Seiten

Freitag, 4. Mai 2012

und noch mehr überleben -

heute wirklich die meiste zeit geglaubt, ich würde draufgehen. vormittags halsweh bekommen, dann heiß-kalt-schübe... mit schwitzen, danach zehn minuten eiskalte hände, danach wieder schwitzen... ich hatte keinen schimmer ob mir kalt oder warm war. gleichzeitig so ein seltsamer schwindel, die luft zu dick zum atmen, der himmel zu schwer, bewegungen zu anstrengend. und trotzdem hab ich einen schritt nach dem andern gemacht, noch einkaufen, eine straßenbahn, aussteigen, noch eine zweite straßenbahn, zur uni laufen: dann gottseidank gesellschaft bekommen, abgelenkt gewesen und gut wars...
am anfang im kurs hatte ich noch ein bisschen den nostalgischen schiss von wegen "wenn jetzt eine panikattacke kommt, blamier ich mich vor 5 profs/lektoren" (waren heute alle versammelt)... weil es mir heute ähnlich dreckig ging wie zu beginn des horrors - langsam ist es echt lang her und da merke ich eigentlich, dass es sich doch verändert hat. dass ich eigentlich viel besser klar komme als vorletzten herbst oder letzten frühling... wo ich wirklich dauernd in ganz akuter todesangst war, die ganze zeit dachte, ich kippe um...

trotzdem war der tag nicht der feinste... ich hab geschwiegen und wäre am liebsten verschwunden, ich konnte es nicht ertragen, dass ich anschaubar war...

trotzdem in den pausen mit den kollegen geredet, den einen prof angeredet, ob ich die seminararbeit auch noch nächste woche abgeben darf (offizielle frist ist vorbei, aber ja klar darf ich noch) und den anderen prof an eine email erinnert.

und dann nach hause fahren (in begleitung der mitbewohnerin, also viel tratschen) und einkaufen und noch mal einkaufen
(hm, ^^ als würd ich nix andres machen. nein, einkaufen untertags heißt schlicht, dass ich mir mittagessen und getränke organisiere (und zigaretten) und/oder gelegenheitskäufe (heute zB tee aus dem bioladen, das hatte ich schon länger vor und der ist genau neben meiner arbeitsstelle) und dann später noch zum dm wegen kosmetikkram und katzenfutter und später noch in den normalen supermarkt für die ganzen sachen für 2 leute & wochenende & kommende woche.)

am abend habe ich noch rumgestresst, essen gekocht, davor waren wir uns kurz den zirkus ansehen (es gibt lamas, kamele (sehr viele), esel, pferde, ponys, zwergponys, gänse, einen hund, viele ziegen, ein paar verschiedene sorten kühe...

so - und jetzt müde, noch immer ein bisschen angstgefickt, mein oberkörper ist nämlich im arsch, ich hoffe, es sind nur die muskeln, ab und zu reißt es mich her, wenn ich atme, also so ein stechen durch den ganzen brustkorb, als würd sich da reflexartig was zusammenziehen...

jetzt: den letzten kram zusammenräumen, lesen, schlafen.

überlebenüberleben -

alle wege hingekriegt, wenn auch knapp vorm todesängstigen& weinen, ein bisschen feuchte augen zeitweise.
prüfung gemacht, war leicht, hätte alles wissen müssen, hab aber eben zu wenig gelernt gehabt
im kurs dann einmal ausführlich wortgemeldet, mich gescheit gefühlt, das geht dort aber leicht (weil es nicht mein hauptfach ist, sondern nur so ein nebenbeiliteraturwissenschaftsdingsbums. als mensch, der sprachen mit schriftzeichen versteht (und davon auch noch mehrere) ist man dort irgendwie hoch im kurs zeitweise^^) (ich red mir ja auch wieder alles klein, typisch.)

beim heimfahren wieder halb abgekratzt, volle straßenbahn, zuviele gerüche zuviele seltsame menschen einfach schlicht ZU VIEL -
trotzdem heim geschafft.

neben unsrem zuhause hat gerade ein zirkus seine zelte aufgeschlagen, also wirklich: gleich neben der haustüre. und irgendwie ist das toll, aber natürlich, es wäre ja nicht ich: der gedanke, dass die einen tiger haben und der ausbricht... ^^ - einer meiner beliebtesten & bekanntesten alpträume, freilaufende tiger.

(in den nächsten tagen möchte ich übrigens die situation begutachten. und tiere streicheln. und die geheimen tiger & löwen finden. wäre sehr excited, wären da wirklich welche. huuu. dann sind es nicht mehr die gespenster in der nacht, sondern die tiger, die übers gerüst hereinkommen. spaßhalber schon gesagt, ich nehm jetzt immer nen beutel whiskas mit aufm weg zum bus.)

(ach... ich red heute zu viel.)

gestern war ich dann um halb 9 zuhause (endlich... um kurz nach 8 geh ich ja ausm haus.) und bin 2,3 stunden noch immer nicht runtergekommen, nervös, gestresst, -
dann ins bett, ein paar seiten stephen king lesen ("die arena"... nostalgie! hab in meiner kindheit/jugend irrsinnig viel stephen king gelesen und mich gefürchtet und so viel in meinem kopf gebunkert davon. und auch, wenn ich doch recht anspruchsvoll geworden bin ich sachen literatur: ich find ihn verdammt gut. und die arena beweist es mir erst recht wieder.)
- und dann schlafen, wirr träumen, aufwachen... mit viel überwindung gleich duschen/haare waschen, zusammenpacken, frühstück machen, kaffee, und.. arbeit.

heute wird es wieder ein langer tag, aber aufgrund von glücklichen umständen habe ich wenigstens eine verdammte pause zwischen arbeit und uni. und dann uni bis abends.

und morgen möchte ich eigentlich aufs land fahren... mal sehen.

Donnerstag, 3. Mai 2012

egalegal

*gleich koreanischzwischenprüfung muss ich dazusagen ich habe nix gelernt? ich habe nix gelernt, nein, ich bin sogar da gesessen und hab ein paar sachen abgeschrieben und immer in der stunde begreife ich und vokabel tauchen auf und flüchten wieder; aber ich habe nicht gelernt, es ist nicht mein schwerpunkt, es soll nie mein schwerpunkt sein, trotzdem ist es eine prüfung; eine prüfung ist immer eine prüfung. ich will zumindest kein totalblackout vokabeltechnisch haben.
* angst taucht auf in kleinen mengen, ich sage nicht, sie sind bewältigbar, aber ich wedle sie weg; ich schiebe sie unter teppich; ich verstecke sie hinter dem heizkörper: da ist meine beengte brust, da ist mein herz, das komisch klopft; immerhin weiß ich noch von beidem
* noch immer keine anrufe getätigt, ich habe das gefühl, es gäbe noch mehr rechtfertigung danach; egal, es wird kommen, irgendwann, wenn ich mehr zeit habe, wenn ich alt bin; dann wird die therapeutin verstorben sein und die nummer einem reisverkäufer gehören; dann werde ich eben reis bestellen, gottverdammt.
* ich sollte dies und jenes; ich bin eine kleine maschine, die das immer abspult, im gespräch mit kommilitonen; ich sollte und die eine seminararbeit und die andere seminararbeit und jetzt sagt mein prof sogar, ich soll wegfahren und im ausland recherchieren (von welchem geld? von welcher zeit? haha.), aber egal, dann werde ich im sommer eben nach berlin fahren; staatsbibliothek und suchen, es klingt aufregend, aber es ist etwas, dass ich aus meinem herzfleisch schneiden muss: mein gottverdammtes geld, das ich nicht habe (zugfahrt? vielleicht bei freunden, bekannten schlafen, so viele hab ich in berlin nicht, gar nicht, eigentlich) und essen, das muss ich überall. und eigentlich will ich nach china; aber ich bin hier eingemauert... alle um mich fliegen wieder weg, ich weiß nicht, woher die alle das geld haben, ich bin schon wieder im minus, ... ich kaufe keine kleidung, ich gehe nicht aus, ich bezahle das nötigste und kaufe normal essen ein, meistens für 2 allerdings, weil wir zu 2t sind und jetzt habe ich seit letztem freitag noch eine haushaltsversicherung und eine unfallversicherung, das ist gut und vernünftig, und kostet natürlich geld (ich gehe arbeiten, ich verdiene geld; alle anderen verdienen aber mehr: das ist aber nur logisch in meiner welt, oder? mehr verdiene ich schließlich nicht!) - die unfallversicherung versichert mich, wenn ich sterbe oder verunfalle und dann invalid bin, die vorstellung gibt es in meinem kopf (und ja natürlich, ich habe im gespräch angemerkt, dass ich ein bisschen psychisch gaga bin aber da ich ja arbeiten gehe und so, bin ich ein normaler mensch, ich kann also versichert werden, auch wenn ich so oft an blöde sachen denke); also jedenfalls massig geld für den fall, dass ich im arsch bin (und nein hier gibt es keine logische konsequenz - aber ich befürchte eben, ich kann noch tiefer fallen als ich bin: und dann wäre GAR KEIN geld mehr da. für diesen fall ist also hiermit vorgesorgt. und selbst für einen knochenbruch würde ich geld kriegen, das ist natürlich blöd, dass ich mir davor schon den knochen gebrochen hatte und nichts bekommen habe, sondern allein gelassen wurde und arbeiten durfte und mir jetzt immer selbst sagen muss: du warst ja 5 wochen krank quasi, klar, dass du da keine seminararbeiten geschrieben hast und du bist ja arbeiten gegangen trotzdem und wie viel hättest du noch machen sollen bitteschön... aber immer wieder sagt mir dann die stimme im kopf: du trottel, hast du den gips am bein oder am kopf gehabt? es hätte dich nicht vom schreiben abhalten sollen, es ist nur deine faulheit -

nichts zu der angst: die angst ist meine privatangelegenheit, ich bin ein vollwertiger, normaler, verantwortungstragender mensch in arbeit, uni und freundeskreis, deswegen werde ich auch immer mehr missachtet, weil ich natürlich nichts mehr auf die reihe bekomme.

und zurück:
* ich sollte schreiben verdammt, immer wieder, dauernd, ich schreibe es immer und tue es nicht: weil ich müde bin, weil ich gelähmt bin, weil mir ein 12-stunden-tag reicht und ich hätte gerne einen 50 stunden tag, aber ohne diese müdigkeit und ich will weinen und hab keine zeit dazu und immer wenn ich einen halben tag im bett liege, könnte ich mich dafür umbringen und es macht mich noch schwächer und trauriger und verdammter... ach fuck, ich bin einfach nur  müde. und ich halte durch. ich gehe arbeiten, ich gehe zur uni, ich gehe in die bib, ich gehe einkaufen, ich gehe frühstück machen, ich gehe mich duschen, ich gehe radfahren, ich gehe müll runterbringen, ich gehe eine rauchen, ich kann noch, es geht noch, es tut nur so weh.

ich will nach china, ich will reisen, ich will anerkennung, ich will dünn sein (tatsächlich... auch wenns banaler scheiß ist, aber ich bin mir so sehr zu viel), ich will zeit zum philosophieren und schreiben haben, ich will das schreiben genießen, ich will alkohol genießen können, ich will nicht alle zwei tage kopfschmerzen haben und sowieso und überhaupt.

ich katze beiße mich die ganze zeit in den schweif und wundere mich, dass es weh tut. na klar.
egal: jetzt ein bisschen koreanisch lernen und dann prüfung und dann kurz in die bib und dann in einen kurs und dann nach hause, dann gntm schauen und dabei so gelähmt sein vielleicht noch einkaufen zwischendrin und dann schlafen und dann um 7 auf frühstück machen rauchen kaffee duschen arbeiten bla... schweif, katze, umfall.

Montag, 30. April 2012

zeit verschwenden #4956

tagesabläufe.
morgens gut; früh, funktionell. pausen; musik.
später verläuft sich das ganze: in schmerzen; angst; angst vor schmerzen. in luftstarren; gedankenlähmung; ablenkung. schlafen, träumen, produktiv.

ich bin hintennach mit der arbeit, lerne aber, lerne gerne, aber maximal für 5 minuten. ich lese, lese viel und lange, lese aber so, als würde ich am stand laufen. (murakami, untergrundkrieg. für eine hypochondrische ängstlerin die perfekte lektüre, alle zehn minuten stelle ich mir vor, sarinvergiftungssymptome zu haben.)

gestern an den fluss gefahren, es fühlt sich gut an; es fühlt sich vor allem lernbar an: da ist der hohe turm, vor dem es mir immer schon schwindelt, dann sitzt man am gras; ist so nah am boden und oben drüber so viel himmel, der einen verschlucken kann. aber ich gewöhne mich daran. auch wenn ich möglichst nur auf gras/wasser schaue.

schlafen funktioniert, weil beschützt.
die hitze nervt.
und fernweh, viel zu viel fernweh.

ich müsste mich so anstrengen, um in der nächsten zeit die sachen auf den weg zu bringen, die mich in einem jahr weiterbringen können - warum gerade jetzt? ich hätte so gerne eine pause, und dann... aber nein: weiter, weiter.

letzte woche hab ich mich auch noch selbst der erniedrigung ausgeliefert, gespräch mit dem prof über die arbeiten, es war furchtbar, ich kann kaum sprechen und wenn, dann fühlt es sich so dumm an. (und das ist nicht nur der subjektive eindruck. objektiv war das auch beim besten willen eine lächerliche vorstellung.)
aber scheinbar gefällt mir diese erniedrigung ein bisschen.

Mittwoch, 25. April 2012

kein mut.

unten

so: kopfschmerzen
mo: arbeit, einkaufen, radfahren, physiotherapie, ab dem späten nachmittag kopfschmerzen
di: uni, lernen, test, bibliothek, bauchschmerzen, schwindlig, ganz schnell ganz tief runter rutschen, am heimweg weinen, zuhause so unendlich leer und sinnlos

immer früh schlafen, früh aufstehen. in der früh hat das leben noch ein bisschen logik, am nachmittag verliert es die. dann ist alles nur beweis für meine biomülligkeit.
ich hoffe halt, es wird wieder besser.

gestern war schon eine spitze, ein bisschen wut hat mich immer zu gepackt und ich hab herumgeflucht, so dass andere leute sich angesprochen gefühlt haben. (war aber nur allgemein an die welt gerichtet) - und dann weinen und streiten, weil ich nach hilfe suche und keine krieg, nur provokation und keine aufmerksamkeit.

immerhin hab ich wieder angefangen, chinesische serien zu schauen. mach ich immer, wenn ich keine einzige möglichkeit habe, irgendetwas anderes gut zu finden. das ist der letzte rettungsanker. weil ich sonst nicht wüsste, was ich tun sollte. (mir fehlt ja auch die kraft, aktiv zu hassen, es ist immer nur so ein deppertes selbstmitleidsgefühl.)

Montag, 23. April 2012

kopfweh weg, neuer tag neue woche neuer start, bla. irrsinnig viel zu tun, morgen eine prüfung, muss heute lernen, vormittag arbeit, abend physiotherapie, will mich mehr bewegen, muss schreiben usw usf.

ich hab gerade herausgefunden, dass ich dunkelgrün wald/see-farben marmorierte sachen mag und will jetzt sowas. (schuhe, kleidung, notizbuch, irgendwas in der farbe.)
außerdem eine kleine kaffeemaschine und einen coolen reiskocher. (im sommer, wenn ich das geld habe, wird das angeschafft.) und vor dem sommer noch einen kleinen neuen ipod. (heute ist ein ich-will-dinge-tag, ich muss mich wohl vor amazon hüten.)

Sonntag, 22. April 2012

warum ich meine mitbewohnerin hasse, an solchen tagen.

und das muss auch gleich mal raus mit dem wut auf die welt:

* weil sie mich allein lässt, wenn sie genau weiß, dass ich nicht klar komme und sich null drum schert. und spaß hat, obwohl sie eigentlich auch anderes zu tun hätte und dann an all den anderen tagen sich bei mir beschwert, dass sie soviel stress hat.

* weil sie abends ewig am klo sitzt. (ich würd öfters gern was sagen, weil ich immer wieder warten muss... ich würd ihr auch gern sagen, wenn sie nicht ne halbe stunde über ihrer scheiße thronen würde und erst nachher kurz vorm rausgehen erst spülen würde, dann würd es auch nicht so stinken.)

* weil sie schuld daran hat, dass meine lieblingsschüssel kaputt ist, weil sie mein lieblingshäferl zerstört hat, weil sie einige meiner anderen geschirrsachen und töpfe geschrottet hat. ohne sich dafür zu entschuldigen. für sie sind das gebrauchsgegenstände, für mich war das meine lieblingstasse aus paris. und wenn sie mir jemals mein allerallerlieblingshäferl aus china zerstören würde, ich schwöre, ich mache ALL ihr geschirr kaputt.

* weil sie nicht abwaschen kann. alles ist fettig und dreckig nachher, ich hab ihr zugesehen, sie wäscht mit bloßen händen ab. ohne schwamm. kein wunder. ich wasche sehr oft doppelt ab, also ihr bereits abgewaschenes nochmal. oder fische fettige teller oder besteck mit essensresten aus den kästen.

* weil sie kaum putzt im rest der wohnung. zimmer ja, küche meistens, aber das klo hab ich sie noch nie putzen gesehen. und sie ist immer extrem liebenswert, wenn sie mir erklärt, sie habe grad eine blasenentzündung oder vielleicht ist es auch ein pilz... dreimal dürft ihr raten, wer dann die toilette dauernd putzt.
staubsauger hatte sie noch nie in der hand.

* weil sie so scheißegoistisch ist. als ich mein gipsbein hatte, hat sie herablassend von ihrem gipsfuß und bänderrissen erzählt. hab ich schmerzen, erzählt sie von viel größeren schmerzen. als meine panikattacken anfingen und dauernd ins krankenhaus lief, hat sie von ihren "selbstmordversuchen" in der pubertät erzählt. habe ich grad was dringendes für die uni zu erledigen, hat sie garantiert tausend mal mehr stress. und dauernd erklärt sie mir, wie dringend sie nach uniabschluss arbeiten muss, weil es ja so schlimm ist, dass sie jetzt vom geld ihrer eltern lebt. ... das erzählt sie einer, die sich neben dem studieren selbst erhalten muss. lol.

* weil sie es jeden tag schafft, den badezimmerspiegel zu verschmieren und verspritzen. ich hab es ein paar mal ausprobiert... um den spiegel so schnell so dreckig zu machen wie sie, muss ich sehr energisch mti nem mund voller zahnpasta direkt auf den spiegel spucken. (natürlich putzt sie nicht.. bzw. manchmal "putzt" sie es und dann hat der spiegel einen dreckschleier, weil sie es nur verschmiert)

* weil sie öfters ihr essen in der küche unabhängig von ihr selbst kochen will. sprich: töpfe auf den herd, weggehen, in ihrem zimmer ewig telefonieren und hoffen, dass sich das essen von selbst kocht. wenn ich nicht wachsam wäre, hätten wir schon ein paar mal feuer gehabt hier.

usw usf.
ach, suderlaune, überhaupt. fühle mich wie ein wunder schwamm. fühle mich so entzündet. fuck. ja, mein kopfweh verändert sich pausenlos, das ist das gute daran, da bleibt ein rest hoffnung (nämlich, dass es in ein paar stunden erträglich ist, endlich) - es baut sich auch langsam auf, in der früh gings noch, mittags wurd es unerträglich bis jetzt... wandert aber vom hinterkopf/nacken über die stirn nach vorne zu augen und zähnen und schläfe. bin noch nicht konzentrationsfähig.

gestern bin ich bis nachts nach eins allein gelassen worden. das darf man nicht. man darf mich nicht allein lassen. ich hätte gerne einen behindertenausweis dafür. oder eine zuständige behörde. ich hab mich kaum wbewegt nach 9 uhr abends, aufs klo gehen war jedes mal ein abenteuer und ein messer hatte ich immer in griffweite (kam auch aufs klo mit)

und heut ist wieder so ein tag, wo ich reflektiere und mir denke, wie arg das ist, dass ich arbeiten gehe und mein studium abschließen will, wo ich eigentlich so gar nicht lebensfähig bin... aber ich bin so scheißgut im verstecken. es glaubt mir ja niemand, dass ich große probleme habe. ich muss nur vernünftig bleiben. ich muss an hoffnung glauben. ich darf es nicht überhand nehmen lassen. fürchten bis zum fast sterben ja, aber bitte nicht aktiv sterben wollen. weil ja zu wenige warnzeichen da waren. ha. weil ich ja noch immer nur eine scheißluxustherapie habe, die ich mir selbst zahlen kann, wo die therapeutin sich nicht schert, wo ich bleibe. weil ich ja nur luxusprobleme hab. weil es mir ja eigentlich gut geht. weil ich alles ja alleine bewältigen kann. scheiß arschlochwelt. und später wundern...
autounfall, zusehen.
ich hab so dummes zeug in meiner leseliste. echt. ich könnt kotzen. die leute schlagen. ihnen sagen, wie dumm sie sind. (mach ich nicht, ist ja klar. ok; mach ich, anonym.)
ich würd gern sagen, dass es mich echt nicht wundert, dass das kein leben mehr sein soll.
ich schäme mich, sie noch in der leseliste zu haben.
aber ich kann einfach nicht wegschauen.

(und das betrifft jetzt übrigens keine, wo ich relativ häufig kommentiere. wenn ich kommentier mein ich es ehrlich - und wenn ich nicht kommentier heißt das entweder, dass es so langweilig/pathetisch ist, dass ich keinen bezug dazu aufbauen kann oder dass ich nur was böses dazu zu sagen hätte... )

fuckitfuckitfuckit

ich soll das leben genießen, ha. 5 tage angst + stress, gefolgt von 1 tag angst+panik, gefolgt von 1 tag schlimmsten kopfschmerzen + panik. leck mich welt, echt. was soll ich so vom leben haben?

ich will schreien und meinen kopf an die wand schlagen. tu ich nicht. würde noch mehr weh tun. scheiß hurenkörper. es tut alles so weh. ich hab die kopfschmerzen jetzt 1x die woche. hurenscheißfick. den ganzen tag. ich kann nichts tun, obwohl ich es so notwendig hätte.

Samstag, 21. April 2012

fuck. angst. scheißwelt.

samstag

ausgeschlafen, bewegungsunfähig, löcher ausfüllend.
am vormittag hab ich noch am hoffnung geglaubt, jetzt nicht mehr. alles was ich tun kann ist die zeit weiterzubringen. sekunden totschlagen. essen, asiatische serien, musik, lesen. fuck.

Freitag, 20. April 2012

ein herz als stein. ja, ich dachte schon, das würde weh tun. tut es auch. ich weiß nicht, wie ich heute schlafen soll, ich weiß nicht, wie ich diese stunden rumkriegen soll, so viele, ich weiß nicht, wie ich das vorher ausgehalten habe, tagelang, wochenlang, ich versteh das panische rumgeheule von vorher, aber ich kann es nicht mehr, nicht ausgetrocknet, dieser plastikbeutelwasser hat jetzt eine betonummantelung und deswegen fühlt sich wahrscheinlich mein herz als stein, der weh tut. da ist etwas, aber es darf nicht raus.

und ja, all das hängt wahrscheinlich zusammen, in letzter zeit bin ich einfach nur ein arsch; schwer auszuhalten, immer beschäftigt, nie offen, nie gefühlvoll, wahrscheinlich, wie auch: wenn alles begraben werden muss, weil es sonst unkraut ist und beim umschneiden/jäten noch viel mehr weh tun kann -

(zyklisch ist der scheiß auch, mein ganzes leben kommt mir vor wie ein weg, auf dem ich mir in kleinen abständen selbst tiefe gruben grabe, dann hineinfalle - ich bin sehr dumm - und dann lange, sehr lange brauche, um hinaus zu kommen, um sofort wieder eine grube zu graben, weil ich nichts anderes kann.

keine anrufe erledigt diese woche, ich hab noch immer nur die theoretische psychotante, die mich vermutlich schon vergessen hat, aber ich werde sie brauchen, ich brauche sie, weil sie einer der arbeiter ist, die diesem scheiß betontank das ventil aufmachen können, nicht, dass sie befugt wäre, ich würde sie nicht befugen, aber es ist eine möglichkeit und irgendwo muss es raus und wenn nicht bei einer psychotante, die ich bezahle, wo dann? aber anrufen muss ich nächste woche einmal und mir nach diesen monaten endlich mal wieder einen termin ausmachen -.-

ich bin so dumm. ich weiß. ich lebe nicht.
gestern geschafft, von zuhause aus nochmal allein durch die ganze stadt zu fahren für ne diskussion und wieder zurück. ein nettes mädchen kennengelernt, mich beruhigt, fast dran geglaubt, dass alles normal werden kann.

abends druck. so viel müssen.

ansonsten les ich im moment viel zu viel onlinezeitung, twitter etc. die ganze woche über schon die norwegensache, seit gestern die unibrenntsache. (sich die chronologie der ereignisse auf der institutsseite anzusehen, ist erschütternd; trotzdem denke ich, dass kasperltheater noch weniger zu irgendwas führen würde. konstruktive vorschläge wären halt ein hit. aber so involviert bin ich nicht, dass ich mich dran beteiligen würd.)

heute wieder den ganzen tag stress: arbeit, uni, noch mehr uni bis abends. ohne pausen. aber egal. ah und dann ist er weg, übers wochenende. ich bin nicht ganz allein, aber ich fürcht mich trotzdem davor. werden wieder längere nächte.

Donnerstag, 19. April 2012

am arsch. so unten. was wäre ein lichtblick??
- und mein körper ist im einklang mit meiner seele. ha. klingt schön, oder? nur, dass sich schmerz/lähmung auch auf meinen körper überträgt, mein rücken fängt an zu blockieren, muskeln verkrampfen. vielleicht verwandle ich mich in einen stein.
ich will nach hause, tagelang schlafen, wissen, dass ich nichts muss.
nicht all die anforderungen und keiner davon entsprechen können. dreck, ich.

Mittwoch, 18. April 2012

scheißtag -

aber wenigstens nicht in großem stil. nichts, was eine unmittelbare katastrophe in meinem leben wäre. immerhin.

* ein freund einer freundin ist gestern gestorben, ich hab heute mit ihr geredet, ihr geht es dementsprechend.
* mein professor ist heute nicht an der uni aufgetaucht, obwohl ich mich die ganze woche wegen dem kurs gestresst hab und mich aber auch gefreut hatte, ihn wieder zu sehen.
* war also umsonst an der uni, hab mich irrsinnig über dumme kindergartenstudenten geärgert, die dumme gespräche führen ("für welche kurse muss ich am wenigsten lernen, die nehm ich"... bla. ) und nur den ganzen tag bei zu lauter musik am campus herumlungern. (ja, ich weiß, ich bin spießig. aber es gibt eben orte, um party zu machen und zu chillen; und es gibt orte, um zu lernen.)
* meine kopfhörer sind kaputt gegangen.
* hab mir an einem beschissenen wasserhahn fast die hände verbrüht.
* nur ungute gespräche geführt, vom gefühl her
* busse und straßenbahnen nach der reihe verpasst
* überhaupt alles und jeden gehasst
* flasche umgeworfen, sauerei aufputzen müssen
* noch immer keine nachrichten, noch immer kein einziges gutes scheißding

-

die nächte machen mir sorgen. erstens, weil es für mich so unverständlich ist, dieses schlafen und diese dunkelheit und dieser zyklus, der sich daraus ergibt. ich versuche mich anzupassen, so gut es geht. (ich schlafe durch, von mitternacht bis halb 8 früh) - aber es hat so sehr den beigeschmack etwas seltsamem. als würde ich mich verkleiden. vielleicht weil ich immer nie an den nächsten tag glaube.

im moment strenge ich mich an, normal zu funktionieren. mit menschen reden, arbeiten, arbeiten. ich weiß nicht, wo das wieder hinführen wird, aber besser als zittern und weinen ist es.

Dienstag, 17. April 2012

arbeit und angst.

eigentlich keine schlechte mischung. heute den ganzen tag auf der uni verbracht. vorm weggehen ein bisschen panik gehabt, es lief aber. in der bib und im unterricht und draußen immer gut abgelenkt gewesen. heimweg ok, wenn auch mit kleinen panikanschubsern. jetzt... ich fühl mich ein wenig fahrig (gestresst) und hab ab und zu die angst, die mir auf die schulter klopft. mein magen spinnt, mein ganzes verdauungsdings ja schon seit einiger zeit; ich huste viel, hab stress mit meinem hals (alles von der angst gemacht, nix verkühlt) - mein rücken ist ohnehin ständig verspannt, gestern hatte ich wieder das tolle kopfweh, aber heute gehts derweilen.

ablenkung ist verdammt gut. auch wenn es mich in zweifel wirft, weil ich nie genug weiß und nie genug tue.

Montag, 16. April 2012

beschäftigungstherapie

gestern den ganzen tag abwechselnd abgelenkt & übersetzt, am abend war ich tatsächlich mit der übersetzung fertig. (ist für einen wettbewerb, heute ist einsendeschluss und wenn ich mit dem arbeitskram fertig bin am späten nachmittag, wird das aufgegeben!)

dafür eine veranstaltung versäumt, weil ich auch akut bauchschmerzen und durchfall hatte. (war also gut, nicht hinzugehen... mich plagen aber gewissensmonster, weil jene menschen, die ich dort getroffen hätte, auch immer gut mit gewissensmonstern arbeiten...)

heute vormittag endlich was lang aufgeschobenes fertig gemacht, jetzt ein bisschen weitermachen & organisationskram - dann in die stadt fahren für ein arbeitstreffen.

später: post, einkaufen und mich zuhause in die uni-arbeit schmeißen. das ist der plan.

wie es mir dabei geht: viel druck, den ich überall spüre (warum werde ich wohl magenschmerzen haben, again), abwechselnd zwischen absolutem selbstzweifel und hoffnung/motivation. eine bekannte vorhin hier getroffen und seltsam mit ihr geredet - ich verlerne das, smalltalk, normal. bäh.

immerhin glaube ich noch an wunder, das kann ich noch -

und was ich sonst die woche erledigen müsste:
koreanisch nachlernen (ich bin so inkonsequent), hausübungen
seminar vorbereiten
seminararbeiten, masterarbeit; übersetzen, schreiben, recherche
psychotante anrufen (ich hab es noch immer nicht getan - seit anfang februar ist schweigen.. auch irgendwie eine belastung, weil ich nicht weiß, ob ich mich nicht sehr falsch verhalte... ich hab mich ja am anfang entschuldigt wegen dem gipsbein, dazwischen hat sie sich noch mal gemeldet und ich hab geschwiegen, weil ich telefonieren hasse - und seither gar nichts mehr (außer, dass ich wenig zeit dafür hätte) )
zahnarzttermin ausmachen (der gesichts/kopf/zahnscheiß quält noch immer...)
mich endlich mal wieder um die literatur kümmern

Samstag, 14. April 2012

ewig radgefahren.
schwindel danach immer auf eigenen beinen.
in etwas futuristischem, großen sitzen, essen, angst.
essen, angst.
hunger.
trödeln, inspirieren lassen, trödeln, man kann es nennen wie man es will.

Freitag, 13. April 2012

wie es laufen soll.

(die pläne. das grundgerüst im kopf; das selbstaufknüpfseil um den hals, peitsche, zuckertraum, all das.)

* ein übersetzungswochenende im mai
* seminararbeiten fertigschreiben, abgeben
* masterarbeit vorantreiben
* anfang juli für einen tag oder zwei aus land fahren aus schönen gründen
* mai, juni, juli literarischen scheiß fertigmachen und einreichen
* bis herbst etwas herzeigbares literarisches haben, aufgrund dessen was mich die ganze letzte zeit herumtreibt
* über den sommer für die sprachprüfung lernen
* verreisen, je weiter, desto besser - und am besten in unbekannte länder
* seminararbeit schreiben
* herbst: sprachprüfung, masterarbeit fertigmachen, masterprüfung
* anderen besseren oder zweiten kleinen job finden
* früchte der arbeit ernten

das plagt mich alles auch den ganzen tag, jeden tag. ob es klappt, wie es klappt, ob gar nix davon klappt und ich noch mehr ein bündel selbstmitleid sein werde, je später es wird. 
weil es auf jeden einzelnen tag ankommt. und ich mich mehr und mehr dahin schleppe und weniger an mich glaube. 

das schlimme ist, dass nach all diesem ein großes fragezeichen steht... die zukunft verläuft sich immer mehr, ich werde älter und planloser. vor ein paar jahren hab ich zumindest gewusst, wie es in die nächsten jahre weitergeht... jetzt: bis nächsten winter. weiter nicht - ich kann das beste hoffen und das schlimmste befürchten. 

die unterschwellige möglichkeit zu sterben.

ich hasse das, wie es immer mitschwingt.
jede minute kann die letzte sein.
na klar. ich hab mir tausend mal das gegenteil bewiesen. nichts in mir glaubt es.
nichts in mir glaubt, das recht zu haben, fünfzig zu werden. oder sonst etwas. oder doch: ein ganz klein wenig hoffnung - das ist das, was die angst schmerzhaft macht. weil die hoffnung immer die ist, auf der herumgeprügelt wird.

und ich überlege: was mit meinem kram, der offen herumliegt. angst, von früher, verräterisches zeug liegen gelassen zu haben. meine eltern haben mir beigebracht, das alles mit scham besetzt ist. meine schmutzwäsche. meine persönlichen aufzeichnungen. sachen, die einfach nicht von allen ecken aus approved sind.
verrückt -

egal, konzentration, konzentration.
mein internet spinnt übrigens heute, baut seiten nicht richtig auf, kann nicht kommentieren etc etc. gespenster gespenster.

Donnerstag, 12. April 2012

regenerierung

oder ein versuch. bin verwundbar.

vormittags im büro den computer angestiert. nicht viel gekonnt. müde, sehr müde. so getan, als wäre alles normal. (arbeitsberg häuft sich und ich hoffe, dass endlich mal das können zurückkommt. verdammt.)

nachmittags nach hause, ein bisschen herumgewuselt, ganz vernünftig gewesen, physiotherapietermin gehabt, davor recht müde geworden, trotzdem pünktlich hingekommen, physiotherapie war gut/hat funktioniert, ...
am heimweg dann eine leichte panikattacke, weil ich magenschmerzen hatte und das gefühl, löcher in der luftröhre zu haben (man atmet, aber es fühlt sich an, als ginge das im hals verloren. im endeffekt vermutlich irgendein softie-hyperventilier-scheiß, von wegen nicht tief durchatmen und zu viel drauf konzentrieren, aber mittendrin in der angst ein scheußliches gefühl.) gleichzeitig abendsonne und flimmerpunkte vor den augen, wegsterbgefühl. nachhause und wieder runter kommen. abend ok. gekocht, tv, genervt, aber ok. ich will jetzt schlafen, ohne angst, scheiße träumen und morgen einen besseren tag haben.

und meine träume endlich in erfüllung gehen sehen. ich arbeit nicht allzuviel daran, aber ab und zu unternehm ich dinge in richtung was-ich-erreichen-will und dann will ich depressives scheißdreckdings bitte endlich auch mal wieder eine gute reaktion bekommen. weil woher soll sonst der glauben an mich kommen - -

Mittwoch, 11. April 2012

godzilla ansehen. fällt unter
* ist eh schon egal, ich kann mir sowieso alles imaginieren
* eigentlich sogar beruhigend im vergleich zu vielen anderen filmen. nicht die toten stehen im mittelpunkt, sondern die unbeschadet überlebenden
* muss immer daran denken, einmal gelesen zu haben, horrorfilme wären für (normale) menschen eine möglichkeit, sich mit (ur)ängsten zu konfrontieren, auf die sie normalerweise selten bzw. erst sehr spät treffen. angsttraining, quasi.

den nachmittag herinnen verbracht. keine großen ausflüge die woche. stabilisiert ein bisschen. nur ein bisschen. dunkelheit ist trotzdem bedrohlich. und der eigene körper & seine schwachstellen.

heute ist in der nähe meines arbeitsplatzes jemand gestorben. (also ein paar straßen weiter, war in den nachrichten) ... beschäftigt. andererseits sterben rundherum ohnehin jeden tag so viele menschen. im geheimen. in dieser stadt sterben jeden tag einige menschen. das ist für mich immer etwas absurd... ich hab noch nie jemanden sterben gesehen, noch nie einen toten, nur immer davon gehört/gelesen. eigentlich fällt es somit in dieselbe kategorie wie monster. es gibt sie in erzählen, aber ich habs noch nie selbst erlebt...

hm. okay, genug unsinniges geschwafel.

dämmern -

gestern doch früher nach hause, noch draußen allein im grün gegessen und fette käfer überall. (also, schwarz und zweikirschengroß, apokalyptisch.) einkaufen und straßenbahnfahren mit hipstermädchen, die mich anstarren. (sie war so schön lächerlich. doc martens an wie frisch gekauft und noch keine zwei schritte gegangen damit und den rest aufgepudelt wie ein deutscher modeblog. und erdäpfel in der hand.) dann war da ein sonnenhund am himmel; ein viertel sonnenhalo, sehr deutlich, sehr blendend. ich wieder die einzige, die da raufschaut. (diese ignoranz.) (die menschen schauen nicht in die sonne.) (und wissen ihr lebtag nicht, dass es sonnenhunde gibt.)

(http://de.wikipedia.org/wiki/Nebensonne - sichtbar, wenn ein kleiner wolkendunstschleier über dem himmel liegt. oft in der abenddämmerung, aber auch untertags an so tagen, wo die sonne nach viel wolkenzeit durchkommt. frühlings. und herbst. wenn man zarte, hübsche wolken, federn, etcetera am himmel sieht, ist es sehr sinnvoll danach ausschau zu halten.)

nachmittags abgestorben in: bewegungslosigkeit, rückenschmerzen, kopfschmerzen, zahnschmerzen, kopfschmerzen, gesichtsschmerzen. fiebrig. müde, nicht geschlafen. gejammert, geweint wegen diesen zahnschmerzen, die furchtbares ankündigen. (finanziell unleistbare schmerzen. fuck this. als würde eines von beidem nicht schon reichen: schmerzen und jahresgehälter loswerden müssen.)

(die auflage für heute: wenn am nachmittag die zahnschmerzen wieder da sind, wird angerufen und terminvereinbart)

trotzdem noch draußen gewesen, keine weiteren sonnenhunde, nur ein bisschen bewegung. schmerzen danach noch immer schlimm. fernsehen, essen, dämmern - und weg, schlafen ging wenigstens. (irgendwas hab ich geträumt, ich kann mich nicht mehr erinnern - etwas nicht zu schlechtes)

heute der erste arbeitstag nach einer ewigkeit wie es scheint - aber es waren nur 4 tage. ich bin noch immer fertig, ich brauch noch immer pause. (hm, nein: ich wäre nur gerne auf positive art und weise von diesen schmerzen befreit.) - ich geh eine rauchen.

Dienstag, 10. April 2012

anhaltend.

immerzu angst, jeden tag. eine vormittagsangst, eine nachmittagsangst, eine nachtangst.
als würde ich durch eine mühle gedreht - und immer wieder was nachgeschaufelt, was an mir hängen bleibt.
immerhin, ich hab es in die bibliothek geschafft. wirklich hier bin ich aber nicht... verdammt.

Montag, 9. April 2012

versuch zu normalisieren.

über eine stunde radgefahren, allerdings in der sicherheitszone.
gebacken. (und eier gefärbt.)
beim backen undefinierbar altes (scheinbar sehr altes) backpulver verwendet.
lebe noch.^^
hm.

ab morgen bin ich dann wieder ganztags auf mich allein gestellt.

Sonntag, 8. April 2012

unten.

gestern ganz schlimm. heute geht so.
als würde ich durch irgendeinen nebel laufen, der juckt, schmerzt und einen zu boden drückt. ich weiß nicht... ich weiß nicht, was das ist. so ein gemisch zwischen krankwerden, muskelschmerzen, großer angst, riesigen abgründen im herzen, verrückt sein, nicht existieren.
ich hab gestern den ganzen tag fast nur im bett verbracht, weil der zustand so unaushaltbar war. nichts, was ich bisher kannte.

heute hält es auch noch an, aber ich bin wieder zurück zuhause und kann mich ein wenig ablenken.

Freitag, 6. April 2012

diese woche ist eine woche voller angst. ständig kommt irgendwas hoch. panik. panikattacken. unwohlsein. bedrohung. manchmal schwanke ich, manchmal der boden. manchmal bin ich mittendrin und es geht, aber meistens bin ich irgendwo sonst.

heute in der früh schon arg das gefühl gehabt. das ist neu, meistens bin ich morgens von allem verschont. krankenhaustermin gehabt, röntgenbild genau angesehen, die bruchlinie ist für mich nicht mehr zu erkennen. (es ist also gut geheilt. und ich hab keinen kh-termin mehr. nur noch die physiotherapie.)

wahrscheinlich fahre ich am wochenende weg, also heute, aber mal sehen. organisatorischer aufwand.

gestern eine deadline abgearbeitet, danach aufgedreht gewesen, gezittert, dann noch eine gute nachricht von wem anderen gehört (die nicht gut für mich ist, aber ich bin einfach mit-aufgeregt) und dann noch mehr gezittert. ein bisschen bier getrunken, angst bekommen - nachts, die geräusche und dann doch geschlafen.
mich von der nachtangst in den "scheißegal und wusch, bin ich eingeschlafen"-zustand zu bringen, ist so leicht, wenn er da ist.

Mittwoch, 4. April 2012

kleinigkeiten.

die physiotherapeutin hat mich wegen meiner x-beine genervt. dass die nicht so sein sollen. dass das nicht gesund ist. dass das nicht angeboren sondern angewöhnt ist. ich war wütend, beschämt und angeekelt. still, ich hab meine zunge festgehalten. (ja, verdammt, ich habe gerne x-beine. ich stehe gerne mit durchgestreckten beinen, die zehen nach innen gerichtet, ich sitz auch gern so da - knie beisammen, unterschenkel nach außen. na und? leck mich doch... )
(und... folgeschäden? was ist dann mit der angst, dem rauchen, meinen furchtbaren zähnen? ich werde an wichtigeren stellen vorher abgefuckt sein, bevors zu meinen gelenken geht. und selbst wenn: ich kann damit leben. es tut ja jetzt auch weh. das ist in ordnung. es gibt schlimmere schmerzen in meinem leben.)

und dann: dieser spiegel da in ihrem zimmer. und ich soll mich da anschauen, bei den übungen, die pyjamahose über die knie raufgerollt. mir wurde richtig schlecht. ich war so verdammt groß. so fett.

(und sonst? ich bin viel zu hause jetzt, stimmung nicht gut, hungrig die meiste zeit, ich versuche, auf mich aufzupassen, (ich hab seit gestern eine schokoladenfreie woche, was eine immense sache ist bei meinen furchtbaren essgewohnheiten), ... nichts für panik, nichts für freude. ein tag, den ich später wieder vergessen werde...)

ängstliche tage -

gestern wieder an den montagstatort zurückgekehrt... schwierige sache, halb war ich innerlich am weglaufen, halb am herausfordern. ich bin nicht ganz durchgedreht. bin weitergefahren. hab gewartet. einkaufen, plaudern.

die gestrige angstspitze war dann stromangst:
bin mit einer freundin in einen neuen bubbletea-laden gegangen und just wie ich mich an die theke lehne, geht der strom aus. also komplett. der verkäufer sagt dann irgendsowas wie "da ist wohl jemand irgendwo falsch angekommen". und hat den schalter wieder umgelegt. kein weiterer kommentar. und ich, im kopf: krise, krise, krise. angst. was, wenn ich unter strom bin und nur irgendwo ankommen muss jetzt um einen stromschlag zu bekommen? was wenn... ich bin ja verdammte scheiße keine physikerin oder elektrikerin oder jemand mit normalem hausverstand. dafür jemand mit blühender phantasie.

die ganze zeit über hat mich die angst verfolgt und ein paar dinge auch in meinem kopf verrutschen lassen, der heimweg war irre surreal.

zuhause hatte ich dann auch erst mal deswegen vor dem händewaschen angst^^ aber irgendwann hab ich gemerkt, dass sich nichts mehr tut.

heute ist ein bisschen restangst über. (was, wenn es nur kleine schäden angerichtet hat, die ich nicht merke, aber dann tödlich sind, wenn noch etwas dazukommt? blabla...)

aber egal. das ist mein leben. mit diesem kopf voller scheiße muss ich klarkommen.

heute arbeit, dann physiotherapie, dann übersetzen.

Dienstag, 3. April 2012

allein herumfahren (& so)

ich möcht es nur kurz aufzeichnen.
dass ich in der arbeit sitze, jetzt auf der uni, dazwischen zu hause, einkaufen gehe und... fast normal bin. und dann fahre ich einmal weiter weg, quasi nicht in den sicheren bahnen, sondern irgendwohin, wo ich vielleicht ein paar mal im jahr bin (früher öfter), wo ich ubahn fahren muss, wo so viele menschen sind... und schon trifft mich der schlag.

gestern bin ich mitten in die stadt gefahren, um mir endlich mein koreanischbuch zu holen, von einer studentin, billiger als im geschäft. bus - ok. ubahn - ok, sogar relativ lustig, weil ich sie im letzten moment erwischt habe und dann durch die ganze ubahn durchgegangen bin. (well.. hätte ich wohl nicht tun sollen, das hat meinen puls schon raufgebracht.)

dann am ziel angekommen, warten: rausgehen. und da ist dieser weite weite himmel über mir. und dieser nahe boden. und meine beine dazwischen, zwischen dem boden und meinem gehirn und über meinem gehirn ist schon gar nichts mehr. plötzlich fühlt sich alles fremd an, bewegt man das eigene bein, den arm, ... es ist so seltsam. es fühlt sich dann alles falsch an. und ich fühl mich ein bisschen, als würde mich der himmel auf den boden drücken. (wie früher in den träumen, nur dass ich da echt am boden am rücken lag und nicht aufstehen konnte)

ich merk also wie es losgeht. und nein - ich kann nichts tun, außer durchzuhalten und nicht durchzudrehen. von außen seh ich ganz normal aus. hab ich in spiegelungen überprüft. ein bisschen ein steinernes gesicht (das ich momentan sowieso habe), aber: gar kein problem. keine geisteskrankheit von außen zu sehen.
aber innen drinnen... ich weiß nicht, ob ich sterbe, ob ich einfach zerplatze, ob ich auf ein kleines würfelchen zusammengedrückt werde, ob ob... nicht einmal vorstellen kann ich es mir, aber ein riesengroßes unwohlgefühl und die angst, die sind da.

ich habe also durchgehalten und mit der studentin dann auch noch ein paar minuten normal geplaudert. ab in die straßenbahn nach hause und: versuchen, runterzukommen. musik hören, lesen ging nicht, hab ich versucht, das hat aber der panik alle schranken runtergerissen. also nach draußen schauen, menschen, fassaden, details. und auch die menschen in der straßenbahn.

dann... fünfzehn minuten warten auf den bus nach hause. ich werde noch immer erdwärts gedrückt, die luft wird schwerer, schwerer zu atmen. ich gehe im kreis und konzentrier mich drauf. irgendwann kommt der bus.

und zuhause schaff ich es sogar noch auf den letzten metern musik zu hören, und zu hause... es geht. langsam geht das alles weg.

abends war wieder die übliche - nicht so schlimme - nachtangst. (er ist ja hier bei mir.) es kommt mir dann alles unsicher vor, es kann alles passieren. irgendwie habe ich immer das gefühl, es würde draußen vor den fenstern die welt untergehen und ich müsste aufpassen, dass ich es nicht verpasse und ohne vorwarnung am arsch bin.

und dann: geschlafen und morgens nicht aufstehen wollen. was ja eigentlich ein gutes zeichen ist.

der tag ist soweit heute ganz gut verlaufen, außer viel hetzerei, schlepperei und ein schmerzendes knie (also mehr als sonst... es tut nämlich permanent weh, das wird wohl noch eine weile so bleiben, aber ich merke es auch gleich, wenn ich es noch stärker belaste... )

in einer halben stunde geht es jetzt dann gleich nochmal ans ubahnfahren in unbekannte bekannte welten. und dann einkaufen & kochen mit freunden. und nicht durchdrehen.^^

Montag, 2. April 2012

interessantes interview.

"Ugrešić: Die Karaokekultur drängt uns, via Twitter, Facebook, Internet, Websites und Textnachrichten Spuren zu hinterlassen, und verschafft uns dadurch die Möglichkeit, an unseren eigenen Pyramiden und Grabsteinen zu arbeiten, solange wir noch leben. Sie bestätigt uns, dass wir leben und tröstet uns damit, dass wir auch nach dem Tod noch weiterleben – zumindest für eine Weile."

hier:  http://www.falter.at/web/print/detail.php?id=1605

das wochenende -

fahrt raus mit den fremden. ich bin irgendwie lang nicht mehr auto gefahren, hinfahrt hat geflasht. (all die lkws auf der autobahn -.-) - während der rückfahrt hatte ich mich aber fast daran gewöhnt. (well... wenigstens eine angst lässt nach, wenn man sich an sie gewöhnt. früher kannte ich das so im flugzeug: zuerst angst, dann egal. jetzt geht das meiste nicht mehr weg, bis ich vollkommen fertig bin und dann ist es nur eine verschnaufpause)

drüben war ich fast die ganze zeit im haus - außer den rauchpausen - auch abends ohne ihn, angst: dunkelheit, geräusche und rundherum ist der wald.
gestern abend zurück, auch wieder ein bisschen nachtangst, weil mir die wohnung so ungewohnt war.

die woche steh ich noch auf wackeligen beinen. der freund arbeitet jetzt immer ganztags. ich halbtags. die nachmittage hab ich für besorgungen und uni-arbeiterei, aber eben relativ frei - relativ unsicher. aber vielleicht kriech ich eh noch irgendwo unter, wo ich mich behütet fühl. (uni, bib, etc)

Freitag, 30. März 2012

müde; städtewechsel

sorry, dass ich auf die rückmeldungen noch nicht antworte, ich komme schlicht nicht dazu - lesen ja, aber antworten... danke euch auf jeden fall. (speziell der anonymen... immerhin ist der sinn des blogs damit ein bisschen mehr erfüllt :) )

ich gehe jetzt von der arbeit auf die uni, später gehts im auto eines fremden menschens ins ausland/in seine stadt (der freund hat es so entschieden, der zug ist ihm zu teuer. well. ich hoffe nur, die katastrophenbilder in meinem kopf gehen weg. abgesehen von milchmädchenstatistik wär es mir auch viel lieber, wenn, dann im zug zu sterben. nicht in einem von *weißnichtwievielenschlagmichtot*-autounfällen am tag. )

die letzten nächte hab ich komageschlafen, kaum geträumt, kaum erholsam, immerhin kein aufstehen in der nacht, aber dafür unglückliches aufwachen morgens - gestern mit einem furchtbaren schrecken, heute einfach... aufstehunfreudig.

(es regnet, es ist kalt. ich bin komplett fertig und hätt gern mal ferien. hahahaha, es SIND ja ferien ab nächster woche -.- ich werde es nur nicht bemerken. nicht wirklich. )

ich bin ein ganz klein wenig überfällig, die ganze woche war pms-mies, mir ist auch schwindlig und alles mögliche... ich will einfach nur, dass es weggeht. ich schäm mich so sehr für mich selbst, bin mir selbst zu viel und dazu noch ängstlich.


ein klein wenig angst davor hab ich jetzt auch, wie jetzt die stadt für mich wirkt. es ist nicht mehr seine stadt, es ist nicht mehr mein ziel, vielleicht ist es jetzt schon ein fremdes monster geworden, das meine konkurrenz ist. (oder vielleicht schließt das pms-monster denkvorgänge verkehrt rum an im kopf.)
aber verändern wird es sich. ich häng so sehr an städten, ich bin ihnen immer irgendwie emotional verbunden (wie andre leute mit andren leuten halt^^. ), also wird sich das wohl auch auf unsere beziehung auswirken. also von mir und der fremden-bekannten stadt

Mittwoch, 28. März 2012

kurzes durchdreh-update.

keine zeit für nichts. morgens bin ich froh, wenn ich soviel gehirn zusammenkratzen kann, alles sinnvolle einzupacken, nichts zu vergessen. dann arbeit, arbeit, uni, uni, erledigen, phsyiotherapie, einkaufen, bibliotheken, veranstaltungen - ob ich erst um 22 uhr oder um 19 uhr heimkomme, es macht kaum unterschied, danach bin ich wie gelähmt und kann weder mein gehirn anstrengen, noch geschirr abwaschen...

seit vorgestern auch eine furchtbare angst-beklemmungs-scheiß-dings im körper; in der luft; das sind wohl die hormone, früher war es einfach nur schlechte laune, jetzt ist es die hölle. pms setzt panik frei. und macht mich zum allerletzten dreck. gestern geheult und fast zigaretten am arm ausgedrückt. (ich bin ja sehr zahm und wehleidig. mir reicht der schmerz, wenn die glut ein paar millimeter von der haut entfernt ist.)

ich komm kaum zum essen und doch ess ich unterbrochen, sonst würd ich vermutlich auch nicht den ganzen tag durchhalten können. (ekel, logisch. also vor mir, dem körper.)
zeit die psychotante anzurufen etc hab ich natürlich auch nicht.

gleichzeitig wird das zukunftsloch immer größer und näher. masterabschluss und dann... die vision, dass ich in irgendwelchen unterbezahlten sekretariatsarbeiten mein leben versemmeln werde, wird immer klarer.

Sonntag, 25. März 2012

leben ist etwas zu seltsames.
ich kann es schlicht nicht begreifen. das existieren.
und ich rede jetzt nicht von den bienchenblümchen-phrasen à la "welchen sinn hat das leben?"
sondern ich stoße mich schon daran, dass alles so ist wie es ist, dass das mit dem atmen und dem bewegen und dem drumherum sein muss.
dass ich in meinem kopf sitze und in den anderen köpfen andere ichs.

beklemmung in der brust, die ganze zeit, wie angst, die festsitzt und wächst. unwohlsein. ich könnte mir übergroße monster draußen vorstellen und tausend tode hier drinnen. das einzige, was mir ein roter faden (zum festhalten) ist, ist das geschriebene. (die literatur.)

und was "im echten", im sichtbaren leben passiert: so viel, dass ich in letzter zeit oft nah am weinen bin, weil ich nicht weiß, wie ich alles zeitlich unterbringen soll. letzte woche war horror, stress von morgens bis abends, zuhause nur schlafen oder lähmungszustände.

gestern bei familienfeier verbracht, die ganze zeit nur an die verschwendete zeit gedacht.
heute immerhin irgendwie so verbracht, dass ich mich nicht ganz für die verschwendung hasse. (recherchiert, hausübung gemacht, geputzt, ein bisschen radgefahren)

morgen geht es schon wieder weiter mit von-früh-bis-spät-keine-pause. und zwischendurch muss ich überlegen, ob ich gleich mit dem freund am freitag mitfahre oder einen tag drauf alleine. hat beides vor- und nachteile. wobei... im moment überwiegt das gefühl, am liebsten keine sekunde von ihm getrennt sein zu wollen (und eigentlich bin ich das tagsüber fast die ganze zeit schon) - aber zumindest keine nacht ohne ihn verbringen zu wollen...
mal sehen.

Dienstag, 20. März 2012

langweilige tage.

(mich wundert es ja nicht, dass ich so gestört bin und dass das öfters ausbricht, dafür, dass ich mich so unterfordert fühle - )

aufstehen, morgenrituale, wäsche waschen, geschirr abwaschen, einen brief schreiben, die post fertig machen, müll runtertragen, zur post, zur uni, ein bisschen vokabel lernen, 2 kurse, in der bib sitzen und übersetzen, mittagessen draußen mit freund, wieder zurück in die bib, übersetzen, zwischendurch rauchen gehen, heimfahren, dm-einkauf, aufs sofa -

(ich mag dienstag eigentlich sehr. die drei stunden, die ich am nachmittag nur in der bib herumhocken kann. eigentlich wünschte ich mir, ich könnte die ganzen 7 stunden öffnungszeit ausnützen, aber ich bin zu faul, um ganz früh hinzukommen. und ja, die 2 kurse.)

jetzt sollte ich noch weiter übersetzen.
mir was wegen den texten morgen überlegen.

morgen dann: arbeit, uni, lesung.

zur ärztin sollte ichs auch noch irgendwann die woche schaffen, wegen einer korrekten überweisung für die physio.

Montag, 19. März 2012

erste physiotherapie gehabt. ganz nette dame. ganz unstressig. bissl teuer, aber mit viel glück krieg ich alles von der KK zurück.
mein bezirk ist soweit angstfrei. und obwohl ich da jetzt in letzter zeit so viel zeit verbracht hab, ist das krankenhaus vollkommen gefühlsbefreit, also der anblick. (die physiotherapie ist dort gleich um die ecke.)

jetzt bin ich müde, wir sollten aber noch mal raus und quer durch die stadt auf die uni für's erste mal in einer kleinen netten gruppe improtheater spielen. ich hoff, ich kann mich motivieren rauszufahren & ich hoff, die angst überfällt mich nicht. (das tut sie ja eh an sich gern, wenn ich mich gestresst fühl... und das fühl ich mich. zuviel zu tun & zu wenig erholung.)

meine psychotherapeutin sollt ich auch endlich mal wieder anschreiben, ... uff. war ja die letzten wochen komplett funkstille. und jetzt mal schaun, wann ich noch dafür zeit habe...

-

der cloverfield-scheiß verfolgt. naja. aber nicht schlimm. ich fühl mich gut beschützt, nachts.

ein paar zeilen zum roman geschrieben. festgestellt, woran es liegt, dass der roman in meinem kopf existiert (in 100 verschiedenen versionen, anstrengend.), aber nicht digital/auf papier. scheiß minderwertigkeitsgefühl.

Sonntag, 18. März 2012

zitatschnipsel zum aufheben -

am meisten für mich selbst, gerade gefunden - der unsterblichen seele stimm ich natürlich nicht zu, aber es ist trotzdem eine verdammt feine aussage:

Heller: Nach jahrzehntelangem Reflektieren und unzähligen Bemühungen, mir selbst und der Welt auf den Grund zu gehen, glaube ich, es geht darum, dass unsere unsterbliche Seele in einem sterblichen Körper auf einem Planeten, dessen Spezialität die Polarität ist, menschliche Abenteuer erfährt. Es ist ein intensives, häufig beunruhigendes und angstbeladenes Studium, das wir nicht schwänzen sollten. 

(aus einem interview mit andre heller, hier: http://www.falter.at/web/print/detail.php?id=1593 )

-

und gestern wieder ein schönerer tag, ein hoffnungstag. (einer der sagt: du musst nur mitten durch die scheiße durch, du überlebst alles, es geht.)

allein durch die stadt gefahren, dann einkaufen mit freunden, am abend mit eben jenen koreanisch gekocht und uno gespielt.

(heute ist so ein bisschen ein durchhängertag, kopfweh - ich hab gestern einen radler getrunken, der erste alkohol seit einem monat. vertrag anscheinend GAR NIX mehr.)

Samstag, 17. März 2012

der vorteil des zusammenlebens -

sich mitten in der nacht arge horrorsachen anschauen trauen. heilige scheiße. und kaum dazu distanz aufzubauen, die angst läuft mit. (macht aber trotzdem irgendwie spaß. hm, gestern cloverfield geschaut und das ist verdammt gut...)

Freitag, 16. März 2012

mittendrin

gestern ein anstrengender tag. arbeit bis 2, dann ein mittagssnack im park; heimfahren, kaffee & schokolade; zur straßenbahnstation laufen; proseminar (und dabei auffallen, weil man als einzige ein referat über ein buch halten will, das nicht auf der offiziellen liste steht); abendssnack unter sternen und bäumen am campus; straßenbahn&ubahn fahren; eine freundin wiedersehen, neue leute kennenlernen; englischsprachiges improtheater (als publikum, neu für mich, aber spannend/verdammt gut); heimfahren -

mit angst in brust&rücken; bauchweh, das zu magenkrämpfen ausgeartet ist bis am späten abend (unregelmäßiges essen; zuwenig; pausenlos unterwegs sein) -

im bett war ich eigentlich dann schon so müde, dass ich schlafen gehen hätte sollen - haben dann doch aber noch eine halbe stunde männliche und weibliche vornamen durchbesprochen... also zweisprachig, ob es die vornamen im anderen land auch gibt, welche blöd klingen, etc. sehr meditativ.

trotz des unwohlseins permanent... eigentlich ein guter tag.

Dienstag, 13. März 2012

im warmen leben.

jetzt hat der freund meldezettel, konto und einen 2jährigen telefonvertrag (hm, standard, immerhin.). ich habe kaum mehr nachtangst, nur ab und zu phantastische einfälle. (und anflüge von schlaflosigkeit; was aber wohl eher davon kommt, dass ich zuviel schlafe und zu früh schlafen gehen möchte - )

wenig angst, auch wenn ich noch panikattacken wegen kleinem scheiß haben kann. aber auch: einrosten, die emotionen sind auch weg. ein großer teil zumindest. egal. noch kann ich sagen, dass ich einfach jetzt noch durch die schmerzen durch will.

mein bein ist horror, auch wenn ich es immer mehr bewegen kann - und gefühlt bin ich den ganzen tag unterwegs - nach 5 wochen schonung ist das schon anstrengend. der knoten im bauch ist noch IMMER da, obwohl der blaue fleck schon fast weg ist. manchmal vergess ich ihn, aber wenn ich dran denk... nicht gut. (und meine hausärztin ist grad auf urlaub. hab mir meine physiotherapieüberweisung (noch muss ich eine suchen) von einem älteren herrn abgeholt, von dem ich meinen bauch nicht betastet haben möchte.)

und immerhin: ablenkung (auch wenn es langsam wieder richtung stress tendiert), viele menschen sehen (freundliche, bekannte - und seltsame fremde gestalten unterwegs), gute lektüre trotzdem weiterhin... und langsam passieren hier auch dinge, einladungen zu dingens, so etwas wie parties in kürze, ...

ich würde mir nur wünschen, dass ich mich tagsüber mehr konzentrieren kann, abends umso müder/erschöpfter bin - und dass diese phase auch vorbeigeht.

lieber runter UND hoch, als festgefahren sein, ein bisschen wie - abwesend sein.

Sonntag, 11. März 2012

ohne.

die letzten zwei tagen waren recht schön. na, eine erfahrung reicher.
der gips wurde mir mit 2 linien runtergesägt, das bein anzusehen war mir noch ekliger als ich es mir vorgestellt hatte (hatte etwas von einer leiche... oder zumindest jemanden, der sehr lange krank herumgelegen ist... im endeffekt ist es nicht so schlimm, aber auf den ersten blick wirkte für mich der unterschied so krass)

das bein zu bewegen und zu gehen damit war die erste stunde auch absolut unangenehm. hatte das gefühl, ich würde auf wolken balancieren - die muskeln rund ums knie sind ja alle schön weg gewesen, direkt über dem knie hatte ich so ne richtige mulde im oberschenkel, wo beim anderen bein die muskeln sind. mir war irrsinnig schwindlig.

seitdem ist es aber okay, ich kann - zwar nicht wunderschön - besser herumlaufen, ich kann es abwinkeln - bis zu einem gewissen grad, der aber jeden tag kleiner wird (also der winkel). und ich hab "schöne" schmerzen dabei, irrsinnig angenehme schmerzen. muskelkaterschmerzen, überdehnschmerzen, erschöpfterkörperschmerzen. mag ich.

der knoten im bauch ist noch da, spritze war am freitag die letzte dran, jetzt ist mein tagesablauf ein bisschen chaotisch geworden, weniger zum festhalten.

gestern war ich draußen, länger, es ging erstaunlich gut.

am montag muss ich mich bei meiner hausärztin wegen physiotherapie erkundigen, das wurde mir sehr ans herz gelegt. (und nachdem es die krankenkasse bezahlen muss wg. dienstunfall, ist es ja auch nicht schlimm...)

und dann wieder hinein ins "normale" leben. hoffen, halt.
hoffen, dass mich die angst mehr freigibt.
hoffen, dass ich das schaffe, was ich mir vornehme.
hoffen, dass er mir nicht davonläuft.^^
und hoffen, dass ich mein bein bald ganz normal verwenden kann. obwohl es jetzt irrsinnig schön ist, schon normal auf einem stuhl sitzen zu können, mit angewinkelten beinen im bett zu liegen etc... ich will radfahren, hüpfen, hocken, knien und im schneidersitz sitzen können.^^

ach und wenn die beine dann auch mal so aussehen würden, als wären sie von EINER person, dann wär das auch nicht schlecht.
im übrigen ist an allem jetzt auch ein bisschen ein abnehmgedanke gekoppelt: die ausrede ist jetzt weg - und langsam reicht es wirklich.

Donnerstag, 8. März 2012

hab jetzt fleißig mails geschrieben, um mich für heute und für morgen zu entschuldigen. seltsame mails, bescheidene, unterwürfige mails, obwohl ich eine verdammt gute ausrede habe, diese woche nicht auf die uni zu gehen. immerhin: 50% hab ich trotzdem durchgedrückt. zur veranstaltung heute abend WILL ich unbedingt und hoffe, dass ich nicht in stücke zerfalle. mir steckt angst in den knochen, ich weiß nicht wieso und ich weiß auch nicht wirklich, wie ich damit umgehen soll.

morgen weiß ich mehr, hoffe ich. weil morgen ein tag ist, vor dem ich mich auch rational ganz normal fürchte. vielleicht löst sich morgen schon viel von selbst -

weggleiten -

gestern der tag hat irgendwie bis zum abend funktioniert. mit panikattacken, aber es ging.
kaum war ich aber zuhause: kopfschmerzen, übelkeit, schwindel, frösteln, absolutes unwohlsein... ich hab mich zuerst wahnsinnig gegen das einschlafen gewehrt, weil es sich angefühlt hat, als würde ich schlicht das bewusstsein verlieren. dann bin ich doch unbemerkt eingeschlafen - vielleicht für 10, 15 minuten - oder doch eine halbe stunde? - habe kurz etwas gegessen und bin beruhigter eingeschlafen.

so kraftlos...

ich spüre das heute auch noch ein bisschen, bin aber zumindest ausgeruht. nichtsdestotrotz hab ich angst vor heute: vor dem vormittag, dem heimfahren, der spritze, der uni, der veranstaltung. es ist so viel. vielleicht zu viel. ob das wirklich davon kommt, dass es so viel mehr kraft kostet, mit einem gipsbein durch die welt zu gehen? (draußen und in der arbeit nicht richtig sitzen zu können, ständig herumzuhumpeln... )

zumindest will ich sehr auf mein sofa.

nur noch ein tag, tröstet mich der freund. stimmt: nur noch 24 stunden. dann bin ich im krankenhaus, dann geht die zeit hoffentlich zu ende, dann kann ich auch einen arzt nerven wegen dem bauchknoten, den ich noch immer habe.

Mittwoch, 7. März 2012

die letzten tage - balance.

geht die eine angst, kommt die andere. oder umgekehrt.
weniger bzw. zuletzt gar keine nachtangst. dafür leichte panikattacken und hypochondrischer kackscheiß. den knoten im bauch + fleck hab ich noch immer. heute früh meinte ich, blut in der toilette zu sehen. (auch immer wieder herzerfrischend) mein bein ist sowieso biomüll in verpackung... kopf und rücken melden sich auch. und wenn ich unterwegs bin, ist mir abwechselnd schwindlig oder ich atme nicht richtig.

gestern war ein seltsamer tag, er ging aber vorbei & alles zu erledigende wurde erledigt.
(mittlerweile ist der freund hier schon angemeldet und hat ein bankkonto. es ist also echt ernst.)
(noch dazu verpflichte ich ihn diese woche, mich so auf 40% meiner wege zu begleiten - also zum beispiel zur uni oder zu den außertourlichen treffen. (kriege aber trotzdem panikattacken, aber immerhin bin ich nicht allein) - jetzt hab ich ja noch eine gute ausrede.)

heute noch... heute ist ein nervenquältag, ich hab heute einen kurs bei meinem masterarbeitsbetreuer, für den ich auch noch eine seminararbeit zu schreiben hab. tzja. da tritt man halt nicht gern entgegen, wenn man nix getan hat. (aber immerhin hab ich ne gute, sichtbare ausrede.wenn auch nicht die perfekte ausrede, immerhin ist der gips ja nicht am kopf.)

heute ist es also anstrengung: hinfahren arbeit heimfahren spritze hinfahren uni heimfahren.

morgen kommt dann die absolute krönung mit hinfahren-arbeit-heimfahren-spritze-hinfahren-uni-hinfahren-veranstaltung-heimfahren, aber irgendwie werd ich das auch schaffen.. hoff ich. gibt ja doch ein paar pull-faktoren.

und dann ist schon freitag. hoffnung und horror zugleich. mit dem gips kommt ja nicht gleich jeder scheiß weg. ich fürcht mich vor dem anblick und dem fühlen vom bein. vor den ersten echten gehversuchen. und davor, dass ich trotzdem noch lang weiterspritzen muss.

Dienstag, 6. März 2012

der scheißknoten unter der haut ist noch immer da. und ein blauer fleck, der größer wird... und ich grab mir selber mein loch gerade, weil ich überall hinfahre und die leute glauben dann, ein gipsbein ist ein zuckerllutschen - und schauen gar nicht, ob ich bequem sitze oder irgendwas in reichweite ist, ich muss betteln darum -.- scheiß. das bein schmerzt den ganzen tag. gestern wegen der weiten fahrt auch noch eine schöne erstickungspanikatacke bekommen, viel angst, ungewohntes adrenalin im körper, gefühl vom freien fall -

heute ist ein einfacherer tag gottseidank - vormittags raus, um 2 zurück. aber das erste mal wirklich auf die uni -.-

Sonntag, 4. März 2012

+

zusätzlich: ein kleiner schmerzender knubbel im bauchfett, wo ich mir gestern/vorgestern die spritze gegeben habe. super.

die letzte woche.

ich träum schon davon, dass mir chinesische krankenschwestern erklären, der gips könnte mir erst am 15.5. abgenommen werden. ich hab die fast geschlagen. war sehr handgreiflich.
wenn mir das jemand am anfang gesagt hätte, dass es anfangs noch alles ganz easy ist und dann nach und nach immer schwieriger auszuhalten. die letzte woche wird die hölle.

zudem fängt diese woche die uni an. und termine, abends, stehen an.

montag:
arbeiten bis 1. dann ein arbeitstreffen. entweder ich knall mir die spritze auf nem abgefuckten klo rein oder ich entschuldige mich und gehe früher. tendiere jetzt eher zu zweiterem. dann also eine kurze zeit zu hause und abends ein langweiliges treffen in einer entfernten gegend der stadt.

dienstag:
vormittags wahrscheinlich ein amtsgeschichterl, nichts dramatisches, dann auf zur uni, zur bibliothek und zu zwei lehrveranstaltungen bis 2. die spritzenzeit zuhause geht sich also aus. dann ausruhen.

mittwoch:
arbeit bis 1, dann nach hause, spritze undsoweiter, dann am späten nachmittag uni.

donnerstag:
arbeit bis 2, dann nach hause, spritze, dann uni am späten nachmittag und dann abends ne buchpräsentation

freitag:
krankenhaus vormittags, am nachmittag uni aber vielleicht schreib ich dem lektor, dass es sein kann, dass ich es zu anstrengend finde und mal eher zuhause stundenlang mit beinerasieren beschäftigt bin. (oder mich an diese deformierte fettmasse, die schmerzen macht, gewöhnen muss. irgendsowas. vielleicht streichel ich auch ganz verliebt mein knie, wie etwas, was man mal verloren hat und dann zufällig wiederfindet.)

ich habe diese staubige, normale angst vor dieser woche. aber ein tag nach einem tag wird wohl wie immer vergehen.

es liest sich ja nicht dramatisch, aber man muss halt bedenken:
* ich kann nicht sitzen bzw. nur so irgendwie mit meinem hintern auf der äußersten kante balancieren, dabei zieht der gips mein bein nach unten, - ist also äußerst unbequem und spätestens nach ner halben stunde schläft mir das bein ein oder ich hab extra schmerzen. vom hintern ganz zu schweigen.
* wenn ein klo nicht groß genug ist, um mein bein ausgestreckt drin zu haben, muss ich übelst balancieren. (ausprobiert: ein klo im café, die tür/wand genau fast schon bei den knien, also keinen weg, mein bein zu verstauen - da muss man sich eben mit den händen auf der klobrille abstützen und mit nem halben meter abstand irgendwie gut zielen.^^ weil auf einem abgewinkelten bein allein kann man eben nicht balancieren.)
* ich lauf draußen mit krücken rum, beine nerven also (länger stehen tut auch weh, einfach wegen dem gips), aber zusätzlich merk ichs halt an den armen und für jede scheiß bewegung (brille raufrücken, haare aus dem gesicht, zigarette, handy, taschentuch) muss ich entweder stehenbleiben oder ganz langsam gehen udn dabei beide krücken in einer hand balancieren
* ich bin generell genervt von der situation, ich halte also weniger aus
* draußen: die blicke und die kommentare von menschen. von leuten, die ich kenne, ist es ok, auch wenn es mich nervt, zum 100. mal zu erklären, wie und warum; aber bei fremden... kotz.
(und an der uni darf ich es nächste woche sicher noch 200x erklären. oder ich häng mir ein schild um.)

ich hab immer mehr schmerzen im bein - an den rückseiten (thromboseangstfutter), an den vorderseiten, am knie. alles wär ok, aber bitte keine thrombose. bitte nicht.
nein, stimmt nicht, alles wär nicht ok. ich will, dass mein knie in ordnung ist, das röntgen am freitag in ordnung, der gips weg und alles wieder normal und erträglicher werden kann.

Freitag, 2. März 2012

die schlimmste krise durchgestanden für den tag; hoffe ich.
spritze - diesmal wenigstens tiefer als sonst; sehr viel psychischer und auch mechanischer widerstand. nach dem stechen dachte ich eigentlich, es wäre fein gelungen, später ist aber doch auch wieder blut rausgekommen. (unfähig)
jetzt der cappuccino, draußen frühlingswetter, ich griesgrämig. egal. es geht immer irgendwie weiter.

aber langsam wünschte ich mir, ich hätte im februar den gips am kopf statt am bein gehabt. ständig werde ich bemitleidet, man erwartet aber trotzdem volle leistung von mir. dankeschön fürs vertrauen, ihr perversen verrückten. es nervt... also entweder bin ich bemitleidenswert/krank/out of order oder ich bin voll leistungsfähig. kleiner tipp: zweiteres nicht. geht und maßregelt eure eigenen sklaven.

gipskoller

die letzten drei tage: hölle. ständig bin ich mir des gipses viel zu sehr bewusst, er drückt, mein bein schmerzt, mein bein ist schwer, mein bein ist zu warm, mein bein ist zu kalt, es kratzt, ... das alles füttert die thromboseangst, ich fürchte mich, trotz spritzen sowas zu kriegen; ich fürchte, die spritzen nicht richtig gesetzt zu haben; ...

ich würde mir den gips gern runterreißen, und die jungs haben das gut gemacht, dass ich das nicht kann. (beim spalt-liegegips hätt ichs ja schaffen können.)

es nervt so sehr. und noch eine verdammte woche...

ich habs satt... toleranzgrenze erreicht.

Donnerstag, 1. März 2012

und ist einmal die angst vor einbrechern weg
kommt eben wieder die angst vor einer thrombose/lungenembolie

hallo panikattacke... sich von sich selbst entfernen, nicht mehr richtig atmen können, herzklopfen - hallo hallo.

ich wusste ja schon gar nicht mehr, wie sich das anfühlt.

mein freund ist noch nicht da, gefühlstechnisch bin ich sehr knapp am abgrund, es stresst mich alles (arbeit - ist objektiv auch einfach irre stressig gerade; mein scheißbein; die situation hier; die aussicht auf das neue semester) -

ach, fuck. noch ein abend, noch eine nacht. noch eine angst.
bitte lass mir nix passieren -
bis morgen noch.
und dann bin ich wieder in sicherheit.

ich will einfach nicht sterben, wenn er nicht da ist.
deswegen hab ich angst, wenn er nicht da ist.
und weniger, wenn er da ist.

auch in den träumen kommt es oft vor, dass ich angst habe zu sterben/sterben muss und er nicht bei mir ist und das das größte problem ist -

Mittwoch, 29. Februar 2012

wenn das schlafen der einzige ausweg aus diesem großen gefühl von sinn- und hoffnungslosigkeit ist; man zusätzlich noch einige zeit des wartens zu verbraten hätte -

dann ist das sicher eine schlechte idee gewesen, sich einen cappuccino zu machen. fuck.
na, egal, ich bin eh immer schuld an meiner eigenen misere.

wenigstens hab ich noch ne wichtige mail abgeschickt.
noch eine rauchen und dann wieder probeliegen am sofa.

ich hab fast den ganzen tag dort rumgelegen und bin nicht eingeschlafen. und letzte nacht. man könnte mich ja eigentlich theoretisch im moment irgendwo strategisch einsetzen. ich würd zwar jammern und rumheulen, aber ich versprechs, ich würd nicht schlafen.
wie lange hält ein mensch ohne schlaf aus? also .... ein nicht gesunder, ein kaputter mensch? ein mensch, der nicht teil eines experiments ist, der überwacht wird?

oder... wie lange hält man mit so wenig schlaf aus? was wird passieren? was kann passieren?

mir tut alles weh. heute den ganzen tag zusätzlich noch gipskoller gehabt, der scheiß hat gedrückt und gedrückt und ich wollt einfach nur raus. viel heulen heute. und allein sein, natürlich, wie immer.
dreckswelt.

als hätt ich mich mein leben lang den anderen verweigert, im gegenteil. (ja, das ist der dank dafür. und ja, es ist mal wieder die phase, wo das vorherrschende gefühl ist, dass man nichts und wirklich gar nichts zurückbekommt.)

spritze heute sehr wackelig reingedrückt, hat wahnsinnig weh getan, blaue flecken von den letzten tagen, weil ich wohl angespannt bin und weil ich die spritzen zu hastig und zittrig reindrücke.

wenigstens sind die gefühle alle da. aber echt. wusste heute mittag nicht wohin mit meinem zorn. dann wohin mit der traurigkeit. usw. ein bisschen dankbarkeit blitzt dazwischen durch, aber das wird auch ständig abgewürgt davon, dass ich weiß, dass ich eigentlich irgendwann verdammte scheiße noch mal schlafen sollte... bloß wann...

heute nachmittag zusätzlich die bauarbeiten im haus, nein, nicht nur im haus, direkt vorm wohnzimmer - also auf dem balkon. und die trottel haben dann die fenster mit pappe zudingst. das wohnzimmer ist also jetzt abgeschlossen wie ein tatort. bei den anderen balkonen, die in reparatur sind, ist das nicht geschehen, wieder typisch. ja, nehmt mir die sonne noch mehr fort. wichser, geschissene. und der lärm. wenigstens sind die katzen auch mal durchgedreht und haben sich von mir trösten lassen. (heute mittag, im ärgsten heulkrampf nach dem heimkommen hat mir die eine katze die tränen ein bisschen vom augenlid geschleckt.)

ach, scheiß leben. definitiv.

es ist egal.

vielleicht schlaf ich später noch für eine stunde hier ein.
vielleicht werde ich anfangen zu betteln, dass er heute schon kommt.
vielleicht muss ich betteln, dass er morgen überhaupt kommt.
vielleicht werde ich nicht genug kraft zum heulen haben.
vielleicht werde ich zerspringen, weil das, was tagsüber passiert, mich eigentlich heulen lässt, aber wenn ich doch nicht kann.

ich bin immer mehr verschlossen. seit 2009, jeden monat ein stückchen mehr. jetzt sag ich kaum noch etwas, das, was ich sage, sage ich leise, abfällig oder auch mal in normaler lautstärke, aber abfällig. als wären worte verdauungsendprodukte. ich rede mit menschen, ohne sie anzusehen.

ich würde mir einfach nur wünschen, dass die schlimme phase vorbeigeht, einfach, damit ich weiß, dass sie wirklich irgendwann vorbei gehen wird. ich muss nicht unbedingt glücklich werden, aber ich will wissen, dass es besser sein kann.

ich will mich an die zeit zurück erinnern können, an die wachen nächte, den seltsamen appetit (ich ernähr mich in den letzten tagen hauptsächlich von butterbrot. butterbrot. wtf.), an das gefühl unter der haut, wenn man müde ist und alles am arsch.
ich will nicht hier mitten drin sein.

(und ich will dieses schwere bein endlich los sein. die wunden am fuß. ich will ein vollständiger, gesunder körper sein, wenigstens.)

aber nein, ich mache so weiter: nicht schlafen, weiterrauchen, schwer zu atmen, schon, übel, migräneflimmern hinter der stirn. draußen die welt, die die längste zeit nicht meine ist und hier ein nest, das meine bedrohung ist.
ich kann nur noch abfällig reden.
die meisten probleme der leute ringsum, die ganzen sachen in der arbeit, das, was mir als wichtig vorgebetet wird... alles nur so ein lercherlschas.

fuck.

sturm, laut. das windgeräusch an sich ist angenehm. aber die tausend eisenteile die ständig gegen die wände knallen... ich kann nicht schlafen.

2 stunden geschlafen von 11 bis 1, seit 1 bis jetzt mit schlafversuchen unterbrochen ein bisschen ausständige arbeit erledigt (immerhin), jetzt bin ich hier. mir ist schlecht, migränereste im kopf, müde, genervt. in 3 stunden sollte ich "aufstehen" und zur arbeit gehen. dann nach hause, spritze, weiterarbeiten, vielleicht schlafen - was an sich nicht wirklich möglich ist, da im moment im haus renovierungsarbeiten laufen, das heißt, es ist tagsüber auch saulaut.

dreck, einfach dreck.
ich bin nur wütend, ich bin nicht in stimmung, alles fallen zu lassen und zu sagen: dann habt mich gern.

ich würd ihn gerne dahaben, weil ich weiß, dass ich mich dann mehr aufs wegträumen und einschlafen konzentrieren kann. so bin ich ein bündel zeug, das ständig auseinanderdriftet und immer wieder vom lärm neu aufgewirbelt wird. so kann ich nicht schlafen.

ich frage mich, ab wann mein körper rebellieren wird gegen den ständigen schlafentzug. derweilen hole ich es ja nicht nach. schlafversuche tagsüber schlagen fehl, lärm, anspannung, zu tun, "schlaf auf den abend aufsparen" (was nicht funktioniert),...

morgen vormittag wird die arbeit auch komplett unlustig. unlustiger als normalerweise. und ab donnerstag fangen die kurse auf der uni an. fuck. weil: ich brauch kräfte dafür. kraft, meinen körper viel mehr als sonst mit mir rumzuschleppen (samt gipsgewicht und krücken und schmerzen). kraft, die ganzen blicke durchzuhalten. kraft, mir irgendwo in der arbeit oder auf einer uni-toilette die spritze reinzuhauen. kraft, nicht auseinanderzufallen in schreien und weinen, weil so viel im argen liegt.

fuck, einfach.

Dienstag, 28. Februar 2012

die mb zurück, andere gefühlswelt hier - weniger die angst, mehr das böse/schlechte, das gefühl, dass mich die welt um jeden preis ausrotten will, was solls. ich bin peripher. egal. hauptsache der migränescheiß vergeht beim nächsten schlafen und es geht irgendwie weiter. ich werd noch gelegenheit für wut und tränen und alles andere finden, nur nichts überstürzen. und ich hab die geheime hoffnung, dass dieses "leckts mich doch alle am arsch" mit dem selbsthass zu etwas besserem führt, als ich jetzt hier habe. so, als ob ich jetzt cool würde, weil ich scheiße dran bin und zynisch drüber. egal, egal. letzte zigarette, dann schlafversuche, draußen sturm.
doch keine arbeit (gottseidank), einstweilen nur herumschleichen und leiden (vor allem kopfweh, aber alles ist ziemlich scheiße), selbstputzen erledigt, jetzt überlege ich, wann ich am besten zur apotheke gehe. mal sehen, ob ich heute überhaupt zu irgendetwas fähig bin. raus muss ich auf jeden fall. scheiß schmerzen.

wir werden sehen

die 2. nacht alleine vorbei.
irgendwann gegen halb 1 eingeschlafen, bis 3; dann weitergeschlafen bis eben, halb 7. nicht schlecht, nicht schlecht. immerzu die katze am schoß. mit kopfweh aufgewacht, aber nachdem ich gerade festgestellt hab, dass die zeit angebrochen ist, wundert mich das nicht. vielleicht wird ja alles gut.

Montag, 27. Februar 2012

schlimmer gehts... ja, immer.

misttag. unglaublich schlechter schlaf, unglaubliche katastrophen in der arbeit, im endeffekt läuft es dann drauf raus, dass alles meine schuld ist. bin sogar allein mit dem scheißlift für ne zigarettenpause runtergefahren, weil ich so fertig/wütend war, dass es mir auch schon wieder egal war. (ich hatte zwar panik, aber ich war in stimmung dazu.)

dann zum arzt gefahren (neues spritzenrezept holen), dabei ganz schön böse gewesen, kinder aus dem weg geschubst. einkaufen, nach hause, baulärm. yeah. versuch zu schlafen, ging nicht.

spritze... war ok, wieder zu schnell gedrückt, wie immer, wenn allein. kleiner blutfleckstich, aber nix tragisches. kurz vor der spritze noch arbeitsmails verschickt, die woche wird anstrengend.

mein einer kurs fällt flach, ich bin also momentan am herumjonglieren, ob ich da drüber nicht ne große prüfung mach (über alle 4 semester gleichzeitig) - die müsste erst genehmigt werden, weiß also nicht, ob es geht - wenn nicht, verlängert sich mein studium um 1 jahr.
(ich kann schon seit letztem semester den elementaren sprachkurs nicht besuchen, weil ich zu der zeit in der arbeit sein muss und es einfach nicht umlegen kann. und es keine ausweichmöglichkeiten gibt. supi.)
falls es geht, hab ich aber auch den arsch offen und muss viel für die sprache tun. (weil normalerweise so großprüfungen nur von den native speakern abgelegt werden. ha.)

jetzt schwanke ich zwischen elend und arbeitswut, ich hoffe, die arbeitswut hält noch an. und irgendwann schlafen, zumindest mit 2-3 stündigen schlafphasen, das wäre schon was.

morgen kommt die mitbewohnerin, die ich in letzter zeit ausgiebigst gehasst habe, zurück, mal sehen, wie es wird. muss sie auch langsam darauf vorbereiten, dass bald mein freund hier auch wohnt. ^^ (immerhin, dann nerve ich weniger und sie muss auch weniger miete zahlen.)

heute abend: die seminararbeiten, die literatur, die sprachen. die nägel sollt ich mir auch neu lackieren.
morgen: vielleicht arbeit (obwohl freier tag, aber horror ist halt horror), dann eine freundin, dann die mitbewohnerin. party, sozusagen.
und ich darf morgen nicht vergessen, cappuccinopülverchen zu kaufen, wegen dem ritual, das ich seit dem gipsbein entwickelt habe. (prinzip: morgens koffein, nachmittags koffein. früher waren das stärkere sachen wie ein 2. löskaffee, ein redbull... jetzt ist es nur noch vollkommen übersüßter cappuccino. na, vielleicht genausoviel koffein, ich weiß nicht. es schaut aber nicht so gefährlich aus.)

und sonst so?
wunden an den händen, an den fingern, zu viele - wegen dem scheiß gips, die meisten. weil beim an- und ausziehen ich immer irgendwie mit den knöcheln am gips entlang radiere und mir die haut aufreiße.
und die katzen kotzen überall hin. konnte letzte nacht gerade noch irgendwie verhindern, bekotzt zu werden. immer wieder freudig.

was soll ich sagen... alles ziemlich scheiße. und das nicht mal so schlecht. ich stand vorhin in der küche, beim cappuccinomachen, dachte an die nächste zigarette (ich rauch so unglaublich viel derzeit) und hab kantonesisches liedzeugs gehört und... es war nicht schlecht.

ich bin wenigstens am leben, auch wenn es weh tut.
kaffeelesen: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/540656 (artikel zur "facebook-selbstmord-prävention"^^)

ich wollte nur irgendwo herumsenfen, dass ich das absolut sinnfrei finde. eigentlich richtig zynisch. wenn sich jemand entschließt, das dann auf facebook postet... und dann eine lächerliche facebookmail mit "komm, guck, irgendwie geht es immer weiter, ruf da irgendwelche fritzen an, das wird dir helfen" bekommt... klar, wird man sich davon abhalten lassen. *augenroll*

ich weiß nicht, irgendwie hab ich das gefühl, der großteil (derer, die das ganze nicht kennen) denkt noch immer, man kommt von 0 auf 100, von ungewaschenem zuckermundkind auf sterben. und dann würd ein "na komm, überlegs dir doch noch mal" helfen.

schlaf

und zwar so eine art, die man nicht merkt. wo man "aufwacht" und sich fragt, ob man wirklich gerade geschlafen hat. richtig helfend ist dann auch noch, wenn zwischen einschlafen und aufwachen nur ein paar minuten vergangen sind. wenigstens 2x hab ich heute nacht geträumt (das eine mal gabs im elterlichen garten tiger UND bär - bzw. die möglichkeit, dass beide aufkreuzen, weil sie schon da waren; das zweite mal war es ubahnfahren mit schwulen und koreanern ohne rausgelassen zu werden)

jetzt um 6 hab ich es aufgegeben. stimmt... vorhin im traum hab ich auch mal am sofa rumgelegen und hier einen blogeintrag geschrieben ;) und mein freund hat dabei zugesehen. ich wollte schreiben, dass, wenn man schlafen will, man einfach alles ausschalten muss und nicht den pc aufs bett/sofa mitnehmen darf, sondern rein garnix tun einfach.

Sonntag, 26. Februar 2012

ich wünsche mir schlechtes gewissen für andere leute.
und viel viel mitgefühl.
jetzt gleich wär nicht schlecht, aber wenn es mal zu spät sein sollte, dann auf jeden fall.

& again.

zuviele stunden, um sie zu zählen. zähne zusammenbeißen: durch.
ich weiß, im nachhinein bin ich ohnehin jedes mal überrascht, dass ich das nachhinein noch erlebe.

ich bin meilenweit entfernt von einer normalen auffassung der dinge. aber ich strenge mich an.

* es gibt hier irrsinnig viel zu erledigen. es ist so viel liegengeblieben. die uni-arbeiten. die recherche dafür. (nächste woche sollte ich es endlich mal in die bibliothek schaffen. humpelnd. was solls.) das durchlesen und klappentext schreiben von etwas längerem. die übersetzung für den wettbewerb. die übersetzung für die masterarbeit. das sprachenlernen. (weil ich wahrscheinlich koreanisch weitermache, es aber liegen geblieben ist seit der letzten prüfung. und das ungarische bleibt liegen, vor allem, weil ich nächstes semester kein geld für den vhs-kurs habe. die arme alte tante, die unterrichtet, sie wird mich vermissen. und mir fehlt noch der 4. teil eines japanischkurses, für den ich mich noch schwerer motivieren kann, weil ich seit jahren nicht mehr gelernt habe - es wird das meiste verflogen sein, erstaunlicherweise kann ich einfache sätze noch verstehen/sagen und manchmal tauchen vokabel in meinem kopf auf, die ich dort nicht vermute. und natürlich das chinesisch, das auch immer mehr nachlässt, je weniger ich mich damit beschäftige. und dabei meinen freund beneide, der jeden tag was zu übersetzen hat und jeden tag was dazu lernt.)
ach und schreiben: am 21. märz hab ich einen bezahlten auftritt. und da gäbs noch ein stipendium, wofür ich mich bewerben wollen würde, weil es zumindest geldprobleme lösen würde. und das buch ist ja auch noch immer in meinem kopf.

* ansonsten kann ich langsam schon runterzählen bis zum gips. übernächsten freitag, der 9. dann fängt der spaß richtig an. in ein paar tagen fängt ein neues semester an. neue kurse. neue aufgaben. die ersten tage noch hinhumpeln. (mitleid schinden, immerhin.) die sache mit meinem freund & seinem ortswechsel ist immer noch nicht ganz klar, der job noch nicht sicher. aber bald, hoffentlich.

* morgen: etliche aufgaben in der arbeit und wenigstens das funktioniert für mich gerade besser. dann sollte ich entweder morgen gleich nach der arbeit oder allerspätestens dienstag nachmittag neue spritzen holen bzw. das rezept dafür. 27 spritzen waren es bis jetzt. ich schätze, 15-20 spritzen werden da noch kommen.

* die therapeutin hat mich irgendwann angerufen und mir nachher noch eine sms geschrieben, ich hab nicht reagiert. ich will noch nicht reagieren. mal abgesehen davon, dass ich nicht laufen kann, also, nicht weit - und schön gesagt auf ein "telefongespräch, das sie mir anbietet" scheiße. der februar ist auch so schlimm genug. und ich weiß gar nicht, was man noch so reparieren könnte. ich muss mit meinen scherben leben, fertig.

Dienstag, 21. Februar 2012

mein auge zuckt schon so stark, dass ich kaum mehr sehen kann. ob er jetzt diesen unbeleuchteten weg
14 minuten
hergeht, an welcher ecke er wohl gerade ist? oder ob er gerade erst die rolltreppen von der station hochgeht. wieviele, nein, wie wenige menschen noch unterwegs sind? vielleicht ist er der einzige, der aus der ubahn aussteigt, es ist kalt und unter der woche, es muss seltsam sein, wenn niemand sonst aussteigt und niemand in der station ist
ich werde mich erschrecken wenn es läutet, ich hoffe, er denkt daran und läutet nur kurz und so sacht wie er kann
13 minuten
und dann werde ich mit meinem gipsbein über sessel und krücken und katzen stolpern und den schlüsselknopf drücken und dann die tür ein bisschen aufmachen oder zuerst noch zurückkommen und dieses letzte posting abschicken
mein auge vibriert richtig. was stellt der körper an, wenn man ihn nicht schlafen lässt? wieder bei offenen augen einschlafen? verbrennen deswegen leute mit ihren zigaretten im bett? ich sollte keine mehr rauchen, so müde wie ich bin.
12 minuten
meine nase rinnt
schlafenschlafenschlafen komm endlich und läute nicht an, klopfe nicht an, schreibe mir eine sms, dass du da bist, nein, schleiche dich herein - ich weiß, du kannst es nicht, ich werde mich schrecken, mein herz wird hüpfen
durchatmen
das geht auch nicht mehr richtig
wenn ich das posting abschicke bevor der countdown ausgelaufen ist, dann heißt es, dass er gegen die zeit gewonnen hat
11 minuten
weil dann werde ich auf post veröffentlichen klicken und aufstehen und ihm aufmachen und schweigen. nur später das browserfenster schließen.
weil schweigen manchmal besser ist. und manchmal ist reden, das einzige, was man tun kann. manchmal ist einem die sprache die waffe, sich selbst davon abzuhalten, in der welt umzukommen
10 minuten
wer gewinnt - er, die zeit oder - ?
oder ich, weil ich es genau geschätzt habe? ich vermute, er wird gewinnen, vielleicht gleich, vielleicht in zwei minuten
es war eine verrückte idee und hier und jetzt funktioniert es für mich. auch so kann man seine lebenszeit verschwenden und hätte ich tage warten müssen, ich hätte die minuten gezählt und dabei wahrscheinlich die größeren geschichten meines lebens beschrieben.
9 minuten
oder auch welche erfunden. die katzen spüren auch schon etwas, glaube ich, ich weiß nicht, sie haben doch ein bisschen erwartungshaltung - oder werden auch nur müde. ob sie es wissen? ob sie es wissen? oder wieder nur denken, dass die tussi überschnappt?
8 minuten
na komm, lass nicht die zeit gegen dich gewinnen, geh schneller - vielleicht bist du schon gleich hier, vielleicht bist du noch an der ampel. wenn du nicht ankommst, schreie ich - weil das hier dann die wahre große tragödie wäre. die katze miaut. und miaut und miaut, ich hab keine hand frei, sie zu streicheln, die andere macht turnübungen dabei den fauteuil zu zerkratzen, das miauen wird so fordernd, manchmal
7 minuten
gleich, gleich, streiche ich ihr über den kopf - oder meinem imaginären, ich habe so angst vor der schrillen bierbauchton
die katze ist hungrig. ich bin müde. und durstig. er wird alles sein. das hier ist die kleine seltsame welt. alles könnte ein schlussatz sein. miaumiau.
und doch ist es keiner und doch noch ein bisschen weiter. miaumiau.
wir sind die lautesten hier herinnen
6 minuten.
vielleicht schafft er es genau.
ich bin so müde. ich bin so müde.
mir tut alles weh. ich bin so müde.
meine hände langsam auch.
die katze lässt sich nicht vertreiben
geräusche, doch wieder, aber vielleicht sind es nur die katzen
5 minuten.
ich sollte mir den fluchtweg freihalten. zur tür, aufmachen. die flucht nach vorne also.
türen in diesem haus, geräusche, leute kommen und gehen.
jetzt setzt dieses vibrieren ein, das kommt, wenn man weiß, dass man lange genug gewartet hat, dass es gleich passieren muss. dieses vibrieren.
jeden moment.
4 minuten
oh gott. so anstrengende zwei tage. sollte ich schon aufstehen? weil er genau in drei minuten anklingelt? damit ich nicht vor schreck vom sessel falle?
ich hätte gern ein fenster das zur seite rausgeht, von der er kommt - wir haben zwar welche, aber die sind nicht geeignet, um rauszusehen, also so nach unten, ich würde ihn nicht sehen und zuviel zeug vor dem fenster
3 minuten
die uhrturmglockenriesenstanduhr schlägt schon wieder, zu früh zu früh -
gleichgleich. schlusssatzschlusssatz.
und dann macht es gut. respekt demjenigen, der sich das ganze durchliest. ich glaube aber kaum, dass es sich jemand antut. ohgott mein bein löst sich auf
2 minuten
mein gipsbein.
wahnsinn.
wann, bitte, wann?
ich will schon, dass mir die worte ausgehen.
was sollte ich noch sagen? gleich - gleich, gleich. ich würde es in einer sanften
vielleicht wird das mein vorletzter post, ich hoffe es stark, ich trenne nur ab und spamme, es ist mir bewusst, aber es ist eine möglichkeit die zeit verinnen zu lassen
27 minuten
das schreiben, die finger, das schnelle tippe und zu versuchen die gedanken zu bündeln, ich weiß gar nicht, was zuerst da ist, die gedanken selbst oder der schreibimpuls, es ist nicht echtes automatisches schreiben, aber es ist ein versuch der mitdokumentation. und noch immer sind die minuten so langsam. mein bein schmerzt, ich müsste mich hinlegen, ausstrecken, in einer halben stunde werde ich das auch tun können, ganz lang machen, die bequemste position für das bein
26 minuten
finden und für den kopf und den rücken, die alle gar nicht mehr wissen, wie das ist und wenigstens kann ich mir jetzt beweisen, dass es immer etwas zu schreiben gibt und sich das auch in kurven legt, auch wenn es sich um sich selbst dreht. kopfweh auch, vielleicht kommt morgen das kopfweh, dass ich immer habe, wenn ich nach stress lange schlafe, wie entspannung oder wie... endlich aufmerksamkeit für kopfweh haben, mein auge pocht
25 minuten
wenn er tatsächlich schon in der ubahn ist? oder erst aus dem zug aussteigt? hinüber geht zu den rolltreppen oder unten wartet und sich überlegt, ob er mir eine nachricht schreiben soll, vielleicht tippt er gerade?
24 minuten
ich bin durstig und will nicht aufstehen. ich bin gespannt ob meine berechnung stimmen, früher schafft er es eher nicht, vielleicht muss ich noch zehn minuten dran hängen oder zwanzig, nein stopp
mein handy hat vibriert eine nachricht, er ist in der ubahn, er meint, es wäre die hölle gewesen, naja, anscheinend war er nicht HIER. jetzt muss ich fast lachen. ich hätte tausendmal
23 minuten
lieber mit ihm getauscht. und ja jetzt ist er in der ubahn, jetzt kann es maximal noch 40 minuten sein, im allerallerschlimmsten fall, falls er sich unterwegs die schnürsenkel zubinden muss und von einem einhorn angeredet wird
also was war die hölle? aber ich glaube er hat auch nicht
22 minuten
viel mehr geschlafen als ich, vielleicht drei vier stunden und er hat seinen chefs heute erklärt, dass er aufhört zu arbeiten (weil er eben hierher kommt und im märz hier eine arbeit beginnt, also beginnt das echte leben jetzt wohl wirklich auch tatsächlich ganz echt glaubhaft)
ich bin so müde. ich sollte meine karteikarten noch zusammensuchen, die ich blöd angekritzelt hab, ich will doch nicht, dass er das liest
21 minuten
oder sonst irgendwas. es sind so viele karteikarten, ich hab am anfang welche durchnummeriert und dann eben mit der uhrzeit geschrieben meine katze miaunzt
sie sagt, sie will etwas essen oder auch gestreichelt werden und dann etwas zu essen bekommen
20 minuten
vielleicht spürt sie auch seine nähe schon, sie ist nämlich vernarrt in ihn, von mir lässt sie sich gar nicht so viel streicheln und ihn flirtet sie ständig an, aber das soll ruhig so sein, sie sind ein süßes paar
sie bekommt erst zu essen, wenn er hier ist
die karteikarten, aber ich will nicht aufstehen und auch müll hier und schreibdings und dieses posting noch sichern wielange es wohl noch dauert?
19 minuten
ich werde noch eine pause machen und dann wird mein letztes posting passieren und dann kehrt wieder ruhe ein. dann werde ich weniger angst haben und hoffentlich mehr sinnvolle sachen machen, obwohl ich diese postingwurst, die ich heute abend fabriziere auch nicht für ganz sinnlos erachte, es ist ein mitprotokollieren und ein weg, die zeit durchzustehen
18 minuten
ich habe sodbrennen, das macht der letzte smoothie und ich bin ausgetrocknet, ich will noch einen halben liter mineralwasser trinken, bevor ich schlafen gehe, aber ich will gerade nicht aufstehen, diese katze miaut mich die ganze zeit an, wie lange dauert es noch? geduld, geduld - die letzte stunde war eine sehr stille stunde hier in der wohnung, die leute mit elefantenfüßen und türenzuschlagen und schreien sind schlafen gegangen und auch all die dubiosen geräusche aber mir reicht die vorstellung, dass sie wieder geschehen, dass mich etwas
17 minuten
zusammenschrecken lässt - das reicht mir. das ist wie nach turbulenzen noch immer zittern und panik haben, dass es wieder turbulenzen gibt. in wahrheit kommt man immer mit der minute, in der man sich befindet, irgendwie zu recht: man erträgt den schmerz, die angst etc die man hat, aber man fürchtet sich gleichzeitig noch vor viel größerem schmerz/angst etc das ist das kreuz das wir tragen und
16 minuten
das ist nicht mal auf meinem mist gewachsen, ich habe es in einem osho-buch gelesen, obwohl ich dem esoterischen kritisch gegenüberstehe nur manchmal andere perspektiven, die neue gedanken im kopf bilden und dann kommt man darauf, was hier los ist, aber das blöde ist: es hilft trotzdem nicht viel. man versteht nur ein bisschen mehr.
15 minuten.
die letzten wetten werden angenommen.
41 minuten. in 4 minuten sollte er ankommen, noch so lange 4 minuten und dann noch der lange weg hierher, die ubahn wird auch extra langsam fahren, vielleicht verpasst er genau eine und wartet 7 minuten oder sogar 9 oder 10, das schlimmste sind die zweistelligen ziffern in der anzeige, ich weiß, ich bin verwöhnt, großstadtkind, aber zweistellig im winter ist furchtbar oder zweistellig bei der ubahn, während man so viel zeit hat, die gleise anzustarren -
40 minuten
ich will morgen nur lange schlafen und mit viel hunger und ausgeruht aufwachen, vollgeräumt mit seltsamen träumen aus der nacht, ich kann ruhig mit unbehagen aufwachen, wenn ich weiß, dass er neben mir ist, ich darf ihn aufwecken in der nacht und ihm von meinen träumen erzählen, er kriegt es zwar nicht mit und vergisst alles, was ich in der nacht mit ihm rede
39 minuten
aber er ist da und beweist mir, dass die realität doch  manchmal nicht das furchteinflößendste ist. jetzt ist er gleich da, vielleicht rollen sie schon ein.
38 minuten
morgen soll ein tag mit schönen wolken sein, die ich aus dem fenster beobachten kann. am mittwoch hab ich endlich begleitung ins krankenhaus, das dritte mal ins krankenhaus wegen dem bein, aber endlich nicht mehr als mitleidserregendes einsames mädchen (das vor sich herschluchzst, also echt) sondern ganz normal, WIE ALLE ANDEREN, mit begleitung, weil man eben nicht allein ins krankenhaus geht
37 minuten
schon gar nicht, wenn man den größten gips im warteraum hat und nur schlurfen kann und auf die ärzte angewiesen ist, um sich socken anzuziehen - das hätte man mit dem alten gips und dem richtigen bett (nicht mit so einer liege, die zwei meter über dem erdboden ist) auch geschafft, aber mit dem neuen nassen gips eben nicht und man ist auch noch zu vorsichtig
36 minuten
und keiner von den ärzten findet es notwendig, einem etwas über den fuß zu ziehen, also schlurft man mit nassem, barfüßigem fuß über den ganzen krankenhausflur zum wartebereich vom röntgen und wieder zurück, wo alle mit ihren straßenschuhen herumlaufen und man kommt sich vor wie eine mischung aus sterntaler, dem mädchen mit den schwefelhölzern und der abgefuckten frau, die man halt ist
35 minuten
aber diesmal werde ich eine schulter, nein, eine brust zum weinen haben, vielleicht muss ich gar nicht weinen, weil ich weiß, dass mir wer beisteht. endlich.
und es scheint, es wird wahr, dass er ab nächstem monat hier ist, dass er in mein kleines zimmer zieht, ich habe zwei wäschekommoden und heute hab ich eine schublade (es sind jeweils 4 große schubladen) für ihn freigeräumt, er kann hier einziehen
34 minuten
die katze schmeißt grad aus spaß türen zu, sie will mit dem schatten spielen und stemmt sich gegen die tür, es wäre gruselig, würde ich sie nicht so gut kennen, sie sind munter in der nacht
33 minuten
und es gibt eine turmuhr, nein, eine große uhr mit pendel, die richtig laut schlägt, irgendwo in der wohnung einer unserer nachbarn, oben unten nebenan, ich weiß es nicht, eine freundin meinte, sie dachte, die uhr wäre in unserer wohnung, weil sie so laut ist, gerade hat diese uhr geschlagen, sie geht also vor,
32 minuten
und keine sms dass er angekommen wäre, aber vielleicht ist er das doch schon, er muss nur einfach herkommen und wenn er anläutet macht das einen furchtbar grauslichen ton, also nicht schrill, aber schrill als mann mit bierbauch, irgendwie so klingt die glocke und ich muss aufmachen. ich fürchte mich jetzt schon vor dem ton, auch wenn ich dem entgegen fiebere, weil es bedeutet, dass er tatsächlich ankommt, aber gleichzeitig reißt es mich auch jedes mal
31 minuten
ob er die ubahn wirklich kriegt? diese extra langsame schneckenbahn, eins wies andere heute schneckenhaft, schildkrötenhaft, minutenhaft.
30 minuten
eine halbe stunde also noch, das sind die langsamsten halben stunden dieses jahres bislang, wobei ich gar nicht über so große begriffe wie jahre jetzt nachdenken will, weil ich von diesen großen begriffen bislang enttäuscht wurde, zweitausendzwölf, wenn nicht gerade die welt untergeht oder zumindest ich, dann ist es auf jeden fall schon das jahr der gebrochenen kniescheibe und der sechs wochen gips. das jahr, in das ich mit etwas aufbruchsstimmung und einem hoffnungsschimmer
29 minuten
hineingegangen bin und gedacht habe, ich pack das ich pack das und die angst ist aber noch immer dieselbe wie zweitausendelf und ich bin noch dieselbe und die welt ist auch noch genauso grau und die leute im bus sehen genauso stumpf und traurig drein wie vorher und ich denke mir nur, das kann nicht die außenwelt sein, von der mir permanent erzählt wird
28 minuten
dass sie so anders wäre als ich, ich denke, die sind doch alle genauso fertig wie ich oder nicht?