindest nach außen. dann könnt ich sagen... es hat mich erwischt... und es wäre ne gute sache.

so: muss ich mich verstecken. sonst: konsequenzen. träume weg. existenzgrundlage weg.
gut, ich versuche mich nicht zu verstecken. aber dennoch: die ausrede ist es nicht. ich hätte gerne die realität als ausrede.

"es tut mir leid, ich kann heute nicht zur arbeit kommen, da ich schlafen muss, weil ich letzte nacht nicht schlafen konnte, da ich mich gefürchtet hab."

"kann ich die prüfung wiederholen? ich konnte leider nichts lernen, weil ich so mit meiner angst beschäftigt war."

"sorry, ich komm heute nicht. ich glaub nämlich zu ersticken, wenn ich auf dem weg zu dir bin."

-.-

was ich mir wünsche...

...weil ich momentan nicht viel mehr mit mir anfangen kann als zu posten.  (kann ich wohl) mich sortieren will. weil weil weil... keine ahnung. vielleicht sortieren, ja.

* die nächte allein durchstehen zu können (der wunsch ist riesig. da ich das in meinem ganzen leben noch nie wirklich geschafft habe... irgendwie glaube ich da nicht dran. alle einsamen nächte waren stets nur irgendwie durchgedrückt. bei licht, bei fernsehen und/oder bei panik.

* dass ich ruhig werde und schlafen kann, wenn zumindest jemand in absehbarer nähe ist. dass ich aufhöre davon überzeugt zu sein, dass jemand kommt um mich umzubringen. dass ich das selbstbewusstsein erlange, dass ich daran glaube, dass ich leben darf, - dass ich auch einmal die kontrolle abgeben kann, ohne dass etwas passiert... sehr viel ssssss. whatever.

* das leben als selbiges wieder leben. fühlen. drin sein. statt dabei zu sein und im nachhinein kommt mir alles nur als traum vor. (well... auch das hat eine lange geschichte. das erste mal bewusst ist mir das schon mit 10 jahren passiert... ich dachte, ich sähe einen schwarz weiß film... mein leben. )

* endlich hier wegkommen. auch draußen wieder etwas wagen. und das geld für die wagnisse zu haben. unbereiste länder sehen. ans meer. und spätestens 2013 ENDLICH MAL WIEDER nach asien. verdammt.

* einen job finden, der mir etwas gibt - und gleichzeitig soviel geld abwirft, dass ich nicht ständig im minus bin. (wie jetzt... von nem teilzeitjob und der hand im mund (literally) leben.) ein job, der mich nicht zuflucht im vorlesungsverzeichnis der uni suchen lässt.

* ihn bei mir haben. ständig. jede nacht in seinen armen. (bitte bitte bitte. eigentlich der ultimative wunsch, vorerst...) und gleichzeitig: damit klarkommen. nicht abstumpfen. nicht gereizt werden. etwas neues kennenlernen. nämlich: auch damit klarkommen. dass da jemand ist, ständig. den ich zu lieben habe, weil -

* essen & gewicht & bewegung. was so schön alles mit meinem gemüt, meinen verhaltensangewohnheiten und der angststörung zu tun hat. ich bin unbeweglich. und kann das kaum ändern. ich bin fett. und kann das kaum ändern. (ich habs ja ein paar mal durch. ich weiß wie es geht. es geht aber jetzt nicht. genausowenig wie die panik sich wegdrücken lässt. und: ich will auch nicht wieder mich damit fesseln... ich will einfach: normal, gesund. nicht damit kompensieren. so wie ich es eh immer schon mach.

* das studium abschließen. arbeiten schreiben können. lust am forschen haben. vertrauen in meine fähigkeiten und mein wissen erlangen.

* mut, mut, mut, mut, mut, verdammt. ich schränke mich soviel ein: die wege, die ich zurücklege. das essen (und das fremde essen). mein verhalten. die dinge, die ich ausprobiere.

* genug geld haben um nötige wünsche zu erfüllen. auf einen davon hat mich sogar so halbhalb meine therapeutin gebracht. ich möchte die grabstelle mieten, die seit 15 jahren aufgelassen ist. vor ein paar jahren war noch niemand "frischer" darin. ich habe also hoffnung. aber es ist viel bürokratie & viel geld. und viel wunde & viel angst. ich weiß auch gar nicht, ob es so richtig wäre. aber einstweilen fühlt es sich an, als wäre es etwas, dass ich tun muss.
(bzw... schlimmer einfach die vorstellung... sie graben sie aus... bringen sie irgendwohin... da liegt jemand neuer... jemand fremder... ich hab so keine ahnung, was mit ihr passieren kann. wie friedhöfe ihre sachen erledigen. ich weiß nur... da ist etwas falsch gelaufen. ein vater, der nach 10 jahren - und "mietvertragsablauf" - einfach nicht weiter das zuhause für seine tochter bezahlt hat.)
(es ist ein seltsames thema... genauso seltsam für mich. mit seltsamen gefühlen verbunden. ich weiß nicht recht. aber mein letzter amazonkauf war eines der verlorener-zwillings-bücher, es sollte bald kommen. es ist so neuland für mich.)

* stabilität. selbstvertrauen. das alles sind grundlegende dinge für den einen fast einzigen wunsch, den ich wirklich an mein leben noch stelle. (ein kind. zwei meinetwegen.)
(ich werde älter. vor 7 jahren dachte ich, ich würde jetzt wohl doch bald mutter sein, in diesem meinen alter jetzt.)

* das buch schreiben, mit dem mein kopf schon so lange schwanger geht. und alle welt damit umpusten. ha. :P

* die wundervollen menschen, die ich sehr liebe, die aber über die ganze welt verstreut sind, wiedersehen. umarmen. drücken. bier mit ihnen trinken. lachen. (sonja aus h., die jetzt in f. ist - m. aus ja-woher-eigentlich? die noch immer in china ist - l., die jetzt in china ist und erst wieder eine rauchen darf, wenn ich dabei bin. so wundervolle geschöpfe. mein herz tut weh, wenn ich an sie denke.)

- ich lasse es einmal ruhen und geh wieder an die arbeit -.- -

ansteckend. endlos.

problem 1: die nacht. nach der kurzen umdrehepisode am wochenende (besserer schlaf, weniger nachtangst, dafür tagsüber schlimme panikattacken), ist es jetzt wieder umgekehrt - die mb kommt erst in so cirka 2 stunden nach hause und bis dahin bin ich allein. sehe fern, lerne, aber vor allem: habe panische angst. in jeder scheiß faser meines körpers.

problem 2: die katzen. seit über einer woche drehen die auch am rad. normalerweise ist es gut aufgeteilt und die wohnung ist ihr beider revier. katze 1 hat das vorrecht auf fressen und katze 2 das vorrecht auf kuscheln.
momentan ist hier krieg. viele kämpfe und seit 2 tagen traut sich katze 1 nicht mehr ins wohnzimmer bzw. in mein zimmer. faucht aus sehr großem abstand katze 2 an und hält es einfach nicht in einem zimmer mit ihr aus. die zwei sind schwestern. und bereits 14 jahre alt. und hatten noch nie so einen kriegszustand. kleine kämpfe, denen bald beigelegt war. aber das jetzt? ich merke die große angst von katze 1... mindestens so unlogisch und riesig wie meine.
ob ich schuld bin? mit meinem irrationalen verhalten? ob sie das gefühlt hat und jetzt... es mir nachmacht?

ich weiß nicht, wie das zu lösen ist... ob ich überhaupt etwas tun kann.


problem 3-100: ein anderes mal!

allgemein: solche große angst/anspannung... ich weiß nicht, ich glaub, so schlimm war es nie. aber der eindruck kann subjektiv sein. schlimm ist immer das schlimmste im moment. aber ich würd mir trotzdem wünschen, dass es besser wird. dass ich nicht pausenlos auf "run"-modus bin. am start. zur flucht vor dem tod. vor gefahr.

und wenn du glaubst, es geht nicht mehr -

dann kommt es noch schlimmer.

horrortag. keine panikattacken, dafür angreifbare probleme. von dämlichen schweinchen gemacht. scheißfotze, die!

ich glaub ich werde mich hier nicht allzusehr auslassen, ich hab gottseidank liebe freunde und kollegen, die mich heute schon getröstet haben und eine chefin, die auch auf meiner seite ist.

die blöde hinterhältige fotze, die mich heute richtig frisch und unerwartet erwischt & verbal geschlagen hat... well, ich hoffe, du gehst mit allem in deinen leben so um und wirst dabei draufzahlen. das ist ja kein verhalten. aber was kann man von einem dummen schweinchen denn auch erwarten???

ich bin dann mal lernen - und scham/wut/schmerz verdauen.
我想谈我们的爱情故事但是还有别的人看我的博客。应该是无所谓的。我还是放不下。有他看我就怕让他伤心。(我不明白为什么担心他)

我想谈我们的爱情故事。我想谈我生活里最理想的部分。


dinge, die ich nicht schreiben kann, noch nicht.
ich weiß, dass ich die geheimsprachen vor allem darum lerne, um immer eine geheimsprache parat zu haben.

in china hab ich unterwegs deutsch in mein notizbuch geschrieben.
hier schreibe ich chinesisch, zumindest dann, wenn mir jemand über die schulter blickt.
und für den fall, dass ich auf deutschsprachige chinesen treffe, lerne ich andere sprachen.

(mir ist bewusst, dass es google translate gibt. und das ergibt eine niedliche übersetzung, die doch von den ursprünglichen zeilen abweicht.)

irgendwie allein sein mit der angst.

also, ich google.
ich suche und suche mit allen möglichen tricks - nach aufzeichnungen wie den meinen.

ich finde: vielleicht 2-3 blogs, die sich mit angst beschäftigen, foreneinträge (das macht den großteil der auseinandersetzung damit aus. auf gofeminin sind anscheinend horden von frauen, die sich vor einbrechern fürchten.). einzelne postings, andeutungen auf relativ angstfreien blogs.

ich weiß, dass die angst oft eine begleiterscheinung ist (sein kann), dass es da monster gibt, die größer sind, furchtbarer und deswegen öfter darüber geschrieben wird. oder: die angst ist noch zu klein, um sie ernst zu nehmen. man hat sich eine künstliche sicherheit geschaffen. oder, ganz banal: man ist nicht der mensch, der sich im internet darüber auslässt.

wundern tu ich mich noch immer. meinem hirngespinst nach müssen da draußen TAUSENDE menschen herumlaufen, denen es so geht wie mir. (sonst... würde das ja bedeuteten... ich bin die einzige derart gestörte? )
HUNDERTE sollten mit dem internet vertraut sein.
und dann... sollten noch immer viele übrig bleiben, die es teilen. die auch ein wenig trost darin finden, nicht allein so gestört zu sein.

ab und zu posten hier anonyme, dass es ihnen auch so geht oder ähnliches. (hallo! an der stelle ;) ) (macht euch einen blog, verdammt!)

aber... es muss doch noch viel mehr geben?

wach -

hm. hab ich mir schon gedacht, dass irgendwo der hund begraben liegt.

herzklopfen und zittern im bett.
also wieder auf.
es ist wie... wenn man sich sehr schreckt. dass sich einem alles zusammenzieht, das herz galoppiert, man sich gar nicht rühren kann. permanent. bei jedem kleinen scheiß geräusch.

und ich bin besessen von der vorstellung, dass hier jemand reinkommen will, nur drauf wartet, dass ich eine minute nicht aufpasse und mich ersticht. oder ähnliches, in allen variationen. es klingt so lächerlich, niedergeschrieben. und ist so groß, in meinem kopf. über allem.

und das einzige, was ich mir wünsche... jemand der da ist und mich schützt.

mir gings auch tagsüber nicht SO schlecht, dass ich mir jetzt denken könnte, dass es egal ist. dass man mich umbringen kann. meistens hilft mir erst diese gedankenbrücke zum schlaf. (well... warten wir einfach, bis der leidensdruck jetzt anwächst - )

na egal. ich hatte ohnehin 2 stunden schlaf am nachmittag. und werde bis morgen früh noch irgendwann welchen bekommen, denke ich. hoffe ich.

ich kann nur jetzt auch nichts vernünftiges mit der zeit anfangen....

Montag, 16. Januar 2012

verstimmung.

well... ich kenn es ja. müde sein, gleichzeitig zu viele dinge im kopf, übersatt sein, gleichzeitig alles essen wollen, nicht wissen, wohin, am liebsten einfach gegen alle wände rennen wollen, einfach um den raum abzutasten... sinnlose stimmung. besser aber als die 100% leere. besser diese 90%. sind dennoch leichter zu ertragen. und, was mich beruhigt: das hatte ich früher auch. das hatte ich immer mal. manchmal öfter, manchmal seltener. und ich muss meine arbeit noch fertigmachen für heute...

noch: dienstag, mittwoch, donnerstag, freitag...
so ein scheiß.
und ich darf mir nicht mal wünschen, dass die zeit bis dahin schneller vergeht, weil damit auch die zeit vorbeizieht, in der ich noch so viel für die prüfung lernen muss -

an sich: eine prüfung ist nicht so wichtig. keine. ich kann das bei anderen momentan nicht verstehen, wenn es ihre hauptangst ist. oder ihr leben.
aber moment ist es auch hier ein wenig wichtiger... vermutlich weil es eine der wenigen quellen ist, an denen ich mir bestätigen lassen kann, dass ich doch nicht so scheiße bin. (wenn es denn klappt!)
an rückmeldungen im alltag ... da kommt nichts.

die nächste phase -

ich bin müde. 8 stunden schlaf in der nacht und ich hab es kaum geschafft, aufzustehen. was mich, neben leichter angst und dem kopfwirrwarr ausmacht momentan ist: müdigkeit und das gefühl, etwas essen zu müssen.

mir ist jetzt noch schlecht von der pizza zu mittag. (und mir gefällt die idee, da auch gleich für den rest des tages gegessen zu haben und es jetzt vergessen zu können.)

ich hab am nachmittag 2 stunden geschlafen und das kenn ich eigentlich nur aus china (da hab ich das oft gemacht, ich war irgendwie drüben chronisch müde) -

um dreiviertel 7 bin ich dann irgendwie aufgetaumelt und mich hat es so nach zuckergetränken gelüstet, dass ich fast ohne vorbereitung rausgegangen bin und noch schnell zum supermarkt (der um halb acht zusperrt).

ich bin also irgendwie grad von meinen grundbedürfnissen herumgeschubst. obwohl... es können ja keine grundbedürfnisse sein, weil ich sicher genug schlaf habe und sicher genug esse. aber ich fühl mich nicht so -

jetzt heißt es: irgendwie munter und konzentriert halten, zumindest bis mitternacht - um mein referat für morgen früh fertig zu kriegen.

das wär schön, wenns jetzt rückwärts laufen würde... von einem glücklichen leben zu einem komischen leben (china, die müdigkeit, überhaupt) zu einem angstleben - und über die phase zurück...

aber ich glaub ich bin nur komisch drauf, weil ich nachmittags geschlafen hab^^
"streit" beigelegt. nicht mehr und nicht weniger. noch: montag, dienstag, mittwoch, donnerstag und freitag bis abends rumzukriegen.

ich fühl mich für die woche nicht vorbereitet.
auch wenn ich große ängste ausgestanden hab am wochenende.
auch wenn ich draußen war, "was unternommen hab"
ich hab sogar ne neue hose. (hab ich davon eigentlich gestern erzählt? ich bin ja raus und mit meinen panikattacken ins einkaufscenter gefahren. kommt davon, wenn man sonst nie zeit dafür hat. da ist druck da, da muss, was muss. sonst muss ich ja bald nackert oder mit löchrigen hosen rumlaufen. )
ich hab gelernt. nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig.

montag: arbeit und das referat vorbereiten (und uni schwänzen, wahrscheinlich)
dienstag: referat, uni, lernen
mittwoch: arbeit und vermutlich im stress die unistunde am abend vorbereiten, uni
donnerstag: arbeit, uni und dann vermutlich großen stress kriegen wegen -
freitag: arbeit, PRÜFUNG (die große sprachprüfung über das ganze koreanisch, was ich in den letzten monaten gelernt habe), uni, freund kommt
samstag: uni (hahahahahaha! :( ), freund ist da
sonntag: lernen für die nächste woche, freund verabschieden

whoa. kein wunder, dass ich mich auf nix freu...

und ums nicht unerwähnt zu lassen: in der arbeit fliegt mir gerade alles um die ohren. zuviel arbeit (mit deadlines) um sie zu bewältigen. und das mit mir, dem psychokrüppel. das manchmal auch ne halbe stunde nix anderes schafft, als in die luft zu starren. prima. - ja, ich find's fantastisch, dass es auf der arbeit noch nicht "aufgefallen" ist, dass ich so große probleme hab. also vermutlich ist ihnen aufgefallen, dass ich nicht die beste, fleißigste, vernünftigste bin.
und einmal hat mich mein chef beim weinen erwischt, aber da konnte ich mich auf lungenschmerzen und verkühlung rausreden (stimmte ja auch) -
aber sonst... schon 1,5 jahre dort und es geht...

aber ich verlang ja ohnehin mehr, viel viel viel mehr von mir.

ach und: seminararbeiten sollte ich auch schreiben. eine noch bis in 2 wochen und die anderen zwei so schnell wie möglich. ich hab nämlich - schreibblockade? minderwertigkeitsgefühl? - in der letzten zeit keine geschrieben - und damit auch besuchte kurse "verfallen" lassen, obwohl ich mich angestrengt hatte, referat hatte etc. und das soll jetzt mal anders werden. zumal ja auch meine masterarbeit ansteht. oh gott. (und irgendwann ein studienabschluss. na, eigentlich spätestens nach 2 semestern noch. -.- )

Sonntag, 15. Januar 2012

nichtexistent -

gut, ich war draußen. hinweg irgendwie geschafft. dort wars ok. rückweg... ein bisschen schwieriger 1 hälfte in ordnung, die andere hälfte voller panikattacken (ich bin schneller gegangen als sonst, die letzten schritte, weil ich dachte, ich will in der wohnung sterben)

freak halt. ich muss mir jedes mal neu beweisen, dass ich nicht sterbe.

jetzt hab ich wenigstens ablenkung, weil ich mit meinem freund skypestreite... also chatmodus. telefonat war vorher schon zu frustrierend. (sprachbarriere und meine schwerhörigkeit am telefon.)

er hat mich angezickt, weil er sich unwohl fühlt, weil wir ja nicht zusammen sind dieses wochenende - da ist der werte herr aber selbst schuld, deswegen war das quasi das kommando, dass ich auch schlechte laune in der hinsicht hab...

juppie. immerhin was. wir waren eh in letzter zeit viel zu lieb langweilig.

in die welt geworfen.

mein sonntag geht dort weiter, wo mein samstag aufgehört hat. (dazwischen liegt langer schlaf - mit angst, aber zumindest dem vermögen, immer weiter zu schlafen.)

angst vor strom. mein staubsauger hat mich die ganze zeit elektrisiert.
meine körperteile gehen wieder ihre eigenen wege/unfühlbar.
ich bin leer. es ist alles sinnlos.
panik, die in meinem körper herumhüpft und immer irgendwo dinge anzündet: mein herz, meinen kopf, meine muskeln.

und ich will in einer stunde rausgehen, durch die stadt fahren, unter menschen sein und wieder zurückkommen. jede minute draußen kommt mir vor wie eine hürde. ich weiß nicht wie ich mich entscheiden werde. beide entscheidungen sind furchtbar. herinnen: ich werde mich hassen und die angst wird wachsen. draußen: schon allein durch die erwartungsangst wird alles passieren.

es ist alles so sinnlos...
das einzige, was ich mir erträglich vorstelle, ist so fern, dass es in den nächsten monaten mit 100% sicherheit nicht eintritt. und danach... na, vielleicht - ich hoffe darauf.
und ich bin so weit entfernt, mir selbst erträglich zu sein.

so eine verkackte scheiße, alles.

und kein weg, das zu lösen.

paranoiatag.

1. hälfte des tages: in ordnung. 

aufstehen, kaffee, duschen, einkaufen, lernen, bissl tv schauen, noch mehr lernen.

2. hälfte: purer scheiß, purer horror.

rausgehen - herzklopfen, ein vibrieren im ganzen körper, empfindungsstörungen an der haut - panikattacken - ständig angst zu ersticken und diese 100% panik, die man nur manchmal haben kann, wo man einfach nicht mehr weiß was tun und am liebsten explodieren würde. 

ubahn: durch den halben zug laufen, weil man nen mann mit bombe vermutet

auf die freundin warten: im kreis laufen, sehstörungen sich einbilden, kopfweh, schwindel, ersticken, bla

im restaurant: ein trottel labert uns blöd an... er sitzt hinter mir. ich schnauz ihn an, krieg nachher aber sofort panik - also wirklich richtig angst und die feste überzeugung - er wird sich auf mich stürzen und mir was tun. 
auch nachdem er schon rausgegangen war, dachte ich, der kommt jeden moment mit ner waffe zurück bzw. als wir rausgingen, er lauert mir auf - 

dann wurd ich langsam entspannt, sind zur freundin gefahren, lernen und mit den katzen spielen. ich hab ein bisschen hirnfick gekriegt, weil ich noch cola getrunken habe (und mir komisch zumute wurde und kopfweh... ), bin auf wasser umgestiegen. hab ärgeres kopfweh gekriegt und mich mal abgetastet: ja klar... nacken und hals total verspannt. wahrscheinlich wegen den argen panikattacken. 

heimweg, nach 11 uhr abends: 
in der s-bahn lärmende junge leute, ich fürchte mich vor ihnen. 
ganz schlimm: 15 minuten in der kälte in einer dunklen gasse an einer bushaltestelle warten - und niemand da. als ich dorthin gegangen bin, ging vor mir ein jüngerer kerl, der sich alibihalber die schuhe gebunden hat, um dann hinter mir zu gehen... GOTT... war zu dem zeitpunkt gottseidank noch jemand unterwegs und er ist dann anders weitergegangen als ich. 

was mich getröstet hat: die polizei war cirka 50 schritte entfernt von der haltestelle - im notfall hätt ich hinlaufen können, das schaff ich sogar mit meinem kaputten, untrainierten körper... 

und irgendwann kam eh der bus - 
jetzt die letzten schritte heim noch panik geschoben, weil dunkel und niemand sonst unterwegs, aber ... jetzt bin ich hier und zugesperrt ist und... 

noch nicht alles gut. 

kopfweh und angst vorm einschlafen (es stürmt wieder, also viele laute geräusche.... und überhaupt)


alles so ein scheiß mit reis. 

Freitag, 13. Januar 2012

-

die mb ist zurück und schon kann ich mich wieder freier bewegen, durchatmen.

vorher gerade gänsehaut gehabt, weil ich konzertvideos gesehen habe (auf youtube) von einer der bands, wo SEIN vater (der letzten september gestorben ist) mitgespielt hat.... sehr flashig. weil doch sein tod eigentlich der einzige war, den ich in letzter zeit irgendwie miterlebt habe (nicht direkt - aber ich hab ihn vorher eben kennengelernt, hab ihn während der krankheit erlebt und war einige stunden nachdem er gestorben ist dann auch dort, bei seiner familie - ), letzten herbst -

zwischendurch -

im bilderbuch blättern. meines. also das buch. eingeklebt sind dinge anderer menschen.
http://yaoyuandedifang.tumblr.com/ (yaoyuan de difang, in zeichen 遥远的地方 - ein sehr weit entfernter ort.)

ich bin mitteilsam, wenn ich allein und angsterstarrt bin.

(ich sitze nur am laptop, rauche, trinke mineralwasser und warte, dass die mb heimgekommt. vermutlich warte ich noch lange. ich warte schon gefühlte ewigkeiten - so lange ist es schon dunkel. )

freitag -

noch eine woche.
bis zur großen prüfung. bis zu ihm.
ich funktioniere. (mit schmerzen. usw. aber, ich funktioniere)

die mb kommt heute erst spät nach haus, ich weiß nicht wann. ich hoffe noch vor mitternacht.
derweilen vertreib ich mir - wenn ich nicht lerne oder putze - die zeit mit filmsachen, die ich liebe. ungarnfilme, vielleicht später ein bisschen eat your kimchi (für diejenigen, die an korea & koreanischer musik & simplem humor interessiert sind: wärmste empfehlung!)

schöne sachen heute:
ein kaffee mit einer kollegin und ein unerwartetes problem, das aber auch unerwartet schnell wieder gelöst war.
schneestürme (tagsüber).
ein warmes mittagessen, selbst zubereitet und trotz angst runtergekriegt.
kurze anmerkung zum vorigen post, weil es doch zwei kommentare genau darauf gab: ich hab nicht nur nachtangst. ich hab angst vor tausend dingen. die wechseln. mal ist es herinnen (das gas, der strom, das eingesperrtsein, das alleinsein), mal das draußen (der himmel, diese spielzeugwelt, sämtliche verkehrsmittel, ich - die ich mich weiterbewegen muss mit diesem schadhaften körper), mal ich selbst, mal andere, mal fremde, mal freunde. es gibt wenig, was noch nicht panikattacken ausgelöst hat.

ich weiß also sehr wohl, was agoraphobie bedeutet. und ich bin sehr wohl auch rausgegangen und rumgelaufen, wenn mein körper sich dagegen gewehrt hat. es hat tage gegeben, da bin ich verrückt geworden, weil ich einmal um den block laufen musste. (kann man hier auch nachlesen.)


was ich eigentlich ausdrücken wollte:
ich will eine angst mit fahrplan. sei es agoraphobie (eine simple, mit keinen begleitstörungen), die man mit einem konfrontationsplan zumindest sichtbar erfolgreich irgendwie kleinkriegen kann. oder eine spinnenphobie. oder meinetwegen eine isolierte flugangst.

etwas, wo ich dastehen würde und sagen könnte: ich habe angst vor x und y. aber ich konfrontier mich damit. ich versuch, damit umzugehen. (und manchmal, wenn ich es nicht kann, dann meide ich es eben.)

aber ich hab die möglichkeit nicht.
habe ich drinnen angst und gehe raus - kann ich auch draußen angst kriegen.
kann ich im moment mit einer angst umgehen - macht mich die nächste fertig. oder die übernächste.

ich kann mich vor einer ubahn fürchten und panikattacken bekommen und am nächsten tag habe ich die panikattacke vor der station und flüchte mich hinein, um in einem abgegrenzten raum mit vielen personen zu sein.

(klingt das jetzt reißerisch? ja, der alltag ist qual. keine halbe stunde ohne irgendwas. aber irgendwie ist es doch nicht so dramatisch. weil das problem nicht draußen/drinnen/ubahnen/weißderkuckuck sind, sondern das einzige problem ist die angst. aber die ist überall und in jeder form. deswegen hätte ich gern eine kleine zivilisierte angst, die man in der handtasche mit sich rumtragen kann. die man kontrolliert rauslassen kann. (weil sie nur in bestimmten situationen auftritt) )
(und ich bin auch ausgesprochener feind von "aber mir gehts viel schlimmer", ich will damit nur sagen, dass es mir nicht darum geht. ich will nur erklären, was ich mir wünsche^^.)



well... eigentlich wollte ich nur posten (ursprünglich, deswegen bin ich noch/wieder online)
ich bin wach. und fühle mich verarscht. fühle mich so mies behandelt von der welt, wie ich es verdiene/wie ich es überhaupt nicht verdiene. (ich kann mich nicht entscheiden)
draußen stürmt es, das gerüst hämmert gegen die außenwände. es ist laut. als würde jemand dieses haus renovieren, tagsüber, so ein lärmpegel ist das.
die mb schläft seelenruhig im ruhigsten zimmer der wohnung.
(gern hätte ich sie gefragt - so viel stolz hab ich schon verloren - ob ich nicht bei ihr schlafen darf. aber sie ist durch meine wutanfälle im wohnzimmer nebenan nicht aufmerksam geworden. whatever.)
wenn es eines gibt, was ich mir vorstellen kann, dass ich es brauche, dass es mein körper braucht, dann ist es: schlaf.
energielos, übermüdet, IMMER unter dem normalen schlafbedarf ohne einen einzigen tag, an dem irgendwas nachgeholt wurde.

und gerade jetzt, in diesen wochen, wo arbeit & uni am allerstressigsten sind (40 stunden arbeit für tatsächliche 20 stunden - und auf der uni prüfungsmonat), gerade jetzt, wo ich sowieso psychisch auf dem zahnfleisch geh, die ganze zeit angst hab, die ganze zeit weinen will, die ganze zeit nicht weiß wohin.... hab ich selbst die letzte zuflucht nicht. ich finde das so dermaßen unfair.
und typisch. was solls.

also bin ich noch wach, vertreibe die zeit - lerne nebenbei (denn vielleicht werde ich morgen nachmittag die möglichkeit haben zu schlafen, das geht dann aber von der lernzeit ab.) ... und versuche nicht wieder so wütend zu werden wie vorher --- es bringt ja ohnehin nichts.

Donnerstag, 12. Januar 2012

angststörung.

und bei allem... vor drei, vier jahren hätte mir keiner sagen können, dass mich das beherrschen wird. dass das the next big thing wird. ich meine, gestört war ich immer. die magersucht war etwas klar zu kategorisierendes. und ich dachte mir schon, irgendwas wird einfach wieder kommen und mir in den bauch hauen, immerzu, weil ich nicht richtig bin.

aber dass es die angst ist?

ich dachte an eine große mich verschluckende depression. an exzentrische ausfälle vielleicht. viel wut in mir, viel hass, viel schreierei.

aber dass ich hier so gehemmt herumsitze und mich vor jedem zwicken an/in mir und von jedem leisesten geräusch rund um mich so fertig machen lass... gott.


und warum gibt es keine vorgefertigten heilungswege?
warum kann ich nicht einfach eine agoraphobie haben, die ich durchsprengen kann, in dem ich halt rausgehe, mich zu tode fürchte und dann wird es gut, nach und nach?

-

jeder tag ist eine schwierigkeit zu überleben. und nach jedem tag kommt nur noch ein tag, noch ein tag, schwierigkeiten, schwierigkeiten - ich weiß nicht, wozu ich mir das antue. (ah, die letzte hoffnung. dass ich irgendwo landen könnte, wo ich die ganze zeit beschützt bin. wo ich dann wieder blühen kann, weil ich mich nicht ständig selbst erschlage - ich und die angst mich.)

panik, panik, panik.

vormittags pausenlos stress gehabt, nachmittags - in der pause zwischen arbeit und uni - höllenängste gehabt, mein kopf ist explodiert, ich habe meine körperteile nicht wiedererkannt - sie waren fremd; ich habe mich aufgelöst, ich wusste nicht was tun. ich bin am gang herumgelaufen und hab geweint. ich habe meine hände unters kalte wasser gehalten. (weil: die option nach hause/zum arzt/zum psychiater - das sind alles keine lösungen. das bringt nix.)

ich hab mich im unterricht beruhigt, ich war wieder zu 80% da, ich habe die umwelt wieder wahrnehmen können. ich hab meine fassade wiedergehabt.

seither: latente, leichte angst. rückenschmerzen. bauchschmerzen. sinnlosigkeit.

ich ekel mich vor mir, meinem leben, allem.
ich seh keinen grund, warum es besser werden sollte, weil eben alles so scheiße ist.
ich hab es nicht verdient.

in diesen 2 jahren angst (langsam) habe ich das frühere leben vergessen und verlernt. ich bin eine puppe des horrors.
und ich bin wirklich ein ekel. ich deute es ständig wieder an, dass ich nur versuche zu überleben - und es fast nicht mehr aushalte. (gut, es nimmt jeder nur als redewendung war, so ist mein verursachter schaden nicht vorhanden. aber ich weiß ja, wie es gemeint ist: ich kann bald nicht mehr. diese tausend grausligen stücke von mir selbst zu etwas zusammengeklebt halten, dass nach außen normal aussieht.)

Mittwoch, 11. Januar 2012

gssss.... sogar jetzt hab ich panikattacken. rückenschmerz. herzscheiße. herz!herz! das bleibt stehen, öfter, gefühlt, weil ich mich schreck. weil die panikattacke als lkw über mich hinwegfährt.

und ich hab die dumme hoffnung, dass ich dank dieser sonnenscheinpanikattacken (also tagsüber) besser schlafen kann. bitte, bitte.
lass wieder die nacht meine zuflucht werden. ein bisschen abwechslung. ein bisschen erholung, zumindest physisch.

fassade wahren.

aufstehen: horror.
weg zur arbeit: weinen.
arbeit: arbeit. funktionieren. lächeln. hilfreich sein.
rausgehen: panik
am weg eine kollegin treffen: nett plauschen.
weiter am weg: angst
uni (warten auf den kurs, übersetzen): angst. arbeiten. angst. arbeiten
sich sicher sein, im kurs zu versagen, nicht reden zu wollen (wir sind nur 2 studenten und 1 prof... )
ein freund kommt: reden, lachen.
kurs: reden. schweigen. reden. unauffällig. lachen. reden.
zwischendurch auch bauchkrämpfe. aber ablenken.
heimweg, ein teil mit dem freund. reden reden.
heimweg, ein teil alleine: panikattacken, kurze, heftige.
zuhause: angst.

stechen im rücken, übelkeit, bauchweh, angst.
spirale. heute früh im bus - beim weinen - nin gehört (everyday is exactly the same - das trifft es so gut) und auch tears for fears - mad world (das triffts ja auch...)
ich freue mich auf nichts. über nichts. es ist alles so trostlos.
schlafen macht es nicht besser, wach sein macht es nicht besser. sitzen und abwarten ... ist eine qual.
vielleicht sollte ich dankbar für die paar momente, in denen ich konzentriert arbeiten muss (denn freiwillig könnte ich es jetzt nicht tun) und damit abgelenkt bin.

noch 1,5 wochen bis zum nächsten kleinen lichtblick. (er.)

und noch immer: ich würde diese angst&sinnlosigkeit gerne gegen wut&selbsthass tauschen. ernsthaft.

Dienstag, 10. Januar 2012

sentimentalitäten nachtrag - (tauben)

aus den gedanken an sie heraus - und auch wegen tauben, im tag von der taubenprinzessin & überhaupt in ihrem namen -

ist mir eingefallen, dass ich über uns einmal als tauben geschrieben habe. 2003.
(ich denke, ich habe zu der zeit überhaupt viel über die eigenen umstände, die eigene geschichte geschrieben - und meine jetzt, es deswegen nicht länger tun zu müssen - )

ich hab den text jetzt in den alten dokumenten gesucht und gefunden:


das kleine taubenküken liegt wie wir schlafend, es schmiegt den kopf an die fliesen, ihr großes schwarzes auge schimmert durch die kopfhaut.

in der nacht sind es nur einige geplusterte federn, ein hin- und hergehen zwischen der mauer und der plastikwand. warum macht im dunkeln niemand die tür auf und legt körner hinaus? der schnabel, noch ganz weich, streichelt den boden. zuerst war da eine verblassende wärme neben mir, dann ist sie gegangen, fortgenommen. ich wusste erst, dass sie nicht mehr da war, als sie mir weggenommen wurde. und dann habe ich es auch noch zu spät begriffen, alles ist seinen weg gegangen, auch sie.

e. ist weg, sie ist kalt, sie liegt zentimeter vom nest entfernt, aus s.s kleinem nest ist sie herausgehoben worden, ihr kopf nach hinten gedrückt, die eine seite schon ganz flach, die beinchen noch fest angezogen. sie muss noch die sonne gespürt haben, ganz kurz.

es ist normal, dass von zwei vögeln einer stirbt, der stärkere überlebt. sagt m.

war ich stärker?
war ich tapferer?

ein tag der sentimentalen gedanken.

gott. ich hab grad die photobooth-fotos durchgesehen. von, ich glaube 2008 (mitte) bis jetzt. die veränderung. es ist furchtbar. (und es tut mir so leid, dass es von einem jahr china nur cirka 20 gibt.)

ich habe mich gefragt, was passiert ist.
mir ist aufgefallen, ich ähnle jetzt noch mehr meiner mutter.
ich werde also verrückter, ich werde mehr abschaum, biomüll -

eines der großen ziele meines lebens (neben fortpflanzen und texte hinterlassen) ist es, nicht zu werden wie meine mutter. das ist der druck einerseits und der sog andererseits, weil ich mir immerzu einrede, dass ich einfach schon unbewusst dahinsteuere. sei es erblich (großmutter und mutter waren verrückt), sei es durch mein wissen über das alles & das gemurkse, das die fast-mutterlosigkeit mit mir angestellt hat.

ein kinderwunsch wächst seit china - fast zeitgleich mit der angst, fast zeitgleich mit meiner beziehung - und genauso groß, wenn nicht größer wächst die angst heran.

kopf formuliert: das ist eine scheißgroße bürde zu tragen. etwas zu wollen, etwas auf jeden fall besser machen zu wollen (als ich klein und naiv war, dachte ich, naja - ich kann es ja nur besser machen!! - well... ich könnte es genauso nur ein bisschen anders scheiße machen.) - und gleichzeitig zu wissen, dass es genauso furchtbar ablaufen kann.

und noch etwas ging mir heute durch den kopf/herz/körper - was eher selten passiert, weil ich vergesse, verdränge - die schwester.
und immer noch nicht hab ich die naive, unsinnige frage meiner therapeutin (ich wüsst auch niemand anderen kompetenten) gestellt, ob ich vielleicht davon ein trauma habe.
wenn man 9 monate gemeinsam aufwächst und dann auf die welt kommt - und weg ist die andere hälfte. (und 12 jahre später kommt man versehentlich drauf, weil man geheim herumwühlt und dabei plötzlich eine sterbeurkunde in der hand hält, von einer frau - die am selben tag geburtstag hat)

ob ich deswegen nicht allein sein kann.
(was sich so fortgesetzt hat, ich bin von einer beziehung - kaum konnte ich - in die nächste getaumelt, die zeit dazwischen war mit suche ausgefüllt und meistens sehr kurz.)

jedenfalls war mir heute übel und alles und ich war traurig und da kam sie mir in den sinn - und ich dachte mir, vielleicht bin ich jetzt beide. und: wie seltsam das gewesen wäre, noch vor dem echten leben schon gestorben zu sein. - ich meine... es hätte mir ja passieren können, 50:50. bzw. kann es jedem passieren, der auf die welt kommt. ob das jetzt besser oder schlechter gewesen wäre. ... dass ich schon über ein vierteljahrhundert überlebt habe.

zuviel gedanken für zuwenig kraft dafür.

dienstagshorror

durchfall nach dem frühstück, schlimme magen- und darmschmerzen den ganzen tag. jippie. begleitet von panikattacken und hyperventilieren dauernd (wo ich nicht weiß, was zuerst anfängt, das falsche atmen oder das achten darauf) -
zweimal ein zwei tränen verdrückt. aber doch oft die fassade gehalten.

ich stürze dennoch ab. was mache ich schon unbefangen?
was an mir ist noch normal?
ich sehe niemandem mehr in die augen, ist mir aufgefallen. NIE. ich kann es nicht mehr. bin ich irgendwo einkaufen, schaue ich prinzipiell nie auf. ich rede auch nur mit menschen mit dem blick nach unten. wenn das kein zeichen ist.

ich hätte nichts gegen das sterben, wenn ich die letzte zeit mit ihm verbringen könnte.
aber so - allein - jetzt - im warten - sterben... das ist es, wovor ich angst habe. ich will nicht.

ha - dienstag.

zum taggen: um gottes willen. ich dachte ja bis gestern "hoffentlich taggt mich mal jemand, hoffentlich taggt mich mal jemand", weil ich es überall gesehen hab & fragen mag - aber... dass es so viel arbeit ist *jetzt merk* also sorry an alle, die jetzt unfreiwillig getaggt wurden... emaschi schreibt etikettieren, ich habe mehr das gefühl, es ist wie wenn man den leuten post-its auf den rücken klebt. also sorry ;)

zu der nacht:
ich bin gestern früh schlafen gegangen. mit ein paar mal hochschrecken hat es auch funktioniert, ich hab ab 11 geschlafen, bin um halb 2 aufs klo gegangen (und auf die noch wache mb gestoßen) - verrückte träume gehabt. um halb 6 bin ich wegen dem blöden wind aufgewacht (gerüst, rütteln, klopfen, laut) und hab beschlossen, dass schlafen nicht mehr geht. ich hasse es noch mehr, mit nachtangst aufzuwachen, als damit einzuschlafen -.- und so wird NIE ein positives "lern"ergebnis rauskommen... wenn die angst doch nie weggeht -
es ist trotzdem vielleicht gar nicht schlecht, mich müde zu halten (das bin ich - 4-6 stunden schlaf sind zu wenig) - aber dann funktioniert das ein- und durchschlafen besser. aber ich weiß ja auch, wie ich eigentlich NORMAL schlafen könnte, wenn er hier wäre, wenn ich mich von ihm beschützt fühle - dann gehen 9 stunden dahin... einfach so...
ich will schon so sehr, dass er hier lebt... wir planen es, denken es an, aber erfolgen wird es erst, wenn er einen job hier hat und das... steht sehr in den sternen. aber 2,5 jahre fernbeziehung... für mich... horror. es reicht.
aber ich kann nichts machen als zu warten.

gestern der tag war mehr oder minder erfolgreich. der vormittag hat gut funktioniert, einiges erledigt. nachmittags hat mich die angst draußen erwischt, schluckprobleme (das hatte ich schon fast vergessen) und ein bisschen angst zu ersticken - ein bisschen angst klingt zwar blöd, aber ich weiß ja, zu welchem level ich von angst/panik noch fähig bin.
und gestern gabs noch viele kleine highlights... hab noch ein weihnachtsgeschenk bekommen, mit einigen leuten geredet, im unterricht bekamen wir ne korea-landkarte geschenkt.
abends hab ich den fehler gemacht, neben einer dokumentation lernen zu wollen - im endeffekt hat mich die dokumentation weggerissen & danach war ich müde & kopfwehig und bin nur noch ins bett.

insofern passt das schon, dass ich jetzt schon wach bin, nachdem ich einiges von gestern abend ja auf heute verschieben muss -
los gehts, quasi.

*zweitenkaffeemachengeh*

getaggt -

wurde ich von der taubenprinzessin



Regeln:
1.Verlinke die Person, die dich getaggt hat.
2. Beantworte die Fragen die dir gestellt worden sind.
3. Tagge anschließend 11 weitere Leute. 
4. Gib den Leuten Bescheid die getaggt wurden.
5. Stelle 11 Fragen an die, die getaggt wurden



die fragen:


1. Wie stehst du zu Pro Ana/ Pro Mia?


Allgemein + dieses seltsam ideologische Ausgeschisse (Gebote und hols der Teufel), was man manchmal auf Seiten von 15jährigen findet: neeeeee. Neeeee. Furchtbar. Aber: ich hatte selbst mal einige Zeit in Foren und hab dort die Erfahrung gemacht, dass es nicht darum ging, die anderen in die Vernichtung zu schieben. Es war auffangen. Es war auch die ganze Zeit versuchen, einen Weg hinaus zu finden. Glücklich zu werden. Nicht drauf zu gehen. Aber mit mehr Verständnis für die kranken Gedanken. Und auch positive Reaktionen darauf. Vielleicht ist es nicht das schlechteste, was einem passieren kann, wenn man noch nicht so weit ist, sich aus der Magersucht rauszuretten. 
(Pro Mia... hab ich noch nirgends irgendwie gesehen... bin auf viele Bulimikerinnen gestoßen, die gern magersüchtig gewesen wären, aber - )




2. Hast du Haustiere und wie heißen sie?


2 Katzen und die bleiben anonym. :) Großartig erklärend sind ihre Namen ja auch nicht, da sie meine Adoptivkatzen sind & daher die Namen fremdbestimmt. 

3. Welche Drogen hast du schon genommen?



Nicht viel, das meiste legal. 

4. Wie hättest du heißen sollen, wenn du ein Junge geworden wärst?



Das hab ich mal gefragt und keine Antwort bekommen. Aber es gab 3 andre Mädchennamen zur Auswahl. 

5. Hast du dich schonmal geprügelt?



Nicht wirklich. 

6. Dein Lieblingscoktail?



Hab ich nicht - prinzipiell alles was süß ist. Also wurscht. :P

7. Im Etagenbett oben oder unten schlafen?



oben

8. Deine Lieblingsfarbe?



nicht definiert. Ich mag aber eher Schwarz, Violett und Rosa. 

9. In welcher Tageszeit fühlst du dich am wohlsten?



nachmittags

10. Welche Superkraft hättest du gerne?



ich glaub ich wäre froh, wenn ich Sprachen sofort verstehen würde, sobald ich sie einmal höre. allerdings würde das mir plötzlich sehr viel freizeit verschaffen^^


und manchmal: dass die dinge rings um mich kaputt gehen, explodieren, feuer fangen, wenn ich wütend etc bin

11. Deine Meinung zu Tauben? ;)



mag ich, prinzipiell. in der alten wohnung hatte ich zweimal ein nest auf dem balkon, das zweite mal sind die kleinen durchgekommen. :)


ich tagge:
sonnenwinde
ines
sarah
fail better
judith
hopeisjustaword
nicole
shelley
regenfrau
mädchen - one little story
niriell


Die Fragen:


1. Die schönste Zeit in deinem Leben bisher war...?
2. Wenn du einmal dein eigenes Unternehmen gründen würdest, was wäre es?
3. Was ist das schönste, was du bislang am Himmel gesehen hast?
4. Dein Lieblingskleidungsstück?
5. Was passiert 2013?
6. Was ist dein Lieblingsmärchen?
7. Dein nächstes Reiseziel?
8. Wofür würdest du deine fast ganz restliche Lebenszeit eintauschen und dafür 6 Monate ungeschränkt das gewünschte haben?
9. Wofür würdest du niemals Geld ausgeben?
10. Welche Zeitschriften liest du?
11. Dein Lieblingsfilm?



Montag, 9. Januar 2012

4 stunden schlaf.

einschlafprobleme, dann panik, feste überzeugung, dass grad jemand meine mitbewohnerin umgebracht hat und gleich zu mir kommt oO konnte ja blöderweise nicht nachfragen/nachschauen gehen, weil ich mich damit komprimittieren könnte.

gegen 3 langsam in "was solls's"-stimmung gekommen, eingeschlafen, aufgewacht (schön, ich rechnete fest damit, nicht wieder aufzuwachen) - seltsam klare stimmung in der früh -

es geht, trotz dem wenigen schlaf.

Sonntag, 8. Januar 2012

Ferien vs. Montag

Es lässt mir keine Ruhe und wird mich sicher heute neben der Angst nicht schlafen lassen. Dass die letzten 2 Wochen ein Rumgeschleife waren, "untätige Ferien" und ab morgen drei wirklich stressige Wochen anstehen, in denen ich 100% funktionieren müsste, sollte alles nach Plan gehen.

Das Rumgeschleife... Weihnachten, trotzdem zwischendurch arbeiten, viel zu viel Angst, aber auch viel mit meinem Freund einfach zusammensein, kochen, fernsehen, lesen - ein bisschen lernen, aber meilenweit entfernt von den Plänen, die ich für diese "2 freien Wochen" hatte.

Ab morgen früh muss ich mich anstrengen. Und um die Wahrscheinlichkeit zu steigern, kommt es hier hin, meine To-do-liste, quasi.

Morgen vormittags:
(x) Bank anrufen wegen der ungarischen Bekannten, ihr eine E-Mail schreiben
( ) Plan fertigmachen, andere kontrollieren
( ) mich um die Sachen vom Nachbarinstitut kümmern
(x) Zeitliste weiterschicken
(x) Emails aufarbeiten
(x) Bibliotheksbücher verlängern

Morgen nachmittags/abends:
( ) einkaufen
( ) Gedichte weiter übersetzen
( ) chin. Buch weiterlesen
( ) Koreanisch lernen

Ich habe einfach Angst, dass ich auch den morgigen Tag so gelähmt verbringe - wie viele Tage der letzten Wochen. Vorm Laptop oder einfach nur in Panik. Wenn ich funktionieren will, wenn ich die Fassade wahren will, wenn ich weitermachen will ohne auf einen Totalcrash zuzusteuern, dann muss ich mich anstrengen. Auch wenn ich mich nicht danach fühle. - Auch wenn ich mich jetzt schon jahrelang so fühle, als würde ich einfach nur gerne sicher verschlossen werden mit den Dingen, die ich gerne tu, weil es mir zusteht - kein Druck, kein Existenzrumgekümmere (arbeiten gehen, um zu leben), keine Pflichten. Aber Aufmerksamkeit, Mitleid, bla -
Das hab ich die ganze Zeit durch die Magersucht mitgetragen und das trage ich jetzt schon seit die Panikattacken angefangen haben mit mir rum. Am Anfang mit Erfolg, mir wurde gesagt, das käme alles vom Stress, ich sollte mich einfach mehr erholen: der Punkt war aber der, dass mit mehr Erholung die Angst, die Gleichgültigkeit und die Lebensunlust viel größer werden.

Ich muss mich zum Leben stupsen, wenn ich irgendwie weitermachen will. Ich  muss mich für Dinge künstlich interessieren, um Interesse an ihnen zu wecken. Es ist anstrengend. Aber ich weiß ja nicht, was ich sonst tun könnte...

wieder zuhause -

die mb ist da, also ich bin nicht ganz allein. aber prinzipiell ist ohne ihn einfach schon scheiße. und diese stadt. diese wohnung. diese katzen. ich hasse alles mehr und mehr. (ja, die katzen... liebe ich "eigentlich"... aber sie sind mit den jahren immer aufmerksamkeitsbedürftiger geworden - mittlerweile habe ich, außer wenn sie schlafen, zuhause keine ruhe vor ihnen. sie maunzen ununterbrochen, sie schreien nachts, sie hüpfen auf mir herum.)

Freitag, 6. Januar 2012

Donnerstag, 5. Januar 2012

eine schlechte lösung.

ich bin müde. mir ist alles egal - außer den sachen, die mir angst machen. ich hab argen kopfschmerz. ich hab vielleicht 2 stunden geschlafen. alkohol. und jetzt: in der arbeit.

der abend war recht nett, aber ich hab die ganze zeit gefühlt, dass ich kein recht habe zu schlafen - deswegen bin ich weiter mit ihnen rumgesessen (sonst hätt ich ja vielleicht nach hause fahren müssen...). Von 4 bis 5 cirka habe ich dann auf dem sofa geschlafen. dann wurde ich aufgeweckt, weil die öffis wieder fahren und ich ja heimfahren konnte -


die fahrt war sehr ungut... kalt, müde...
zuhause die angst. hab mich aber dennoch ins bett gelegt, sehr unruhig noch so 1 stunde cirka geschlafen und eine halbe stunde alle 2 minuten den wecker weitergedrückt.

jetzt muss ich den tag noch durchbringen: arbeiten, herumlaufen, therapeutin, heimlaufen, gepäck holen, beladen zum bahnhof, zug fahren - vielleicht fange ich da schon an zu schlafen.

und mein kopfschmerz soll aufhören.

Mittwoch, 4. Januar 2012

noch eine stunde -

rumzukriegen in dieser höllenwohnung.
(alles lärm - nachbarn, gerüst vor den fenstern, gespenster ... )

dann gehts zu freunden. und ich hab schon angedeutet, dass ich die nacht rumkriegen muss. also ich hoffe, ich kann dort bleiben, bis es wieder hell wird und vielleicht auch ein wenig schlafen.
(rettung! <3 )

morgen dann die arbeit, dann werd ich mich bei meiner therapeutin beschweren (und sie wird wieder nur über meine mutter reden wollen...) & dann kurz nach hause, sachen holen/katzen füttern - und zu ihm... morgen um die uhrzeit werden mir also felsen vom herzen fallen. (ich wollte fast - herzen vom felsen - schreiben, das triffts vielleicht sogar besser.)

(und ich hab vorhin im supermarkt noch eine flasche süßen weißwein gekauft. für später. für irgendwann. für mich. und eine für heute. )

der tag ist meine neue nacht.

schön, die nachtangst breitet sich aus. ist ja auch das ideale wetter dafür. ich hab hier herinnen alles licht an, sonst wär es dunkel - in einer stunde wird es draußen auch tatsächlich dunkel sein. stockdunkel.
die geräusche klingen wie in der nacht.
die angst fühlt sich an, wie in der nacht.
es kostet mich jetzt einiges an überwindung, durch die wohnung zu laufen.

wenigstens hab ich die aussicht auf gesellschaft, heute abend.
und mein zugticket für morgen abend hab ich auch schon gekauft.

(das ist doch verrückt, wie die ängste sich verschieben, ständig. jetzt sitze ich zuhause mit angst und warte nur darauf, dass ich quer durch die stadt fahren darf und leute seh. - "mich der angst stellen" ... hm? wie stellt man sich der angst? mehr als hier rumsitzen und den gespenstern sagen: bitte, hier habt ihr gelegenheit! geht auch nicht. loslassen - passiert nicht von alleine, das ist der letzte schritt von vielen, der aber doch irgendwie dann automatisch geht. - weil man ja an eisbären denkt, wenn man an eisbären denkt. das ganze ist einfach nur ein riesiges rätsel. und ja: ich tausche alles gegen eine angsterkrankung. bedingung: die angst (mit ihren freunden - ) muss dann weg sein.

(und so wird auch mein ende aussehen, falls es verfrüht käme. der einzig mögliche tausch gegen die angst.) )
hab geschlafen :)

bis nach mitternacht (also über ne stunde) wars aber ein kampf, ich hab wein nachgefüllt und bin tausend mal schauen gegangen und hätt die katzen auch teilweise an die wand klatschen können (schlafen, bis ich schlafen geh, dann stehen sie auf, gehen zu meinem bett und maunzen:spiel mit uns!)

heute früh ab 7 waren auch wieder die katzen da und haben versucht, mich wachzukriegen, eine gute stunde lang.

und ich hab geträumt, dass ein trauma meiner stiefmutter ihr hochkommt und sie deswegen verrückt wird.

Dienstag, 3. Januar 2012

und bald werde ich versuchen zu schlafen.
auch wenn heute so ein verlorener tag war, kaum etwas sinnvolles getan.
den wein spüre ich schon. die angst ist trotzdem da. die unsicherheit.
ich habe angst, dass ich mit dieser - fick dich angst! - einstellung alles herausfordere. dass dann erst recht etwas passiert. ich bin verrückt. ich weiß. aber so ist das... deswegen lebe ich im kreis herum.

ich werde bald den ersten schlafversuch starten.
und ich hoffe, wenn es klappt, dass ihr dann morgen etwas von mir hört: dass ich nicht den gespenstern/einbrechern/anderen dingen anheim gefallen bin.
(das ist jetzt so ein schöner magisches-denken-absatz. in dem ich es schreibe, schraube ich an der wahrscheinlichkeit, dass es passiert. wollen wir hoffen, ich habe in die richtige richtung geschraubt.)

und prost.

(ich weiß, dass es nicht DER weg ist. aber es ist mal besser als zitternd hier herumzusitzen. ich trink äußerst selten. aber scheiße, es soll sich ändern, alles. keine angst, dinge tun, leben usw.)

deswegen.

also, wein: das erste glas.
der kampf ist quasi eröffnet.

und ich bin immerhin schon so weit, mir einzureden zu können, dass hier ein sicherer ort ist, dass ich mich nicht fürchten muss. in letzter zeit war sogar das andenken davon schwierig. also es überhaupt in gedanken zu sagen, so unsicher...

aber jetzt. bin ich kampfbereit. wenn das böse kommt, soll es verdammte scheiße noch mal ein böses mädchen antreffen. oder, vielleicht, ein betrunkenes, schlafendes, böses - angstfreies - mädchen.

die erste nacht alleine, live dabei.

noch keine panik. aber große angst vor der angst.
ungewissheit. ob schlaf und wann und wie. ob ich rauslaufen werde, ob ich durchdrehen werde, ob ich die ganze zeit - zitternd dasitzend - verschwenden werde.

lösungsmöglichkeiten (greifbar) durchdacht:
* wein. (angefanger weißwein in der küche.) hab angst vor kopfweh morgen. oder dass ich dadurch müder und ängstlicher werde. wach und ängstlich ist besser als müde und ängstlich.
* medikamente (böse medikamente) ... es würd mich unängstlich prügeln, es löst nichts. ach, ich weiß nicht. aber dadurch, dass ich keinen wein konsumiere, halte ich mir zumindest die option offen.

strategien bis jetzt:
* ne weile im zimmer der mb rumgesessen. weil es für mich das "böse" zimmer ist. mit dem großen schrank. wo nachts in der einsamen wohnung alle geräusche herkommen scheinen. wo ich 50% des bösen, was in mein zimmer kommen wird, her vermute.
* beschäftigen. funktioniert so weit. wird mit schlafen aber ein kleiner widerspruch sein.

ach... ich wünschte einfach, er wäre da. :( oder ich wäre schon drüben. ich kann wegen arbeit und katzen noch nicht wegfahren.
ich fahre donnerstag abend und damit sind die katzen schon bis samstag mittag alleine. das funktioniert, ist aber nicht die beste lösung. und noch länger geht nicht.

und die freundin, die meine approved katzensitterin ist... ist auch grad ein kleines problem, weil ich mich fühle, als hätte ich sie vertrieben.

sie hat morgen geburtstag. und ich höre nichts von ihr. und ich will mich - nicht schon wieder - aufdrängen und sie fragen, was sie macht.

ich werd als morgen einfach gratulieren und dezent auf den berg geschenke hier hinweisen. (auch noch von weihnachten... treffversuche hat sie abgeschmettert. und ich dummes ding denke einfach die ganze zeit nur, dass ich sie nerve und sie nichts mehr mit mir zu tun haben will. )

der dritte.

8 stunden schlaf. wenigstens. gestern hat es noch ewig gedauert, schlafen zu können, trotz der übergroßen müdigkeit. auch irgendwie beängstigend.

jetzt ist die mb komplett weg. jetzt bin ich komplett allein.
und zumindest wäre es gut, mal auch schon tagsüber/abends jemanden zum reden zu haben.
wir werden sehen.

Montag, 2. Januar 2012

der zweite.

well... nachdem ich den vorletzten post geschrieben hatte, hat es geklingelt. und geklopft. das paranoiamonster ist rausgehüpft und hat gesagt: wenn wer so vehement klingelt&klopft, kann das nur deine verrückte mutter sein. ich als panik, herzrasen, zittern. hab die mb aufgeweckt, die musste nachschauen gehen. war dann so ein kerl von dhl. trottel. einmal sachte sich ankündigen hätte ja schon gereicht.
war lange noch am zittern. die mb hat anscheinend auf mich herabgeschaut und war genervt, sie hat ja geschlafen.

arbeit und ein bisschen zuhause sein, war ok, sehr müde. aber beschlossen, nicht zu schlafen.

hab mich nachmittags mit einer freundin auf einen kaffee getroffen, wir sind noch ein bisschen rumgelaufen. in der ubahn dorthin anflüge von panik (wegen stechenden kopfschmerzen und weil sich meine gefühlswelt verschoben hat), die aber gleich wieder weggingen. ein grausiges depressionsgefühl in mir (was willst du hier noch? es gibt hier eh nichts...)

ich war dann aber perfekt abgelenkt. durchs fassadenbauen (sie weiß ja von nichts) und dann wirklich durchs reden und herumlaufen. es ging gut. heimfahren ohne etwas, auch wenn ich nach der ersten ubahn doch die straßenbahn gewählt hab - aber wegen dem bequemen umsteigen dann in den bus und weil ich dort noch anna karenina weiterlesen wollte. nicht wegen der angst. mir scheint, die ubahn macht mir keine wirkliche angst mehr. und das ist zumindest auch gut.

es verlagert sich momentan fast alles auf nachts - die angst vor der dunkelheit, vor bösen menschen/geistern die hier eindringen wollen und mir was antun und dem kontrollverlust/schlaf. ich weiß nicht, ob das gut oder schlecht ist. gut für tagsüber, weil kaum mehr angst. schlecht für die nacht, weil große panik und zu wenig schlaf. schlecht für den tag, weil ich müde bin und mir es deswegen auch schlechter geht. aber vielleicht gut für den gesamtzustand, weil sich anscheinend die baustellen reduzieren.

jetzt bin ich wieder alleine zuhause (nur abends - ich weiß allerdings nicht, wie lang, vielleicht bis nach mitternacht) und muss damit klarkommen. ich will noch nicht schlafen (weil.. herausforderung wegen der angst) und ich sollte auch was für die uni tun. der plan ist: keine panik; bequem am sofa herumlümmeln; vielleicht sogar wegdämmern. das wäre schön. das wäre ein kleiner stärkebeweis für mich selbst. und auch der beweis, dass ich mal so müde bin, dass die angst sich verzieht.

und noch ne andere angst ist da - angst vor der angst - wegen den tagen nach der heutigen nacht. morgen fährt die mb weg und dann bin ich 2 nächte allein in der wohnung. (danach fahr ich zum freund, aber früher geht es nicht.)

große große berge, vor mir, über die ich drüber muss. und zwar lebend.

neues design.

die bilder sind von 2010, aus dem pekinger kunstviertel. war/ist eine installation. aber wölfe. angst. angriff. statuen. nicht echt. oder doch? was ist schon echt. beklemmung, trotzdem. deswegen.



4 stunden schlaf, wenn überhaupt. zumindest durch.
aber bis in die früh hab ich die angst mitgenommen.

adjustierungen.lösungen.jetzt.

es ist nach 1 uhr und ich sollte schlafen. ich muss morgen aufstehen und arbeiten. ich sollte schlaf brauchen.

* ich kann nicht schlafen weil ich nicht schlafen kann
* ich kann nicht schlafen weil ich angst habe

* ich habe angst weil ich angst habe
* ich habe angst weil es nacht ist und geräusche und nur die mb da - so aufgedröselt ist meine angst mittlerweile, dass sie sich nicht aufs "ganzalleinesein" beschränkt
* ich habe angst weil er nicht da ist (ich habe auch angst in der nacht mittlerweile, wenn er da ist und schläft)

ich würde mir mitternachtssonne und ein bataillon vertrauenswürdiger polizisten um mein bett aufgestellt wünschen. glaube ich.

viele dinge rücken in greifbare nähe, dinge, für die es leidensdruck braucht. leidensdruck mein freund. leidensdruck du nettes wort.
ich bin ein vernunftgesteuertes wesen, das sich von selbstverletzung, alkohol, unpassenden aktionen usw usf fern hält. ich versuche brav zu sein, nein, ich bin es. es fällt mir die ganze zeit auf den kopf.
ich hab tabletten, die ich nicht nehmen sollte, weil sie scheiße sind (abhängig machen). ich überlege so, sie zu nehmen (aber natürlich auch hier... kontrollverlust. aber es ist eine der wenigen möglichkeiten, die mir jetzt möglich zu sein scheinen)
ich überlege mir, gegen mich zu gehen. aus wut.

vorhin hat mich die katze nicht schlafen lassen und ich bin gleichzeitig auch erschrocken über meine wut gegenüber der katze. ich schlucke die wut. unmöglich, sie rauszulassen. aber in mir drinnen ist so sehr der wunsch, auch ihr zu schaden. wie ich mir schaden könnte, im moment. oder allen. ich würde mir wünschen, dass eine der möglichen bedrohungen (einbrecher, gespenst) auftauchen würde, damit ich meine wut zeigen kann.

so bleibt es nur... angst. weil ich - um zu schlafen - mich in eine schutzlose position begebe. verdammt schutzlos, in meinen augen. also kann ich nicht schlafen.

und ich finde keinen scheiß ausweg.

* freund - eine staatsgrenze und ein scheißfahrplan (250 km) dazwischen, noch dazu zu teuer, um das irgendwie jeden tag zu fahren. er muss arbeiten, ich muss arbeiten. hurenscheiß.
* freunde - in den nächten denke ich, ich habe keine. vielleicht stimmt das auch. die nächte lassen den begriff "freunde" in die schublade "muss auf dich aufpassen; hier schlafen und dich schützen; oder dich bei sich schlafen lassen" rücken. und natürlich müssten diese freunde auch selbst vertrauenserweckend sein.
* hotels/hostels (da liebäugele ich mit mehrpersonenräumen). a) ich weiß nicht, ob das so möglich ist, in der eigenen stadt. wenn man drei gassen weiter wohnt. b) teuer, scheißteuer c) erklärungsbedarf. sehr viel. d) vertrauenserweckende andere? e) freie plätze?
* psychiatrie - da habe ich eine wunschvorstellung, dass die mich über nacht dort schlafen lassen, auf mich aufpassen und mich in der früh meiner wege gehen lassen. ich weiß aber, dass es definitiv nicht so sein kann. leben ist ja kein ponyhof. (ein ponyhof wär auch schlimm.) außerdem ist das sicher auch teuer, selbst wenn
* eltern - sind momentan zu weit weg (fahrplan, kosten) - und selbst wenn: zu viel erklärungsbedarf, zu unüberwindbare hürden
* kampfhund. (na, oder einfach nur: hund.) - unmöglich, wegen den katzen. (und überhaupt. bin ja auch kein hundemensch. würde mich dann wohl vor dem hund fürchten.)
* zudröhnen - der einfachste weg, anscheinend. ist aber gleich mit kontrollverlust, weswegen ich mich - rein der logik zufolge - auch einfach ins bett legen und schlafen könnte. kann ich aber nicht. der vorteil am zudröhnen wäre, dass ich es schrittweise machen würde und auf dem weg in den kontrollverlust auch keine angst mehr davor haben würde.
* mich als problem zu beseitigen - scheint mir keine lösung. bzw. eine zu endgültige.
* in nachtzügen schlafen. wäre definitiv eine schöne lösung. woanders sein, im zug schlafen... aber: teuer, fahrpläne und ich hätte wohl kaum mehr zeit, meine dinge hier zu erledigen. arbeiten zum beispiel. und mich um die katzen kümmern.
* sachen packen und ganz weglaufen. geht nicht weil: geld (keines), katzen, das ganze organisatorische (wohnungen, rechnungen, studium, arbeit, etc etc ... ich könnte kaum je wieder zurückkommen, so schlimm wärs.)
* für nachts cafés suchen, die offen haben und mich den dingen widmen, die ich ohnehin tun sollte. (lernen, schreiben, lesen). aber wann schlafe ich dann? tagsüber arbeite ich. und die paar stunden rundherum? erscheint mir noch eine der möglichsten lösungen, in meinem kopf fühlt es sich aber furchtbar kompliziert an.
* sicherheitstechnische lösungen für die wohnung: selbstgebastelte werden nicht funktionieren (katzen!), anderes vermutlich auch nicht (ich denke da an... bewegungsmelder, die sicher auch auf katzen anschlagen)... und noch anderes ist zu teuer (sicherungen an türen/fenstern/gespensterkleiderschränken bla)

das eine ist die nachtangst. als die angst auch noch tagsüber stark da war, da war das einschlafen wie ein wegsterben - ich war fest davon überzeugt, nicht mehr aufzuwachen. aber ich konnte schlafen. gut.

jetzt: nicht mehr. ich habe die ganzen letzten wochen zu wenig und zu schlecht geschlafen. (und das vermutlich auch nur, weil ich mich konsequent dazu zwinge.) und ja... jetzt bekomme ich - eine normale, typische angst, keine panik - davor, noch etwas zusätzlich zu erleben, was ich bislang nur als wort ohne bedeutung kenne... schlaflosigkeit. ich will nicht. man muss ja schlafen, oder?

es reicht, finde ich, dass ich in meinem leben ganz viel entbehrt habe: eine schwester, eine mutter, liebe, anerkennung, finanzielle sicherheit, eine zeitlang auch essen, ruhe, sicherheit. und jetzt auch noch.... den schlaf?
was will man mir noch wegnehmen?

meine sprache hab ich zeitweise auch verloren und zweifle immer noch an ihr. viel bleibt mir gar nicht mehr übrig.
ich will unerstürmbare festungen in mir haben, mit dingen, die ich mir sichern kann. da gibt es nichts mehr, anscheinend.

ich mach mal eben eine pause -

Sonntag, 1. Januar 2012

zweitausenddings.

sowas ähnliches wie hoffnung. optimismus. ha. letztes jahr immerhin zu silvester bin ich gegen mitternacht durch häuserschluchten gelaufen und hab mich gefürchtet. dieses jahr hab ich irgendwann sogar die viel zu nah an mir abgeschossenen raketen ignorieren können. menschenmassen in der ubahn. mitternacht im zentrum. ok. (nicht mehr aber, und es ist seltsam, mit einem mauen gefühl durch lauter enthusiastisch feiernde junge leute zu laufen. ja, ich kam/komm mir alt vor. ich weiß ja, dass ich es hinter mir hab.)

und schon bin ich wieder verlassen und vor neuen ... herausforderungen. (unüberwindbaren hindernissen). ich werde es versuchen. wegen dem neuen jahr. dem nicht aufgeben. weil einer meiner vorsätze für das jahr ist, es hinzukriegen, allein die nächte zu verbringen. (in der hoffnung - irgendwie ist es ja pervers - damit belohnt zu werden, dass ich sie in zukunft kaum noch allein verbringen muss.)

und ich würde gerne weg. ich würde wirklich gerne weg. ich komme mir immer noch vor, als wäre meine lebenszeit knapp bemessen und ich müsste die dinge jetzt endlich mal tun, weil ich nicht ewig zeit hab. ich würd gern nach china zurück. ich würd gern nach korea. in die mongolei. nach indien. immerhin muss ich nicht die angst vorhalten, ich hab schlicht kein geld für sowas. beste ausrede ever. (wir können ja weiterreden, wenn mir jemand geld geschenkt hat.)

ich will nur in einem jahr ein stück weiter sein. wirklich weiter.
(ich sag ja... hoffnung, optimismus... was sich auch gleich wieder in eine ungesundes disziplin!vorsätze!machwas! verwandelt, aber... was solls.)

zuerst wird morgen arbeiten gegangen. und weiter gelernt. und etwas daran gearbeitet, dass ich wieder unter die leute komm. irgendwie.
und was sonst noch als vorsatzsoldaten in meinem kopf jetzt aufgereiht ist. furchtbar, furchtbar.