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Samstag, 30. April 2011

samstag.

mein gestriger tag war panikattackenfrei.
und heute so weit auch.

und DAS ist mal eine echte abwechslung zu den letzten wochen, ja, monaten. (mit mindestens ner attacke am tag.)

ich war gestern ultimativ beschäftigt mit meinen proseminararbeiten - heute vormittag wurden sie dann endlich fertig & abgeschickt: die angst ist damit aber ein gutes stück zurückgekommen, denn nun bin ich hier und habe zeit für panikattacken! (ich dachte, ich heb das mal hervor, falls gerade eine in der gegend ist und vorbeikommen will. hier bin ich. bitteschön. ich komm mir schon ganz komisch ohne vor.)

wehwehchen hab ich dennoch die ganze zeit, mal der magen, mal der kopf, meine ganzen hals-nasen-ohren-kanäle sind sehr seltsam, tun oft weh und der druck verändert sich. aber meine güte. was mich nicht umbringt...

das viele milchtrinken hat super gegen das sodbrennen geholfen - bin sodbrennenfrei (gestern ganz kurz noch, wegen zu viel mineralwasser - dann eben wieder milch getrunken ^^)

ich war heute mit freund pingpong spielen und ne runde radfahren, danach wurd mir etwas schummrig (kam auch ein gewitter) + schluckgefühl, ein komisches - und etwas erwartungsangst hab ich noch immer.

mal sehen, was wird...

Freitag, 29. April 2011

freitag.

ich hab den gestrigen tag tatsächlich ohne große attacke durchgestanden - klar, die kleine pa im bus, aber die ging ja vorüber, recht schnell.

abends bekam ich noch mal sodbrennen (und hab wieder milch getrunken, das hilft echt - faszinierend.) und mir wurde mulmig, & vorm einschlafen im bett hab ich ne weile nicht gewusst, wie ich liegen sollte, weil ich druck im brustkorb hatte und nicht wirklich tief durchatmen konnte - aber das ging auch wieder weg.

heute fühl ich mich mal wieder mulmig, hatte zur begrüßung ^^ frisches blut in der toilette -.- ich hoff, das war nur einmal, sonst hat das echt potential, mich irre zu machen. und jetzt so die zeit hab ich immer wieder dieses kurze muskelziehen im brustkorb... und sonst kleinere schmerzelchen überall & nirgendwo.

ich muss heute definitiv meine arbeiten fertigschreiben, das wird noch ein spaß.
und abends kommt hoffentlich mein freund - und dieses wochenende wird hoffentlich entspannt und spaßig!

Donnerstag, 28. April 2011

zwischenstand

trinke schon die ganze zeit milch. (fruchtsaft: tödlich... hat mir die letzten tage ganz schlimme sodbrennenattacken verursacht. wasser: auf dauer fad. milch fazit: net schlecht^^ ich mags sogar... hab ewig nicht mehr milch pur getrunken)

angst: ja, irgendwo sitzt und lauert sie. busheimfahrt = panikattacke, ne richtig üble, aber ich hab die "ich versteck mich in einer schachtel in meinem kopf und tu so, als wär ich nicht da"-taktik angewendet und bin so heimgekommen... nicht übel. ich dachte nämlich echt, ich ersticke. ;) wie immer halt ;)

ansonsten bin ich mehr oder minder fleißig am arbeiten schreiben, hab noch heut und morgen zeit - es geht langsam voran und es ist noch was zu tun. :/

internistin erreich ich noch immer nicht (theorie: sie ist auf osterurlaub und lässt ihr telefon einfach in der praxis rumläuten, ohne notiz) - und nachher geh ich ins bauhaus, erdbeerpflanzen kaufen, das will ich schon die ganze zeit!

(und mir ist leicht schummrig/leichtes kopfweh, vielleicht krieg ich nachher noch nen kaffee... hab die tage - trotz angst - doch immer viel koffein getrunken und vielleicht bin ich schon wieder abhängig ;) )
sodbrennen. die gaaaanze zeit.
zwischendurch auch mal zwicken in der brust. und meine hüfte tut weh.
und halt die gefühle.

versuche, die internistin zu erreichen. geht mal wieder nicht.

das kind in mir will übrigens gar nicht dahin. ich will von all dem nix mehr wissen. (ich will schon gar nicht die option auf eine magenspiegelung haben.)

ich will mir die decke übern kopf ziehen und wenn ich den kopf wieder rausstreck, soll alles bitte wieder gut sein.

ich will hinaus.

raus aus dem körper. raus aus dem kopf. ich laufe innerlich auf einem laufband, laufe, laufe, bin total fertig, motiviere mich, laufe laufe laufe und komm nicht raus.

aggressionen, wut. ich würd gern tatsächlich ewig laufen oder dinge schlagen oder oder ... irgendwas, wo das alles hinausgeht - und "das" kann sich bitte gleich die panikattacken auf den rücken schnallen und auch weggehen.

ich hab es einfach so satt.
sooo satt.

ich will ein normales leben. normale gefühle. normale wut. meinetwegen würde ich gerne meine oberschenkel hassen oder gemein zu meinem freund sein oder schüchtern sein oder zu viel trinken oder oder -

alles nur nicht das hier.
ich weiß nicht, was richtig und was falsch ist.

die thera redet von stimmigkeit im leben und scheiße, was soll das? die unstimmigkeiten, die es gibt, kann ich nicht abschaffen und - mag sie eigentlich auch, auch wenn sie weh tun. und sie tun ja weh. ich lass es zu. ich bin traurig, weil dinge scheiße sind in meinem leben.

aber warum die angst?
warum warum warum warum?

neverending scheiß mit reis.

der helle tag war von aggression geprägt. ich bin sauer. kampfeslust. hab auch bei der therapeutin viel herumgekeift. selbstbewusstsein. -

der dunkle rest vom tag, da hat mich die angst wieder gefickt. (ich falle immer mehr und mehr in die fäkalsprache, weil ich so eine wut mit mir herumtrage.)

abendessen: sodbrennen, nach einer miniportion (5 tortellini), - mageninhalt kam mir dauernd wieder hoch, wie eine scheißkuh.

und die angst hat sich im bauch breitgemacht. und ich hab keine entscheidungsfreiheit. und ich bin nicht die, die die angst erzeugt, oder ja, ich bin es, weil mein scheißmagen ein teil meines scheißkörpers ist, der ein teil von mir ist.
aber ich kann nicht denken: ich habe angst oder ich habs nicht. ich habs einfach oder habs nicht.

extreme schluckprobleme abends dann, heulen, wütend sein. beim trinken hab ich mich die ganze zeit verschluckt, wegen reflexe in meinem hals.
hab dann auch ne gute stunde nur mit erstickungsangst herumgeschissen.

jetzt gehts. mein innenleben (hals-brust) fühlt sich noch immer nicht fein (brennt, ist verkrampft), aber die krasse angst ist weg.

ich bin nur sauer. ich bin so scheiß sauer. es ist einfach so ungerecht.

Mittwoch, 27. April 2011

wir sind aufgewacht. juhu.

special für die runenmami (und das beim ersten kaffee & der ersten kippe :) ):

wohaipa = 我害怕 = wo hai pa (und dann halt noch töne drauf, was aber jetzt eh ein bisschen für die katz wär, zudem schludere ich bei tönen und die chinesen verstehen mich trotzdem ;) ) = ich habe angst.
so einfach ist das.

wobei es natürlich nicht 1:1 übersetzt, das erste zeichen ist sehr wohl "ich", das zweite zeichen aber heißt "schaden" und das dritte "fürchten" und im prinzip bedeuten das 2. und das 3. zeichen zusammen auch "sich fürchten" und wahrscheinlich wär auch "ich fürcht mich" eine adäquatere übersetzung als "ich hab angst", aber ich verwend es in letzterer bedeutung immer (ich red ja mit meinem freund chinesisch, ich sag den satz also oft ;) ) und sinngemäß kommt es eh hin.

(und zu den uhrzeiten: das ist mir im prinzip egal. nach nem jahr in einem land, das komische zeitzonen hat - ganz china hat nur eine - und sowieso eine andere zeit als die, in der ich geschrieben habe, find ich das jetzt nicht so tragisch ;) )

schönen mittwoch!
(erster arbeitstag -.-)

Dienstag, 26. April 2011

zurück.

da bin ich. mit einem schlimmen tag (gestern abend: todesbewusstsein - todesangst. whoa. mein lieber scholli, noch nie hat mich ein satz so gefetzt. mein freund meinte: was sicher ist, ist, dass wir alle sterben werden. und das ist SO TIEF in mich reingegangen. ich war eine viertelstunde im freien fall. gefühlt. ich lag im bett. was für scheiß drogen produziert mein körper??)
(dann heute: panikattacke beim essen. angst beim auf der wiese liegen - weil, wenn ich in den himmel schau, hab ich angst, dass die schwerkraft aufhört. (das kenn ich von früher aus alpträumen aber hab es noch nie so krass in der realität erlebt) )
(dann: viel weinen und viel depressive grübelei heute, viel endzeitstimmung)
(und: eine feine super panikattacke im zug - der ein anderer zug als sonst war, eine andere strecke gefahren ist... und nicht dort gehalten hat, wo er halten sollte - und ich aussteigen wollte. gell, das ist super, wenn man eh schon panik hat. ;) )

hab mich dann gottseidank mit meiner mitbewohnerin in der ubahn treffen können, weil sie auch grad vom - anderen - bahnhof kam, zur selben zeit heimgekommen - hab sie glaub ich sehr genervt

und jetzt, seit ich hier in der wohnung bin, bin ich schon wieder besänftigter.

noch immer aufgewurlt, total fertig (wenig schlaf, die panik), und über meine psyche mag ich gar net viel nachdenken.

ich will nur schlafen und morgen wieder aufwachen.

es gibt so viel zu schreiben. so wahnsinnig viel zu schreiben.
und ja, vielleicht dreh ich durch. vielleicht ist das mein prozess zum wahnsinn.
aber da ist noch die kunst, die literatur.

ich werd mir kein ohr absäbeln, aber wer weiß, was passiert.

wenn das mein leben ist, dann muss ich es wohl so leben.

Montag, 25. April 2011

tabuprobleme.

ich hätte da zwei themen des tages. das eine ist die toilette, das andere ist sex.

toilette:
während einer panikattacke: ganz, ganz schlimm. und ich während einer panikattacke oder bei halsproblemen: schütte literweise wasser in mich. und muss natürlich. und bin dann oft draußen oder ich bin herinnen und andere leute gibt es auch noch - abschließen. abschließen bedeutet: du wirst da drin jetzt umfallen und sie merken es erst nach tagen oder wenn du zu stinken anfängst. nicht abschließen geht mir zwar durch den kopf, wird aber nie verwirklicht (keine ahnung warum, ich denke, weil ich der angst nicht nachgeben will - weil mit toiletten ohne schlösser hab ich seit china gar kein problem mehr. ja, selbst mit toiletten ohne türen nicht mehr ;) )

es ist ein wahnsinn, wie ich dann abdrehe. donnerstag zum beispiel, ich hab mantras vor mich hingemurmelt, um den tod vor mir fernzuhalten. also wirklich mit mir selbst geredet. manchmal knülle ich auch einfach nur klopapier herum, damit ich irgendwie beschäftigt bin und die zeit vergeht. und natürlich bin ich sehr schnell wieder draußen. und staune, dass ich nicht gestorben bin. toiletten sind irgendwie die glanzlichter meiner panikattacken.

ganz speziell, wenn ich gerade panikattacken der übleren sorte hab. in begleitung kann es dann schon vorkommen, dass ich - natürlich zu eingeweihten - sage: wenn ich in 2 minuten nicht zurück bin, dann unternimm bitte was, weil dann bin ich im klo gestorben.

beim letzten besuch in der psychoambulanz hab ich dann auch die freundin vor der klotür postiert und nicht abgesperrt, so total abgedreht war ich.

noch schlimmer als die 1-2-minütigen toilettenbesuche sind die längeren. und die haben auch schon eine lange tradition, ich hab im herbst schon mal ne panikattacke auf der toilette bekommen: hüftschmerzen gehabt, gekackt und plötzlich nen stechenden schmerz im unterleib gehabt - in der selben sekunde noch adrenalin freigesetzt und ja... lustig war es.
aber auch jetzt, wenn ich einfach nur ängstlich und nicht panisch bin, ist es jedes mal schlimm. eigentlich wirklich jedes mal. es macht mir angst. weil ich nicht auf der toilette sterben will, im kopf gespeichert hab, dass viele menschen auf der toilette sterben und dazu kommt noch, dass da vorgänge im körper passieren - und druck & muskeln involviert sind und ich in meinem kopf szenarios hab, in denen in meinem körper während dem vorgang etwas kaputt geht. (vielleicht: mein herz explodiert, weil ich zu fest drücke. ja, es wäre lustig, wenn ich nicht wüsste, dass es halt wirklich so ist mit der angst - )

das andere thema: sex.


ich will mich jetzt nicht all zu sehr darüber auslassen (privatsphäre - andererseits, wenn ich über meine kackphantasien schreibe, was solls!), aber:
während einer panikattacke (zugegebenermaßen keiner wirklich schlimmen): es geht. und es ist gut. hab die theorie aufgestellt, dass der körper empfindlicher als sonst ist (klar, man spürt ja auch jeden schmerz und jedes kribbeln gleich mehr) und das an sich ist schon spannend.
aaaandererseits: das danach haut einem irgendwie wieder eine watschen runter. wenn man wieder mehr in der realität (ha! was für eine realität?) ankommt und feststellt, dass man noch immer angst hat. und noch immer denkt, man könnte sofort sterben.
(dem todesgedanken nimmt sex ja auch ein bisschen die schärfe... weil es mich irgendwie beruhigt, zu wissen, dass das letzte, was ich tue, eben das ist. das ist immerhin um einiges besser, als am klo zu sterben.)


gleichzeitig mit dem teil meines bewusstseins, dass den text schreibt und versucht die gedanken 1:1 hinzupressen, liest ein anderer teil mit und meldet sich: euda, du ulknudel. ich meine, echt: das alles klingt wie ein verdammt schlechter schmäh.
wenns das bloß wär.
;)


und so, der status: ich bin heute um einiges ängstlicher. magen, hals, muskeln melden sich wieder. (hab ich schon erwähnt, dass ich gestern den ganzen tag schmerzen in den kniekehlen hatte?? verrückt) - morgen geht es wieder nach hause und vielleicht macht mir das unterschwellig angst. oder es war das cola. oder oder.
was auch immer, ich geh da durch.
und wenn sie nicht gestorben ist, dann...
gute nacht ;)
hallo halskloß, schön, dass du heute seit mittag wieder bei mir hier bist.
es war übrigens nix. er ist eh bald wieder hergekommen, ich hab in der zwischenzeit blogs gelesen, das mach ich eh lieber, wenn ich weiß, dass mir niemand potentiell über die schulter gucken kann. (noch sowas verdrehtes: ich bin so eine geheimnistuerin. höre nie öffentlich musik, sondern nur immer über kopfhörer oder wenn ich ganz allein bin; schreibe nie, wenn mir jemand zugucken könnte (deswegen schreibe ich im europäischen zug immer auf chinesisch und in den chinesischen zügen hab ich auf deutsch geschrieben), lese alles, was ich selbst für nicht-dem-image-zuträglich halte, nur im geheimen, und und und)

ich bin heute unsicher, aber ich bin heute in provokationslaune, ich weiß, ich übertreibs jetzt eh nicht so, aber ich trink schon den ganzen tag cola ;) und beim mittagessen kam die panik angerollt und ich so "ja, scheiße, meine güte, fühl ich mich halt ewig leicht und derealisiere, ist mir wurscht, ich esse jetzt einfach, was soll schon passieren"

ich hab in den letzten tage sehr oft die "scheiß drauf, was soll schon passieren"-note im kopf mitgeschwungen gehabt, ich hoffe, das bleibt mir danach auch erhalten. es ist nicht das beste, es fühlt sich nicht gut an, aber die panik kann mir so auch nichts anhaben. bzw. sie kann mich attackieren, aber ich bin halt in diesem "ich lieg in der ecke und bin am arsch, wenn mir ein stein am schädl fliegt, kanns auch nicht wirklich schlimmer werden"-modus.

irgendwie glaub ich aber doch, dass der auch nicht schlecht ist. ich mein, ich bin verdammt nicht der mensch, der 100% glücklich sein will, alle welt anlächelt und seidenmalt. war ich nie, werd ich nie sein. ich versuchs immer, auf meine art und manchmal geht es gut, meistens aber nicht. ich sollt mich mehr wieder in meine rolle als verrückte elende künstlerin reinkrallen, das ist eben nicht so unmöglich, ich kann mich damit abfinden und es macht aus meinem leben das, was ich denke, was ein sinnvolles leben ausmachen sollte.

und vermutlich ist es koffein & zucker, der mich jetzt so dahinräsonieren lässt. ;)
bin angreifbar. er ist kurz ins dorf gefahren, um zigaretten zu kaufen und ich sitze hier und seh die angst bei der tür reinkommen. das wird oft und oft noch wiederkommen.

Sonntag, 24. April 2011

hm.

also hier bin ich. mittlerweile 4 tage ungarn, keine beruhigungstablette und ich lebe noch.

den tag heute haben wir im haus verbracht, praktisch nur vorm pc. (unizeugs... )

die angst überfällt mich immer wieder. manchmal mit dem ganzen magenkram (schmerz, druck, speiseröhre), manchmal einfach so... als unsicherheitsgefühl, als todesangst, als gefühl mich aufzulösen, als gefühl von sinnlosigkeit -

und ich kann sie ertragen.

ich weiß nicht, ob das ein schritt in die richtige richtung ist. es fühlt sich nicht so richtig an. ich bin ja dennoch hier geschützt, weil er da ist. weil ich weiß, dass er auf mich aufpasst.
ich drehe nicht durch. ich fühl mich nur sauunwohl, aber keine absolut irre panik. es geht, irgendwie.

die traurigkeit dringt aber wieder mehr durch. liegt aber vielleicht auch an der tatenlosigkeit und meiner lektüre (ein roman mit manisch-depressiver mutter).

ich hinterfrage die ganze zeit die leben anderer. mir kommt es oft so platt, so sinnlos vor. nicht so angreifbar, warm, pulsierend, wie es eigentlich sein soll. aber ich glaub, das liegt daran, dass ich mich verschlossen halte, da bleibt einem halt wiederum auch viel verschlossen.

Samstag, 23. April 2011

samstag.

ewig geschlafen. viel geträumt. gestern beim einschlafen nicht das gefühl gehabt, jetzt absolut wegzudämmern (hab ich letztens des öfteren - dass mir der einschlafprozess angst einjagt), sondern kam mir total irre vor, weil ich mich an so viele details der letzten 2 tage erinnern konnte, obwohl so viel passiert war. menschen, denen ich begegnet bin, häuserfassaden mit details und und und. overload im kopf.

heute gings besser, eigentlich richtig gut. wieder mehr leben und weniger wahnsinn. auch wenn heute ein ruhiger tag war, ich bin nur mit ihm zum einkaufen (und torte essen, nachdem ich den halben tag von schokokuchen fantasiert hab) ins dorf gegangen.

allerdings hat mich vielleicht eben die torte wieder reingerissen... zuhause zurück ist die angst (mit bauchschmerzen, noch immer) wieder da gewesen. das gefühl, mich aufzulösen oder mich zu verwandeln oder oder... nichts normales, definitiv panik, ist aber vorbeigegangen bzw. ich halt es mit vernunft von mir fern. (vielleicht bin ich ja wirklich am richtigen weg.)

es ist noch immer schwierig, mir einzugestehen, dass ich nicht sterben werde. dass ich ruhig pläne machen darf. dass alles passt. aber vielleicht geht es irgendwie.

Freitag, 22. April 2011

es lebt noch.

diese zwei tage waren anstrengend.

kurze zusammenfassung:

gestern:
um halb 5 aufstehen, furchtbares kopfweh.
auto, straßenbahn, ubahn, straßenbahn.
bei ihm in der arbeit sein.
ihn zu ner dolmetsch-arbeit begleiten und ne stunde ohne trink-schnäuz-mucksmach-möglichkeit in einer besprechung sitzen.
kaffee und herumgehen in der stadt.
am späten nachmittag zur industrie&handelskammer, weil da auch ne konferenz ist, wo er vom büro aus war. in der lobby rumsitzen. wissen, dass er ne stunde weg ist. er ist im endeffekt 2 stunden weg. panikattacke. herumlaufen, viel trinken, viel aufs klo, schreiben.
werd dann raufgeholt, damit ich nicht mehr unten rumsitzen muss.
warten. noch immer panik haben.
straßenbahn fahren. auto. zuhause.
essen ohne trinken (schwierig für mich, aber geht, fazit: ich bin hysterisch ;) )
und noch heulen & ein schönes gespräch usw.

(um 11 ca. einschlafen)

heute:
um halb 5 aufstehen,
auto, straßenbahn, ubahn, büro
um 8 aufbrechen mit nem chinesen nach tokaj. (ca. 250 km östlich von budapest.) - 3 stunden autofahrt. mit panikattacke, viel trinken, mir nix anmerken lassen.
dort auch dem dolmetschen & besprechung, "normal sein", absolut hungrig sein, am arsch der welt sein (was mit panikattacken immer ein gutes gefühl ist)
3, nein 4 (weil eine stunde in budapest im stau) autofahrt zurück. mittendrin langos auf einem supermarktparkplatz essen.
ubahn, straßenbahn, eis von mcdo und auto.
jetzt bin ich hier.

ich bin fertig, übermüdet, angespannt, kopfweh, meine nase ist noch voller rotz -
und ich hab keine ahnung, was die zwei tage gebracht haben könnten.
meine seelenzustände wechseln noch immer dauernd.
ich weiß jetzt nur, was noch so alles in meiner trickkiste "die kleine sara hält die welt aus" steckt. ich hab auch noch sehr viele schöne abschottungs-tricks aus meiner kindheit: wo die welt an mir vorbeizieht.
fraglich, wie gut das ist.

sorry, ich bin einfach wahnsinnig fertig jetzt.
ich hoffe, dass allein schlafen einiges gut machen kann wieder.

Mittwoch, 20. April 2011

so, ganz schnelle abtipperei, weil ich ja hier nicht so die zeit habe für langatmiges.

zug: okay. hab mir dazu notiert: es ist nicht ruhe, es ist eine art trance.

hab seit ich hier bin schon panik und arge deprianfälle gehabt.
fühl mich wie ein alien und abgeschnitten von der welt.

und ich bin noch arg verkühlt.

ich fühl mich sehr am arsch.

status.

endzeitstimmung.
nase: katastrophe. niesen, jucken, auslaufen, explodieren.
hals: bäh. weh, schleim, same as usual. hab die gurgellösung, die ich gestern bekommen hab, gestern noch ausprobiert und ... sehr gruselig (chemisch), aber irgendwie auch nicht schlecht. in der früh war es trotzdem nicht viel besser.
rest: geht so. die angst steckt in den körperteilen aber fest.
ticket: gekauft.
herz: fühlt sich weggesperrt an. weil, wenn man ein gefühl wegschiebt, schiebt man immer gleich alles weg. die angst unterdrücken: alles andere auch. ich freu mich also auch gar nicht. weil ich angst vor der angst habe. -.-

Dienstag, 19. April 2011

xanorleichtigkeit.

ich fühl mich wie ein normaler mensch. wie ein normaler mensch mit irrem schnupfen, hals- und zahnschmerzen und regelschmerzen, aber trotzdem.

und es waren abends leute hier, das war auch fein.

ich pack so nach und nach meine sachen, dann geh ich ins bett.

und morgen gehts dann zur arbeit, zur bibliothek, nach hause und dann mit viel gepäck zum bahnhof.

Turbulenzen.

Was für ein Tag!

DAS ist ein Tag der Schicksalsanrufe, der Panik, eines Grinsens auf meinem Gesicht, das echt ist - und ein Xanortag.

Und scheiße ja: Xanor ist geil. Ich sollte Respekt davor haben, aber vielleicht nicht zuviel Respekt. Die paar Stunden, in denen ich mich echt (!!) wie ein normaler (!!) Mensch (!!) fühle sind ein Wahnsinn und ich finde, die verdien ich mir auch.

Zurück zum Anfang:
Den Vormittag hab ich hier vertrödelt. Viel trinken, viel rumspinnen, duschen, aufräumen und noch ne Runde mit dem Rad drehen, um Katzenfutter zu kaufen.

Am frühen Nachmittag dann hatte ich ne Schulung und bin in die Innenstadt gefahren - Bus - Ubahn und ein gutes Stück zu Fuß laufen. In der UBahn hatte ich dieses grandiose Telefongespräch - es geht um Literatur und darum, dass ich was wohin geschickt habe, ich darf noch gar nix verraten^^ - und gleichzeitig eine Panikattacke, weil ich mich schon die ganze Zeit so mies gefühlt hab.

Und die Freude und die Panik zusammen haben ergeben: ... klar, ULTIMATIVE Panik! :P Ich hab mir also nach 10 Minuten wieder das Grinsen abgeschminkt, nix ging nicht mehr, bin einfach stur nach vorn gehastet und hab sehr komisch geatmet, bzw. nach Luft geschnappt.

Angekommen am Schulungsort hab ich erst mal ein bisschen geheult, dann noch immer Panik gehabt, iiiiirrsinnig viel Wasser getrunken und dann doch aufgegeben und eine halbe Xanor genommen. Und seither geht es so.

Bin mit Straßenbahn und Bus zurück, war noch beim Arzt, weil mein Hals trotz Xanor nicht besser geworden ist - und das ist für mich ein Zeichen, dass da was nicht passt - hab ihn drum gebeten, sich meinen Hals anzugucken - er hat reingesehen und abgetastet und gemeint, es ist ok, nur ein bissl rot ist es drinnen schon. Hab jetzt was zum Gurgeln gekriegt. Hoffentlich hilfts.

Dann war ich noch Katzenstreu kaufen, noch eine Runde mit dem Rad fahren, zur Post und zur Apotheke und jetzt bin ich hier und sortiere mich.

Bald kommen noch zwei Freunde.
Aufräumen muss ich hier auch noch und langsam auch für morgen packen. - Morgen geht es nach Arbeit, Bibliothek dann wieder nach Budapest.


Ach und mein Fazit:
Panikstörung, Vollmond, Menstruation, Erkältung (oder was auch immer das jetzt ist), Gefühlschaos, Alltag = absolut höllische Mischung

Wäre ich nicht ich, könnt ich mich heute trotzdem verstehen, warum ich durchdrehe.

mut in salzlake.

wenn ich gedanken konservieren könnte, wäre alles ganz einfach. ich hab öfters am tag so hilfreiche gedanken/gefühlskonstrukte - und die halten für fünf minuten. wenn ich später versuche, wieder daran zu denken, ist es irgendwie abgelutscht. entweder es ist durch kopfinterne stille post sowieso verdreht worden oder es kommt einfach nicht mehr an.