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Montag, 20. Februar 2012

53 minuten.
ganz kurz auf eine radioseite geschaut, einen programmhinweis gelesen, kurz hineingehört. keinen nerv dafür. dabei mit dem filzstift auf einer karteikarte gekritzelt. ich kann schon kaum mehr geradeaus sehen. er muss hier dann alles fürs schlafen vorbereiten. ich muss mir noch die zähne putzen, sie tun so weh. und dann, schlafen, schlafen, schlafen, endlich.
52 minuten.
zeit für eine zigarette, auch wenn mein hals schon wund ist. zuviel geraucht letzte nacht, heute vormittag kaum, am nachmittag auch nicht so wirklich, aber kaum ist die bürgerliche dämmerung vorüber -
eine zigarette also. ich rauche zuviel.
51 minuten.
heute mittag kam endlich der band mit den erzählungen von denen mir eine mein professor empfohlen hat. sie hat ganz entfernt was mit meinem masterarbeitsthema zu tun. gelesen, unbefriedigend. da mochte ich die mit dem hund mehr. und das mädchen. die geschichte, die mir empfohlen wurde
50 minuten.
wird mit der zeit immer liebloser erzählt, man hat es gar nicht mehr vor augen, obwohl man es vor augen haben müsste, damit die geschichte wirkt.
ich will schreiben noch in der nächsten zeit, aber das kann auch weder gemeinsam noch in dem angstzustand, in den mich die einsamkeit versetzt. das ist ein dilemma.
49 minuten.
48 minuten.
in zehn minuten sollte er hier ankommen, nicht hier, aber dort, zumindest schon in der stadt, zumindest ankommen. und gleich weitergehen.
ich könnte aufzählen, was ich heute gegessen habe, obwohl heute kein typischer tag ist, ich habe meinen appetit verloren, er kam nur zeitweise anschlagshalber vorbei
47 minuten.
gemeinsam mit hunger und gemeinsam mit der lieblosigkeit und mir war alles zu schwer und mir war es egal.
in der früh hab ich einen kaffee getrunken, dann vor dem treffen eine halbe erdbeervanilletasche, die zweite hälfte hab ich danach gegessen, tee getrunken in einem café, weil ich angst vor kaffee hatte.
46 minuten.
die zigarette zu rauchen tut mir schon weh.
45 minuten.
bald kommt er an.
zu mittag zuhause habe ich chips gegessen weil mir nichts anderes eingefallen ist, die ganze packung, weil geöffnete chipspackungen ja nicht herumliegen dürfen (das ist nicht mein alleiniges problem, das geht wohl den meisten chipspackungsbesitzern so, nur blöd, wenn man niemanden zum teilen hat) - und dann noch eine milchschnitte, weil ich heute welche gekauft hatte, es ist mir eingefallen, lange nicht mehr gehabt und irgendwie -
44 minuten.
- haben die auch an den zähnen weh getan, aber ich hab am abend noch zwei gegessen, als ich erfahren habe, dass er verspätung hat.
zwischendurch hab ich einen smoothie getrunken und am abend drei butterbrote gegessen, karottenbrot mit lätta, eigentlich, ich hab in letzter zeit einen fimmel drauf und will gar nichts anderes aufs brot als butter - dabei hab ich das ewig so nicht gegessen, eeewig
43 minuten.
aber momentan könnte ich mich nur davon ernähren. und ich glaube, das war es, ich habe vorhin noch einen smoothie getrunken, einfach, weil ich etwas aus einer kleinen flasche trinken wollte, davor tee getrunken, aber jetzt bin ich schon zu hinüber
42 minuten
um mir wasser heiß zu machen, ich mag das geräusch von kochendem wasser in der nacht nicht.
63 minuten.
62 minuten.
noch viel zu lange, viel zu lange.

mir hängt jetzt bei jeder abenddämmerung nach, was ich gestern auf wikipedia darüber gelesen habe. die verschiedenen arten der dämmerung. einfach mal nachlese. ich denke jetzt immer: oh, bürgerliche dämmerung.

61 minuten. bitte lass das dann die allerletzte stunde sein, in der ich alleine voll angst warte. bitte nicht noch länger. bitte lass ihn gleich die ubahn erwischen. den weg schnell gehen, weil es so kalt ist. noch zwanzig minuten, bis er überhaupt ankommt. zeitverschwendung, ich weiß, dass der zug jetzt im moment nur eine große runde durch die stadt fährt. innen drin zu sein und zu wissen, wie man fährt und wohin man eigentlich will, macht es noch mühsamer, wenigstens bleibt ihm das erspart.

60 minuten. bitte.

aber als ich das erste mal diese strecke gefahren bin, obwohl ich dachte, wir führen die normale strecke - der letzte zug ist nämlich ein anderer, ein eurocity, der durch ein paar länder fährt - hab ich zumindest die orte von damals gesehen. vororte-bahn. außenbezirke, in die es mich jetzt kaum mehr verschlägt.
ich hab auch ne zeitlang in der nähe des bahnhofes, den er jetzt ansteuert, gewohnt. und einen nachmittag hinter dem bahnhof, auf der stiege einer fußgängerbrücke verbracht, den zügen zugesehen und ein hörspiel geschrieben. bzw. die grundlagengeschichte dazu.

58 minuten.
also sagen wir, er kommt tatsächlich um 23.50 an. und braucht 40 minuten hierher. macht 0.30. jetzt ist es 23:24. also noch 66 minuten.

ich würde am liebsten all den minuten tiernamen geben, farbtöne, städte, länder, haushaltsgegenstände. um irgendetwas zu tun, wo ich das nicht mehr vorhandene gehirn nicht arg einsetzen muss und trotzdem die minuten vollbeladen mit dem  zeug dahin gehen würden.

65 minuten. ich weiß ich schreibe schnell - und das ist jetzt gerade mein verhängnis. all dieses tippen und klicken und schauen vertreibt die zeit nicht, es geht zu schnell. die wirklich zeitintensiven dinge sind unmöglich, weil ich einfach schon plastilin bin, warmes.

geräusche, geräusche. 64 minuten.
ich werde hier noch eine stunde spammen, dann bin ich (hoffentlich) weg, weil in sicherheit.
warum vergeht jetzt die längste zeit jede minute so langsam? ich versteh es nicht. so langsam hab ich die zeit noch nie erlebt. noch nie.
noch eine halbe stunde bis er überhaupt irgendwie erst ankommt, hoffentlich. dann noch die ubahn, hergehen. ohgott.
noch so lange. noch sooo lange.
ich muss sinnlose sachen tippen. einfach buchstaben, mechanisch, ich will nicht die panik bekommen, die sich in mir zusammenknäuelt. es ist viel zu spät, viel zu dunkel, ich hab nicht geschlafen, es ist viel zu laut, es ist viel zu kalt, ich bin viel zu einsam. die minuten müssen gehen. jede minute. husch husch. bitte.
bitte lass gleich die zehn minuten bis halb vergehen. dann noch mal zehn minuten. dann noch mal und noch mal und noch mal und noch mal.
der 10 stunden flug von peking zurück ist 1000x schneller vergangen. lieber 100 stunden in einem zug als diese abende zuhause warten.

ich hätte so gern mit ihm getauscht. ich in dem zug. er hier, wartend. ich bin ein zugmensch. vielleicht sollte ich in zügen leben. dort schlafen, mit all den anderen menschen. essen, rauchen, zeitung lesen. wie ich china vermisse!
noch so lang. noch 1,5 stunden. verdammt verdammt verdammt.

ich schau auf die uhr.
ich mach viel anderes.
ich schau wieder auf die uhr.
kaum was weitergegangen.
wenigstens ist die zuginfo jetzt akkurat, jetzt weiß ich, dass der zug erst in einer stunde ankommt. fuckfuck.
eigentlich wäre er jetzt schon hier :( aber er ist noch im zug unterwegs. noch mindestens eine dreiviertelstunde bis er ankommt. und dann noch mindestens eine halbe stunde hierher. ohgottohgott.

jede scheiß minute ist so aufreibend und so lang.
ach fuck. nicht nur die 1.5 stunden verspätung beim wegfahren, jetzt zuckelt der zug auch noch dahin. werden also 2 stunden verspätung mindestens. wir reden schon über letzte ubahnen. (aus dem grund traue ich mich jetzt erst recht nicht ihn abzuholen. habs mir kurz überlegt, weil so würde ich wenigstens hier noch rauskommen. aber wenn die öffis dann schlafen gehen, bin ich mit meinen krücken angeschissen.)

also... noch zwei stunden, noch zwei stunden. zeit wie käse auf der pizza. verdammt.
warum dauert es noch so lange?
und noch die angst. es wird später und später, dünkler und schattenbewegender. -

ich zähle minuten, ich schreibe karteikärtchen mit der genauen uhrzeit rechts oben und darauf alles, was mir einfällt. ich versuche, es holprige kleine wortkonglomeratgedichte werden zu lassen.

und bin immer wieder enttäuscht, wie wenig zeit dabei vergeht.
ach, die geräusche.
ach, die zeit.
noch 3 stunden. verdammtverdammtverdammt.
ach. sein zug hat schon eine stunde verspätung bzw. ist noch nicht losgefahren, wird erst. das macht also - 4 stunden. kaugummiwartezeit. hoffe auf nicht noch schlimmere mitteilungen.

(immerhin hat bei mir eine nacht am bahnhof so begonnen, mit zögerlichen verspätungsankündigungen.)
3 stunden. zeit verschwenden mit bildersuche und bildersammeln im tumblrblog.
in ein paar minuten fährt sein zug los.
dann: drei stunden fahrt.
und die halbe bis dreiviertel stunde zu mir her.

zeit, zeit, zeit; warten, warten, warten.
zumindest tröstet es mich, dass die zeit gestern auch vergangen ist.

bleischwer.

wenn dieser abend vorbei ist, werde ich vermutlich wieder in die versenkung zurückverschwinden.
noch 5 oder 5,5 stunden. also 5,5 worst case. dann darf ich schlafen. aufgehoben, beschützt schlafen.

wenigstens ist dieser tag überlebt, besser als so manch andere.

eine arg schwere müdigkeit ist mir in der früh passiert, mir war eisig, es blieb - trotz der angst - nichts anderes als unter den decken zu sein. und dann... war ich weg. es kam mir so vor, als wär es nur ein augenblick gewesen und ich hätte die augen offen gehabt. aber 2 stunden waren vergangen.

also: kaffee, rauchen, waschen*, anziehen, fertigmachen. humpeln, busfahren, humpeln, straßenbahn, ein frühstück kaufen*, rauchen, das meeting haben, mit meiner kollegin bei tee/kaffee reden, humpeln, straßenbahn & bus heim, chips essen, rauchen, spritze geben (zu hastig, aber ok), freund anrufen; ihn 5 minuten vollraunzen, herumräumen, fernsehen, einkaufen gehen, herumhumpeln, lesen.

* beim zähneputzen einen ziemlich starken schmerzflash gekriegt. links und rechts unten jeweils an einem zahn (seltsamerweise symmetrisch, was mir die hoffnung gibt, dass nicht die zähne am arsch sind, sondern nur zeitweilig nerven beleidigt) so schmerzen gehabt, als hätte man mir eiswürfel an einen freigelegten zahnhals gelegt. uaaah.

später - also auch beim frühstück, festgestellt, dass das öfter passiert, wenn entweder flüssigkeit genau dorthin kommt oder zuckriges. ich hoffe das vergeht. zuviel mitgemacht mit den zähnen (hunderttausend plomben, zwei wurzelbehandlungen, ein stiftzahn (weil mir der wurzelbehandelte zahn nach ner weile auseinander gebrochen war), ein zahnimplantat (richtig schön mit schraube im kiefer, sauteuer - weil an der stelle kein 2. zahn angelegt war und ich bis ich 23 war dort nen schon absolut abgefuckten milchzahn hatte - der nur noch zwischen zwei zähnen hing.) jedenfalls... nachdem mir die zahnärztin vor ner guten weile (1 jahr? länger?) gesagt hat, sie wolle demnächst eine wurzelbehandlung oben vornehmen, weil sie sehe, dass das notwendig wäre, ... bin ich untergetaucht. nicht noch eine wurzelbehandlung ohne schmerzen davor. weil es bedeutet: geld, nerven, schmerzen - und im nachhinein ist alles viel schlimmer als es vorher war.) egal. ich hoffe einfach, dass es vergeht.

jetzt bin ich müde. lesen. tee trinken. warten. noch fünf stunden. so müde. meine augen brennen.
10 stunden bis er wieder hier ist.
1 stunde bis zur spritze.

vielleicht schlafen. vielleicht lernen. vielleicht lesen. vielleicht zeit vergeuden. vielleicht einkaufen gehen.

am meisten sorgen macht mir jetzt doch die spritze. (ich hier wackelig, kopfweh, müde.)
3 stunden, eine stunde. schleppend. mir ist kalt, ich bin müde, ich kriege panik bei jedem kleinen scheiß. dafür wird es umso schöner, wenn er hier ist. wenn dieses tagespaar endlich vorbei ist.
wie langsam jetzt die zeit vergeht -
well... 4 stunden bis zum sonnenaufgang. 2 bis er wach ist. jetzt schleppt sich die zeit dahin. wobei... vier stunden - das ist eine stunde mehr als die übliche zugfahrt und eine stunde weniger als nach prag. vier stunden bin ich im büro, wenn ich nur kurz dort bin. in letzter zeit sogar ohne zigaretten, weil es sich ja mit gipsbein nicht so einfach über die stiegen humpelt. (es humpelt sich schon, wenn man nicht mit einem winzigen aufzug fahren will, aber man muss sich halt all die blöden kommentare anhören.)

ich hab jetzt nachgelesen. von der fast schlaflosen nacht vor der prüfung, all der angst, all dem nichtlernen. ich prinzip waren alle zwei großen prüfungen jeweils eine 2. das heißt, ich habe auf das gesamte erste semester eines studiums, das nur mein nebennebennebenstudium ist, eine 2. trotz hauptstudium, trotz nicht konzentrieren können, trotz angst, trotz arbeit. ich bin immer verwundert, wenn dinge gut laufen - gut in letzter zeit waren es eh kaum welche. ich hab schon das gefühl, alles leidet darunter. aber objektiv: gut vertuschbar. warum und wie auch immer.

meine pläne für den februar sind immerhin auch komplett hinüber. der gips ist auch im hirn. wenn man sich vom gips ablenkt, kann man sich nicht allzu auf etwas mühseliges konzentrieren. ich hab in der letzten woche verdammt viel gelesen und auch ein ganz klein wenig für die uni - aber das war es.


(hu, geräusche. hm.)

noch 4 stunden bis sonnenaufgang. die nächte werden kürzer, immerhin.
4einhalb stunden. trinken, doch noch rauchen. stille, die meiste zeit, gottseidank. also keine akute panik. nicht diese erschrecken-herzklopfen. das ich hier von jedem nicht normalen geräusch bekomme. noch viereinhalb stunden. mein körper ist müde.
weniger als 5 stunden zum sonnenaufgang.
3 stunden bis er wieder wach ist.
ich hatte um 1.14 eine email von ihm im postfach, ich hab die leider erst um 1.41 gesehen (und beantwortet).
wenigstens kriegt er auch wenig schlaf.

(der wandel, der sich vollzieht... ich weiß nicht, vielleicht fresse ich ihn auf? ich lasse ihn nicht mehr gehen. ich sage ihm immer, wie scheiße es mir geht, ohne ihn. wie verzweifelt ich bin. er weiß, wie schlimm die nacht für mich ist; er weiß, dass ich heute nicht schlafen werde. und gottseidank geht es ihm nicht viel anders. ich wüsste ja nicht, wie schlimm es dann würde, wenn er jemand wäre, der... nicht dafür fangbar ist. ich bin so froh, dass das blöde zeug, was ich tue, bei ihm funktioniert. ich meine: es ist meine realität, es sind meine gefühle. gleichzeitig komm ich mir aber SO manipulierend vor.)
noch so lange. 5,5 stunden bis zum sonnenaufgang. 3,5 stunden bis er wieder aufsteht, wenn es stimmt, was er geschrieben hat. 7 stunden bis ich mich ausgehfertig mache und in die welt hinausgehe. da war ich seit über 2 tagen wieder nicht. cirka 11 stunden bis ich irgendwann langsam nach hause komme, nichts mehr zu tun habe, es hell ist, die angst vielleicht weniger und ich schon weiß, ob er wenigstens heute abend wieder zurückkommt. 13 stunden bis zur nächsten spritze. und 21,5 stunden bis er vielleicht ankommen würde, würde er mit dem letzten zug herfahren. ein gerüst aufbauen, zum festhalten. ich kann nicht loslassen, nichts, aber ich kann auch nicht losgelassen herumfliegen, weil all diese teile ebenso herumsausen und ...
nein. lieber hier, die augen offen, die stunden zählen.
stunden zählen. bald sind es nur noch sechs stunden bis sonnenaufgang. die zigaretten schmecken langsam nicht mehr, das passiert in der nacht. ich werde ruhig/angespannt, aber trinke fast nichts mehr, bewege mich kaum noch. das ist schlafen mit wachen augen, wachen händen und wachem herzen. anstrengender als normal wach zu sein.

umbruch. fühlt sich so wie immer an.

entschuldigung für die stille. ich war still, ich werd auch still bleiben, ich brauch gerade nur einen relativ einsamen ort zum klagen.

ich bin sonst gut aufgepasst, wenigstens das, aber heute bin ich allein gelassen. ich, meine ängste, mein gipsbein, wir feiern allein. deswegen werde ich auch aufbleiben. brav feiern. bis die sonne wieder aufgeht, ich mit meiner müdigkeit und meinem gipsbein in die stadt fahren und zu einem arbeitstreffen gehen darf.

noch 7 stunden bis es hell wird.
vorhin waren es noch 13 stunden, ich kann mich erinnern, die stunden schon gezählt zu haben. zeit geht vorbei. eines der guten dinge, die momentan passieren.

es passiert gerade ein wandel hier und ich begreif es nicht recht und ich bin in watteangst/angstwatte gepackt, ich bin also nicht ganz da.
aber so wie es aussieht, wird mein freund hierher kommen. in mein land, in meine wohnung, in meine beschützerrolle.

keine ahnung, ob das für den horror in meinem kopf einen unterschied macht.
aber wenigstens schlafe ich, wenn er da ist. mit vielen träumen. und tagsüber fühle ich mich auch aufgehobener. die panikattacken sparen sich auf für die alleinfahrten im bus.

all die geräusche jetzt. so ein elend. und dann wundere ich mich tagsüber über meine nächtliche feste überzeugung.

ich kann mir keinen schlimmeren ort vorstellen, als die nahe zukunft (minuten, stunden)

egal. ich jammere nur. gleichzeitig ist alles so real. mir ist übel. und angst, immer, angst.

es ändert sich nicht und es kann sich auch nicht ändern.

aber die umstände tun es hoffentlich.

zum rest: der gips nervt noch immer. das bein schmerzt öfters. die spritzen funktionieren manchmal schon routiniert. morgen muss ich mir das erste mal GANZ ALLEIN eine geben. davor hab ich aber kaum angst, eigentlich. ich wäre nur schon gern zeitlich dort angekommen. also morgen nachmittag. (schlafen wäre ja eine gute möglichkeit, sich zeitlich zu beamen, fällt aber eben aus.)

ich war arbeiten die ganze zeit, hab mir blöde fragen anhören dürfen ("schifahrunfall?" "warum benutzt du den lift nicht?") und kommentare ("du bist ja ganz eine harte, so arbeiten zu gehen"), war dann ab mittag jeden tag schon ziemlich geschafft.

ich bin sehr auf standby momentan, ich glaube nicht nur wegen der angst, auch wegen dem bein, weil ich das alles nicht so wirklich wahrhaben will und einfach will, dass die zeit vergeht. die angst schafft ja abstand: zu allem; das macht die angst aber nicht weniger. nur den rest. hurra.

also eigentlich... ich würd mich richtig gern in den guten teil meines lebens beamen. der hoffentlich IRGENDWANN wiederkommt. oder folgt. oder was weiß ich.

richtig gute dinge sind hier noch immer selten. ich hab ein paar mal öfter gekocht. so gefährliche dinger wie mixer angegriffen. ich hab eine wunderwunderwundertolle postkarte aus taiwan bekommen. und eben, lustige träume gehabt.

(aber die ganze zeit auch das bewusstsein, dass zumindest eine jene schweren einsamen nächte auf mich zukommen wird, weswegen das heute auch schon viel von gestern und vorgestern und vorvorgestern verdorben hat.)

ich will, dass diese nacht vorbeigeht. meinetwegen in ein bisschen angst, aber still und nicht langsamer als sonst. bitte.

Freitag, 10. Februar 2012

sterben üben.

die panikattacken im bus nach hause sind schon richtig standard. ich habe dann irgendwann begonnen, mit dem (nassen) fuß muster in die salzkruste am grauen boden zu malen. und bin früher ausgestiegen, zum supermarkt gegangen, endlich einmal, nachdem ich mich die letzten tage nicht getraut hatte. keine große ausbeute, aber einfach auch nicht schlecht: unabhängigkeit (zumindest für heute. morgen lasse ich IHN dann großeinkaufen.)

die mb hat migräne und heult momentan in ihrem zimmer herum, vorhin war sie ruhig, ich wollte sie nicht stören.

aber mein spritzenritual ist jetzt damit ins wasser gefallen, weil ich einfach gern jemanden "dabeihabe". nicht beim spritzen selbst, das mach ich allein in meinem zimmer. aber sobald ich spritze draußen habe, springe ich auf und schreie herum. das geht dann in jammern über, dauert in etwa 20 minuten. man kann es auch "spritzenstress abbauen" nennen.
heute aber: still und heimlich.
stelle gesucht, desinfiziert, spritze aus der verpackung, kurz durchatmen, reinstechen, reindrücken, die luftblase spüren, weiterdrücken (ich habe mittlerweile eine abneigung gegenüber luftblasen MITTEN in der spritze entwickelt, aber egal), und dann raus, kappe wieder rauf, müll in den mistkübel. (vielleicht nicht das beste, aber man hat mir ja keinen gesonderten spritzenwegwerf-geheimbehälter gegeben.) - und dann herumlaufen und ablenken.

vorhin hab ich meine seite vom badezimmerspiegelschrank neu sortiert, ausgemistet und ausgewischt. eben wegen der spritze. und jetzt sitze ich hier und schreibe das.
weil ich irgendwo mit meinem horror hin muss.

ganz alleine und ganz still das zeug genießen ist halt nicht. dafür bin ich zu hysterisch.
:)

und jetzt ist das wochenende da.
umgotteswillen: wenn ich so da sitze, dass mein bein wohl ganz leicht minimal angewinkelt ist - nämlich so, dass das knie vorne an den gips innen drückt - dann fühlt sich das in meinem kopf schon so an, als wäre das bein tatsächlich im 90-grad-winkel angewinkelt. -.-

phantomgefühle. halluzinationen.
hallohallo.

gleich wochenende, gottseidank, will schlafen, träumen, vergessen.

tag der wahrheit -

wünscht mir einfach nur glück, mich da irgendwie durchzuwurschteln.

Donnerstag, 9. Februar 2012

lebensunlust, ausgeprägte.

der körper, ein müllhaufen. ich hab jetzt übrigens einen weißen fleck von der spritze heute. blau, ok. aber weiß??

die arbeit: ein unter den teppich gekehrter scherbenhaufen. und langsam kommt man mir drauf. unangenehme emails. ich hier und warte mit dem unangenehmen gefühl auf morgen. muss morgen die scherben von unterm teppich unter einen vorhang kehren. und dann gut schauspielern. und mir selbst ein bisschen mehr von dem "ist ja eh egal" anlegen.

ich hasse es aber jetzt, dass ich bis morgen zu warten hab. und ich hasse es, nach der arbeit noch meine arbeitsmails zu lesen, viel zu oft kommt es vor, dass ein unangenehmes darunter ist, dass mir den restlichen tag - noch kaputter als er ohnehin ist - kaputt macht.

ich lag eben viel regungslos herum, wenigstens kann ich das jetzt gut,... ich weiß nicht: will ich sterben, will ich nicht, und was ist das, was mich hält? ich hab das gefühl, sehr viel hält mich am leben, aber ich könnte es nicht benennen, kann es nicht fühlen. (und es ist zu zart für einen instinkt, der instinkt kommt doch maximal bei den panikattacken zu tragen.)

auf der einen seite leide ich jetzt, weil all das, was normalerweise weit weg ist, mir jetzt noch weh tut. auf der anderen seite genieße ich auch die ruhe, die da ist, wenn an meinem leben so viel dreck ist, dass ich zumindest vom kopf her sagen kann, ist besser wenn der scheiß mal aufhört.

ich meine, ich warte und hoffe ja meistens auf positive wendungen. und meistens arbeite ich da selbst daran, ich sitze ja nicht nur da und warte, dass wunder geschehen. naja, vielleicht ein bisschen.
aber alles, das passiert, ist scheiße.

und ich selbst setze mit meiner störung und dem daraus resultierenden verhalten (mir selbst die welt zu verweigern, den menschen zu dienen um mir weh zu tun) noch so kandierte kirschen darauf.

(beispiel? eine ältere dame bei mir im büro. ich muss wegen ihr was in ein stockwerk unter mir kopieren gehen. was passiert? ich gehe raus, humple über die stiege usw (gipsbein), sie bleibt sitzen, obwohl ich sie eigentlich dezent hinauskomplimentiert habe, weil ich ja sicher keine fremden leute allein in meinem büro sitzen lasse. ist aber so geschehen, weil die dame sich zu bequem war. und die mit dem gipsbein ist herumgerannt.)

genauso die geschichte mit dem arbeiten gehen, überhaupt. meine ferse ist mittlerweile glaub ich schon blutig, weil ich mit diesem scheiß gips herumlaufe. ich brauch 2 stunden um mich auf die arbeit vorzubereiten in der früh, eine stunde in die arbeit (statt 20 minuten) und 1 stunde zurück. und das einzige, was ich davon habe, sind schmerzen und erschöpfung. wenn ich von der arbeit heimkomme, kann man mich wegwerfen, gerade. und ich kann nicht mal mehr am weg noch was einkaufen oder sonst irgendwas. einfach zuhause-arbeit-zuhause. aber die rennerei. und das unbequeme sitzen. (mit gipsbein bis fast hoch zum hintern, auf normalen sesseln. wer sich das nicht vorstellen kann, einfach mal ein 1-meter-(oder so.. eben vom knöchel bis ganz hoch)-plastikrohr, ein dickes, um das bein clippen. und dann versuchen zu sitzen. oder aufs klo zu gehen. oder sich die socken anzuziehen. was ich schon die ganze zeit alleine mache.

jammern auf hohem niveau. stolz. und selbstzerstörung. und regungslosigkeit, trotzdem. scherben unter den teppich kehren. und dann selbst mit den knien drauf rumrutschen.

keine besserung in sicht. keine.
mit thromboseangst schläft es sich unwahrscheinlich gut.
hochschrecken beim einschlafen, weil das gefühl vom wegsterben
dann schlafen... und sich nicht von dem außen beunruhigen lassen, sich beim wachsein immer sagen, es ist eh egal, du stirbst jetzt eh von ner thrombose...
erholender schlaf.

(und dann: aufwachen und merken, dass das bein noch immer da ist. und schmerzt. vor allem der knöchel. die kanten vom gips unten bohren sich in ferse, knöchel und beim gehen auch in alle anderen stellen. das wird heute noch fein. ich glaub, am wochenende muss mein fuß eingeschmiert und bandagiert werden. (noch will ich das der mb nicht antun, sie hat mir gestern nur einen losen verband drum gewickelt, das war mir fast schon zu intim. der fuß, den ich selbst kaum berühren kann, ist tabuzone geworden.)

(immerhin. gestern das erste mal einen schuh allein angezogen. und abends dann sogar einen socken. ich werde beweglicher. oder verzweifelter.)

Mittwoch, 8. Februar 2012

bein&panik II

erstaunlich, was alles auftauchen kann. schmerzen, kribbeln, wärme, kälte, durchgemischt. wärs jetzt normal, würd ich einfach mein bein anziehen, den fuß ein bisschen massieren und mir keinen kopf machen.

so dreh ich durch. zieh am gips, versuch mir meinen fuß zu greifen, steck die hände oben in den gips rein um irgendwie dieses stoffverbanddings unterm gips zu richten (es fängt an falten zu werfen - die drücken), stehe auf, wackle mit dem fuß, und... angst.
und keine ahnung, wie ich noch SO VERDAMMT SCHEIßLANGE mit dem scheiß aushalten soll.
:(

und ich will, dass wenigstens er da wäre, zum trösten, zum "wenn ich sterbe, dann wenigstens in seinen armen", zum ausheulen.

so halte ich die fassade, weil die mitbewohnerin da sitzt.
verdammt anstrengend.

panik+gipsbein. haha.

ja, es ist ja lustig.

(das beste, was man in der situation noch tun kann: sich einreden, dass die zigaretten die wirkung der spritze vollkommen aufheben, man damit also auf dem status eines gipsbeines OHNE spritze ist, was gleichbedeutend mit thrombosen und somit gleichbedeutend mit dem sicheren tod in den nächsten tagen ist.)

(dass dieser gedankengang jemandem wie mir sooo nahe liegt und dementsprechend auch schlecht wegzuradieren ist - dürfte wohl klar sein.)

(das definitiv positive: ich wünsch mir so richtig die spritze herbei. ich würd sie nie nie nie auslassen. egal wie sehr ich mich davor anscheiße, im gegensatz zu den anderen ängsten ist die spritzenangst mini und meine güte... soll dieses zeug halt mein bauchfettgewebe vergiften. wirklich schlimmer kann mans dort eh nicht machen. jetzt hat mein bauch wenigstens nen grund zum hässlich sein.)

(ich hab heute im netz gelesen, dass eins der dinge, die nicht gut sind bei thromboserisiko, also zusätzlich das risiko steigern, blähungen sind. *lol* als wär es nicht auch noch schlimm genug, dass meine verdauung seit dem gipsbein durchdreht. (ist es die mangelnde bewegung? die spritzen? oder diese langweiligkeit in der ich lebe, dass mir das so auffällt und es ist eh so wie immer?) )

well. jedenfalls hüpf ich viel herum. ich wuschel auch immer mit meinem fuß/knöchel herum, stapfe/schlurfe die ganze zeit umher.
ich tue mein bestes.
die zigaretten aufzuhören ... nein.

(das hab ich vor 3 jahren mal probiert, was nach 24 stunden in heulanfällen geendet hat. und dass alles um mich rum schwankte und nicht mehr fokussieren konnte. süchti. halt.)

genauso heute: um 8.30 oben im büro angekommen, um 13 uhr langsam auf den hinunterweg gemacht. und ab 11 uhr war ich schon im kopf so matschig, weil ich ja nicht rauchen gegangen bin. - hätt ich ja die 4 stockwerke abhumpeln müssen bzw. mit dem lift fahren. und nicht rauchen ist ja auch nicht schlecht. aber... ich bin dann eben minder zurechnungsfähig.)


na, zurück zur postingüberschrift. ich bin mit einer schönen panikattacke heimgefahren. zuhause angekommen war es gleich viel besser. und irgendwie war es schön, auch wenn es schlimm war. verschiebungen, relativität. aber auch panik ist eine form von aufregung ist eine form von schmetterlingen.

das, was mich an dieser realität abstößt, ist mein idealbild im kopf.
hätt ich da gar nix drin, wäre diese welt, so grausam-skurril sie ist - eigentlich schon schön für mich.
mit dem kaltblauenhimmel, all dem rauch, dem schnee jetzt, den langsamen griesgrämigen menschen und mir als stolzwutresignationsbündel mittendrin.
ich lebe quasi in einer fantasiewelt, weil ich alles gar nicht mehr als real gegeben auffasse. (deswegen ja auch die panik. ich kann nicht sagen, ob ich mich mehr davor fürchte, mir mit dem messer unabsichtlich in den finger zu schneiden oder dass gleich godzilla um den block kommt. oder ähnliches. oder unausdenkbares. für mich ist alles gleich "real")

wege -

oh ich hab ganz vergessen, zu erwähnen, dass mich am montag doch einige personen angesprochen haben. ob sie mir helfen können (ich hatte schließlich auch noch ein sackerl in der hand/beide hände an den krücken, also nicht recht günstig). einige haben mir türen aufgehalten.

heute hab ich bislang mit niemandem geredet.

aber es ist interessant zu sehen, wieviel mehr und vor allem wie andere blicke man erntet. sehr viel mitleid^^. und bisher bin ich eher positiv überrascht von der umwelt. also... der busfahrer fährt zum beispiel wirklich erst los, wenn ich sitze.

ansonsten der heutige weg:
rote morgensonne.
bus 15 m vor der nase weggefahren, bitter, 10 minuten in der kälte warten.
der schnee ist noch relativ gut begehbar, so rauh, knirschend. mit steinchen dazwischen. - ich hab nur angst vor niedergetretenem oder später getautem und wieder gefrorenem... die krücken sind da keine hilfe, die sind innen auf dem nassen boden schon herumgerutscht -.-
und ich hab gemerkt, dass sich eine angst vor abschüssigen wegen eingestellt hat^^

die 4 stockwerke bin ich hier trotzdem hochgelaufen, hochgehangelt^^ - alleine mit dem kleinen lift wollt ich nicht. vielleicht engagier ich mir später für das runterfahren eine begleiterin.

und hier: schon gut, dass ich da bin.
nur verdammt unbequem. kein sofa/bett da, wo ich mich zum entlasten kurz draufknallen könnte. das einzige, was ich hier machen kann: sitzen und den fuß unten haben; sitzen und den fuß am sessel haben; herumlaufen/stehen.
5 stunden oder so schlaf, wenigstens irgendwie durch.
der gips drückt.
draußen ist es noch immer kalt, es liegt seit gestern schnee.
und in ner halben stunde werd ich rausgehen und testen, ob man gehen kann. hm, man  muss.
noch heute, morgen und übermorgen. nur noch 2x schlafen.
ich vergess jetzt ständig den wochentag, was daran liegt, dass es mir vorkommt, als wären die letzten 2 tage 2 wochen gewesen.
gestern 2 freunde hier gehabt.
exzessiver neid auf leute im ausland.
aber grad ist neid eh so was lustiges.
ich beneide prinzipiell alles, was beide beine anwinkeln kann. oder eine hose anziehen.
(ich hoff meine h&m bestellung kommt bald. hab mir ne kurze, weite short bestellt, noch für unter den rock. weil eben... strumpfhose, rock, winterpeak, nein.)
bla. unspannend hier.
nen schönen blauen fleck gestern von der spritze. weiß also jetzt, wo sich die blaue-flecke-region am bauch befindet. werd nimmer hinspritzen. oder doch. sind ja schöne flecken.

Dienstag, 7. Februar 2012

schlafen -

von 19 bis 22 uhr. von 24 bis 2.30. von 2.30 bis 6 uhr. 6 bis 7 uhr. (ständig aufgewacht, wegen dem schneepflug, aber das geräusch mag ich.) 7 bis 9 uhr. also sehr viel und gegen ende auch endlich entspannt.

nur das bein hat angefangen zu schmerzen, der gips drückt aufs knie. oder ich bin blöd gelegen, was eigentlich aber egal sein sollte (der gips ist innen gepolstert) und beim hinlegen merk ich keinen unterschied. an sich ist das jetzt nur die stelle (beim knie auf der seite, die zum anderen bein gerichtet ist), die auch schon vorher öfters mal, abends, geschmerzt hat. kann also die "überlastung" gestern gewesen sein. was weiß ich. hoffe, es vergeht.

hab irgendeinen scheiß geträumt mit vielen menschen, die ich kennen sollte und erst auf dem 2. oder 3. blick erkannt habe. mein freund im traum war der exexfreund. *schüttel*. und dann doch wieder der freund. es ging um irgendein mozarttheater und später haben wir uns erotische filme angesehen, in denen monstersequenzen vorkamen. und wir waren irgendwo im zentrum dieser stadt. es gab so etwas wie einen "fuchssteig", eine schmale gasse, die nach fuchsgeistern benannt war und das hab ich jemandem erklärt, der gar nicht wusste, wo diese gasse ist.

noch eingefallen: im traum war es februar, zuvor so eisig kalt wie jetzt und dann hatte es plötzlich 30 grad und alle sind halbnackt draußen herumgesessen. und ich dachte nur... äh... weltuntergang? kommt es nicht in 2012 (film) auch so vor? dass es plötzlich viel zu warm ist? (meine träume und ihre immerwährende apokalyptische note^^ im mittelalter wär ich längst verbrannt.)


jetzt mal eben... kaffee und zigaretten. der plan für heute: "duschen" (ich hab mir waschlappen mitbringen lassen, weil ich fürchte, dass es alleine zu anstrengend in der badewanne ist), haare waschen (mit kopf über der badewanne, während ich draußen sitzen, hoffe das geht.), spritze, einkaufen gehen (durch den schnee humpeln! :) ) und dann kommen 2 freunde vorbei.

Montag, 6. Februar 2012

gips, kapitel 2

kunststoff. eng. (verdammt eng!!! -.- gipskoller). leichter. noch 1-2 zentimeter länger als der vorige. also hinauf. also: ich muss noch mehr am klo balancieren als vorher.

voraussage vom arzt: noch + 2 wochen, also 5 wochen gips ab heute noch. (was bedeutet: 2 wochen im märz jeden tag zur arbeit und zur uni mit gips.)

scheißunbequem jetzt das teil. ich bin für jede minute, in der ich abgelenkt bin, dankbar.

und bald naht ja auch meine spritzenstunde wieder^^ diesmal ganz allein, kein beobachtender berater daneben. wird schon.

krankenhaus heute war auch kacke, hab die ganze zeit geflennt außer drinnen vor den ärzten. bin wohl ein bisschen sehr verrückt über die flure gewischt. die leute werden sich was gedacht haben. war ja auch seltsam angezogen, bin zum röntgen und zurück barfuss gelaufen (wenn mir doch niemand nen schuh anzieht!) und hab lustigerweise auch "lackerl" gemacht, weil der gips noch nass war und dann alles unten rausgelaufen ist. sah so aus, als hätt ich mir in den gips gepisst.^^

war danach noch einkaufen und bin mit dem bus heimgefahren, noch zur trafik gelaufen und zurück. das klingt so einfach, war aber der pure horror, weil ich irgendwann auch panikattacken gekriegt habe (oh gott ich darf das bein nicht so belasten, oh gott eine thrombose, oh gott mir ist schwindelig, oh gott ich falle gleich um) ... und hab auch viel geheult und dann später auch vor schmerzen gejault, weil ich meine nackten fingerspitzen ja nicht in die taschen stecken konnte, sondern die krücken damit halten musste und somit den ganzen eisigen -15grad-wind abbekommen hab... schmerzen.

hab mittlerweile auch meiner therapeutin geschrieben;
mein vater hat mich angerufen und wir haben ein sehr lustloses gespräch geführt;
mit meinem freund hab ich kurz telefoniert;
mein frühstück gegessen und ein paar kekse;
eine frauenzeitschrift durchgeblättert;
ein paar arbeitsemails gesendet...

jetzt hol ich mir glaub ich noch einen kleinen kaffee, lenk mich noch ein bissl ab und dann knall ich mir den scheiß rein^^

ich spür die 2 stunden schlaf auch überall, ich fühl mich sehr ausgekotzt und brüchig. kein wunder also, dass ich heute so viel heul. und dass mir schwindlig ist.

(und das gefühl nach einer woche das erste mal rauszugehen: schon schön. nur schade, dass es hier so ne abgefuckte gegend ist, in der es nichts zu sehen gibt und alles immer gleich bleibt... - ich liebe ja den moment, wenn mich mein freund vom bahnhof in budapest abholt und wir durch die stadt fahren, über die donaubrücke und ich ganz budapest sehe... so etwas ist einer "nach ner woche das erste mal raus"-erfahrung würdig, aber hier... ne... )

zeit verschwenden -

ok, immerhin hat jetzt offiziell auch mein wecker geläutet.

bald... anziehen zum rausgehen. es hat hier auch enorm viele minusgrade, ich war seit einer woche nicht draußen, ich bin übermüdet und wahrscheinlich schon ganz schön realitätsentfremdet (ich kann mich nicht erinnern, jemals so lange in der wohnung gewesen zu sein ohne unterbrechung) -

anziehen: unterwäsche, ne halbe strumpfhose, socken, ne halbe dünne leggings (gestern gefunden, noch nie getragen, perfekt)... und nen rock drüber. ob das reicht? lol.
ich werd ja eh hinkutschiert. aber zurück gehts dann (hoffentlich, wahrscheinlich, sicher!) zu fuß und das heißt auch: warten auf den bus.

aber ich kann doch nicht zehn strumpfhosen übereinander anziehen. da werd ich abgewürgt^^. und außerdem wirds eh ohnehin genau beim gips reinziehen... mäh.

ich weiß auch nicht, was jetzt passieren wird. was, wenn ich jetzt was schlimmeres bekomme? oder einfach.. nichts besseres? :( noch 3 wochen mit so nem steinklotz... oh gott...
ach fuck... und was ich alles nicht vergessen darf: buch, proviant, spritze (falls ich länger dort rumwarten muss und meine spritzenzeit kommt... dann nerv ich aber die ärzte dort, dass die mir das  machen. kann mir ja schlecht am gang vor allen leuten die spritze reinhauen^^)

kopf = gatsch.
ich will weg. :(

zurück zum horror -

2,5 stunden schlaf.

von zehn bis zwei im bett gewälzt, ein paar mal aufgestanden, oft kurz vorm einschlafen gewesen, aber schlaflosigkeitspanik und viel zu bewusst.
um halb fünf wieder aufgewacht, weil aufs klo müssen, alptraum und angst.

jetzt wach. die angst überwiegt.

ich trink einen kaffee, nehm das als normalen morgen.
noch zwei stunden warten, bis die KH-leute frühestens auftauchen.
hab angst, dass mir die zigaretten ausgehen.

Sonntag, 5. Februar 2012

ich weiß, dass das hier objektiv betrachtet, so falsch ist. so falsch abläuft. ich könnte die ganze zeit heulen, weil er weg ist - und tu es auch oft. so ein riss im herz. er kommt wieder in ein paar tagen: das ist so weit weg, dazwischen liegen fünf ewiglange nächte und nun auch ewiglange tage und dazwischen sterbe ich 150 tode und fürchte mich dazwischen davor.

ich könnte ihn die ganze zeit hier haben, es wäre nur gut. es wäre nicht perfekt, aber es wäre sehr gut. also rein die tatsache. (perfekt... das benötigt auch noch meine mitarbeit. aber ich... out of order, schon so lange.)

ich bin noch immer so orientierungslos. ich weiß nur, dass ich mich besser, fast gut und auf jeden fall sicher fühle, wenn er da ist.

und er ist nicht da.

wechsel -

:(

der freund fährt heute wieder heim, für eine woche (hoffentlich, nur eine woche).
die mb ist noch eine woche da, dann fährt sie heim für 2 wochen.
(und ab da ist hoffentlich der freund wieder da. ich kann ja nicht verreisen bzw. kann ich viel einfachere dinge nicht tun.)

die nächte beginnen unangenehmer zu werden, ich habe aber ein bisschen gelernt... ich hoffe, das läuft nicht gleich wieder schreiend davon, wenn ich nachts alleine bin.

ich hab die letzten tage übrigens immer um die 9, 10 stunden geschlafen. mit zwischendrin aufwachen und sehr komisch liegen (seitlich, das gipsbein auf dem gesunden bein liegend -.-), aber trotzdem. so soll das sein.

heute krieg ich hoffentlich noch die paar schlimmen dinge mit beistand gebacken. (duschen, spritze), ab morgen muss ich das allein. (alleine zuhause sein, während ich mir selbst die spritze gebe... :( davor fürcht ich mich. weil ich doch zumindest 10-minuten-mini-panik bekomme, nach dem setzen. so von wegen "oh gott ich kann nicht mehr atmen, die spritze bringt mich garantiert um". ist blöd, ist aber so. - und duschen alleine zuhause würd ich mich nicht trauen. ich werd wohl dann trotz all der scham die türe nicht abschließen, ... die gefahr ist zu groß, dass ich blöd ausrutsche oder sonst etwas. es ist halt nicht einfach mit komplett eingegipsten bein und ner normalen badewanne.)

uuaaah.
aber die hoffnung ist, dass ich in der woche zumindest das bisschen nützliche angst habe, dass mich dann auch weniger faulenzen lässt und endlich dinge erledigen.

morgen ab 7 werd ich von der rettung wieder abgeholt ins KH (aber ich vermute, das ist das letzte mal rundumservice. ich WILL ja dann auch nach hause alleine humpeln. weil ich am weg auch noch einkaufen gehen will. (direkt vorm KH ist ein größerer supermarkt und ein papierfachgeschäft.) )

und ab mittwoch WILL ich dann wieder arbeiten gehen bzw. mich einigermaßen normal verhalten. mit krücken halt.^^

die therapeutin sollte ich irgendwann anrufen und ihr sagen, dass ich sie nicht vergessen habe, dass mir der weg zu ihr aber doch zu umständlich ist mit den krücken (bus fahren und ne längere wegstrecke von der bushaltestelle. und kein lift in ihrem haus.)

und sobald ich draußen unterwegs bin, muss ich auch öfter lift fahren. zum beispiel den kleinen lift im arbeitsgebäude, hoch zum 4. stock, "der bleibt oft stecken" ist mir am ersten tag gesagt worden und deswegen hab ich ihn gemieden (und mir genau deswegen auch die kniescheibe gebrochen^^)

ach, scheiße. ^^

Samstag, 4. Februar 2012

verschwindende zeit.

und verschwendete.

herumliegen, laptop, fernsehen, ein bisschen lesen, ein bisschen herumlaufen und aufräumen. viel zu viel essen, rauchen.

heute die erste spritze selbst gesetzt. (einfach mal: tief durchgeatmet und rein damit. wenn man muss, dann geht schon viel.) war sehr erstaunt über den widerstand unter der haut. (aber klar: ich besteh innen drin ja nicht aus zuckerwatte. auch wenns von außen so aussieht^^)

eine woche lang nichts sinnvolles gemacht.

aber gut ist: ich werde mich im nachhinein dennoch daran erinnern. wenn ich 70 werde, (wenn!), dann weiß ich noch immer von diesen wochen mit dem gipsbein und den spritzen. das heißt, ich habe hier ein absolut passives abenteuer.

und irgendwie ist das zumindest besser, als wenn die tage im gleichen horror verschwinden und zwei jahre nur als grauslicher einheitsscheiß in der erinnerung hängen bleiben.

Mittwoch, 1. Februar 2012

der dritte tag.

wie langsam jetzt die zeit vergeht.
und gleichzeitig zu schnell, weil ich weiß, dass man freund wahrscheinlich am sonntag heimfährt.

immerhin hab ich mit ihm und der mb sehr klar gemacht, dass sie mich nicht allein lassen können, dass immer jemand hier sein muss.

dinge, die ich nur schwer tun kann: mich bewegen, aufs klo, sachen aus der küche holen, mein macbook herumtragen, neuen kühlbeutel holen

dinge, die ich jetzt nur mit hilfe mache, die ich aber mit 10fachem aufwand auch vielleicht irgendwie hinkriege: duschen, anziehen (unterkörper), katzen füttern, hausarbeit
(hihi... weil sich die zwei helferlein so enorm vor katzenklos grausen, hab ich mir gestern die katzenklos auf den wohnzimmertisch tragen lassen, damit ich munter herumschaufeln konnte^^ - weil bücken oder irgendwas in bodennähe machen geht ja nicht -

dinge, die ich gar nicht schaffe: socken anziehen. ja... wie zieht man einen socken auf einem eingegipsten bein an, wenn man nicht zum fuß hinkommt?
den fuß kratzen, wenn er juckt, kann ich wenigstens mit dem anderen bein. aber kompliziertere sachen - nein.

dinge, die ich jetzt nicht tue, aber in zukunft tun werden muss: rausgehen. einkaufen. zur uni, zur arbeit.


also voraussichtlich sieht der plan so aus:
freund noch bis sonntag hier.
montag: gipswechsel, transport mit der rettung - und endlich in passender kleidung (werde strumpfhosen präparieren und nen rock tragen... gottseidank besitz ich sowas, obwohl ich es kaum trag.)
nächste woche: mitbewohnerin
und dann wird sie heimfahren und mein freund hoffentlich wiederkommen, bis sie wieder fährt.

theoretisch könnte ich mich auch in die obhut meiner eltern begeben, das steht aber vor dem hindernis, dass sie im 3. stock ohne lift wohnen. da komm ich nur hoch, wenn mich jemand trägt^^. also: gar nicht.


achja und das weitere problem sind noch die spritzen... ich muss die woche lernen, mir das selbst zu geben. :(

ansonsten: endlich den arzt anrufen und das irgendwie regeln, damit ich meine krankschreibung krieg. und endlich diese laune von "mir gehts so scheiße, also kann ich nur erfreuliche dinge tun" überwinden und etwas von der uni-arbeit erledigen.

Dienstag, 31. Januar 2012

panikattacken & spritzen.

na, ich mag spritzen. impfungen. <3 sehr schön.

wenn... sie von leuten gegeben werden, die sich damit auskennen.

jetzt, hier: thrombosespritzen & ich & mein freund.

ich habs "versucht" ... na die spritze schon millimeter vor der haut gehabt... und dann: durchgedreht, zum heulen begonnen. ging halt nicht.
mein freund hats dann (ein wenig unbeholfen) für mich gemacht. und es hat gebrannt und ich hab mich ne halbe stunde mit blöden gedanken herumgeschlagen.

weil ich ja kaum medikamentöses in mich hineinlasse, in letzter zeit gar nichts. und dann noch als spritze. ins fettgewebe, "subkutan". 2-3 cm nadel. und ich wundere mich, welchen weg das zeug dann nimmt (ich meine... vor ner thrombose hätt ich ja auch arg angst. sonst würd ich die spritzen wohl eh verweigern.)

ansonsten: nur vor internet, fernsehen, koreanischem drama und büchern gesessen/gelegen heute. eine einkaufsliste geschrieben. das große abenteuer "duschen" begangen und es hat eh irgendwie funktioniert. allerdings: alleine wär das schon wieder ein andres kaliber. so hab ich jemanden, der mir immer ne hand reichen kann und vor allem: mir alles in die hand geben, was außer meiner reichweite ist.

jetzt gerade eine stunde alleine zu haus, weil der freund etwas erledigen gefahren ist.

määäääh -

dankeschön für eure kommentare <3

ich pass schon auf, ich hab einen sehr guten pfleger hier ;) und werd bedient... das ist fein und ich kann mich sehr glücklich schätzen, dass es so ist. meine mitbewohnerin, auch wenn sie gestern erst spät heimgekommen ist, hat sich sehr um mich gekümmert und mir auch abendessen gemacht.

trotzdem: die nacht war die hölle. auch wenn wir ins wohnzimmer übersiedelt sind (ausklappbares sofa statt kleinem bett) und ich kein problem mit der angst hatte, trotz andrem zimmer und lichtabdrehen.

aber das schlimme waren die schmerzen, die bewegungsunfähigkeit und das bewusstsein über dem gips... jedes mal aufwachen war horror. ich hab nicht viel geschlafen und seit halb 6 bin ich auch schon wieder ganz wach. (wenigstens muss mein freund auch ein bisschen arbeiten jetzt und es ist nicht schlimm, dass wir auf sind)

und geschwitzt unterm gips in der nacht, das gefühl, dass mein knie angeschwollen ist...
es nervt so sehr. ich bin sehr quengelig jetzt^^ aber ich darf das, glaub ich.

ach und damit der spaß noch spaßiger wird, hab ich heute auch pünktlich zu menstruieren begonnen. yeah. -.-

highlight des heutigen tages wird dann die spritze werden. am vormittag werd ich ihn holen schicken und dann werden wir ausprobieren... entweder ich selbst oder er. aber ich sollt mich ohnehin üben darin, weil er nicht die ganzen 4 wochen hier sein wird. außerdem hat er ein bisschen angst und findet es pervers^^

mal sehen. die frau im KH hat ja gemeint, außer einem blauen fleck kann nix passieren, ich kann also nix falsch machen... einfach irgendwo ins fett neben dem bauchnabel stechen -.-

ich kühl jetzt brav, das macht es auch leichter und lenk mich ab...

immerhin ist durch das ganze meine freude wieder ein bisschen zurückgekommen, kannte das schon gar nicht mehr. ich hab gestern noch ferngesehen und wegen jedem scheiß gelacht. immerhin.

Montag, 30. Januar 2012

das beste, das passieren kann *ironie*

so, endlich zurück aus dem krankenhaus.
hingehumpelt.
erstaufnahme, herumbewegen vom knie.
röntgen
wieder zurück zur erstaufnahme: "wir haben leider eine schlechte nachricht für sie, die kniescheibe ist gebrochen, sie bekommen einen gips."

einen gips. einen liegegips. das ganze verfickte bein.

und täglich muss ich mir jetzt ne antithrombose-spritze in den bauch setzen.

yeaaaah.

ein bisschen bin ich wirklich noch high... ich hab so viel geheult, ich hatte null handyempfang im spital und hab erst spät überhaupt wen erreicht.

aber... mein freund kommt noch heute mit dem letzten zug!!!!!!!!! :) das ist das gute an der geschichte. ich hab es aber auch bitter nötig, ich kann nix tun... nicht mal die katzen füttern (kann mich net so weit runter bücken) und wenn ich aufs klo geh, muss ich die türe offen lassen, weil sich sonst mein bein nicht ausgeht.

oO

kinderkinderkinder... also: schlimmer gehts immer! :D

achja, hier zur illustration: (entfernt)
mein (jetzt sicher 50kg-)- beinchen :)

ach... fuck.

es hat mich mal wieder hingeschmissen, diesmal auf der treppe, gottseidank vorwärts. knie gegen die kante, brille (wieder mal) im hohen bogen davon geflogen.

jetzt ist mein unterschenkel ein bisschen taub, das knie schmerzt, es lässt sich aber bewegen.

ich frag mich jetzt nur, warum mir das in letzter zeit ständig passieren zu scheint... verlern ich jetzt auch das gehen? verlässt mich jetzt überhaupt mein kopf? vergesslichkeit und so zeug kann ich ja gut auf die depression schieben... aber motorische unfähigkeit? neu? hallo?

:(

erstmal zehn minuten selbstmitleidsflennen. auch weil ich den anderen immer sag "nein, nein, ist nix", die tränen zurückhalte (was sowieso noch so ein kindreflex bei mir ist - hinfallen=losheulen), mit schmerzen irgendwie schnell weghumple und dann in meinem kämmerchen zerbreche.

ich freu mich jetzt zumindest aufs blauen-fleck-anschauen zu hause. also, vorausgesetzt, ich schaffs später noch heimzuhumpeln. schmerzen.

nachtrag: doch grad eben anschauen gegangen. schön verfärbt schon. und die kante ist offensichtlich genau unterhalb der kniescheibe gelandet. hmm.. tut recht weh. das soll mal vergehen. schmerz setzt so richtig schön automatisch adrenalin in meinen körper frei. und adrenalin wird automatisch zu.. panik. easy. scheißdreck.
mein anderes knie ist auch noch verfärbt vom letzten mal hinfallen. also. schön. ich bin jetzt auch eine von denen mit den bunten knien.

nachtrag2: wie lang ist das jetzt her? über eine stunde? ich kann noch immer nicht kaum gehen... das knie ist sehr steif und ich kann es nicht belasten. (also nicht auf dem einen bein stehen bzw. gehen/gewichtverlagern ist schwierig.) es fühlt sich an, als wärs innen geschwollen. sehr... bamstig. scheißescheißescheiße.
ich bin also noch ein bisschen hier und sitze, dann fahr ich heim und darf mich entscheiden, ob verkriechen und sterben, arzt oder krankenhaus.

noch ein wenig zeit -

deswegen beantworte ich jetzt noch die fragen von http://gildedhummingbird.blogspot.com/



Meine Fragen...

1) Komplimente, die du oft zu hören bekommst?
was zu den langen haaren. und dass ich mich auskenn, in manchen bereichen. 

2) Worauf achtest du bei einem Menschen als Erstes?
die selbstdarstellung/die verpackung. einfach, weil man da doch am ehesten hinweise auf den menschen findet.

3) Gibt es einen Menschen, den du gern besser kennenlernen würdest?
schon ein paar... obwohl besser kennenlernen auch die gefahr birgt, dann doch das interesse zu verlieren.. 

4) Wo siehst du dich in zehn Jahren? Bestenfalls?
hu... bestenfalls? + kinder, + einige fernreisen, + job, der spaß macht & überlebensnotwendiges geld bringt, + andere dinge erfolgreich, + nicht mehr hier sein, sondern woanders/ minus dem ganzen kopfkack

5) Wovor hast du heute keine Angst mehr?
toiletten ohne türen^^ dreckige toiletten^^ ansonsten hab ich vor allem angst, wovor ich immer angst hatte und noch mehr :P

6) Was motiviert dich im Leben?
die hoffnung, dass es einmal besser wird

7) Lieblingszitat oder eines, das dir gerade einfällt?
nix. das kommt und geht. aber ich halt nicht an worten fest, glaube ich. 

8) Was ist wahre Freundschaft?
wenn es wie liebe ist, minus dem sexuellen aspekt.

9) Eine schöne Kindheitserinnung, die dich heute noch schmunzeln lässt?
schmunzeln lassen? gibt es echt wenig... das einzige was mir grad einfällt, ist, als einer aus meiner damaligen klasse (4. klasse unterstufe), während dem unterricht mal das fenster aufgerissen hat und einem älteren herrn mit pelzmütze "gorbatschow!!!" hinterhergerufen hat. ich find das noch immer unglaublich lustig.

10) Wer oder was hat dich im Leben am meisten inspiriert?
die literatur, definitiv, sonst wär es hier recht sinnlos, überhaupt.

11) Für alle Harry Potter-Fans...  Gryffindor, Hufflepuff, Ravenclaw (♥)
oder Slytherin?
weder fan noch leserin, ich hab also keine ahnung & wills auch gar nicht wissen^^


merci für den tag! 

der tod von anna karenina.

so, jetzt ein nachgeschobener, literarisch angehauchter frühmorgenpost.

weil ich gestern vor dem einschlafen weitergelesen hab in der anna karenina, mir fehlt noch ein ganzer teil (um die 100 seiten), aber die gute frau titelgeberin ist ja schon... tot. (sorry, falls ich jemanden spoiler^^)

weil ich bei seelenkrank "von außen betrachtet" gelesen habe, musste ich wieder dran denken. die werte frau a.k. hat sich ja selbst ein misere ausgesucht/die gesellschaft hat das ihrige beigebracht & dann findet sie sich vom letzten mensch, der neben ihr steht, nicht mehr geliebt - und alles wird schwarz. von außen betrachtet ist das richtig skurril, absurd... und man möcht die frau die ganze zeit schütteln und ihr sagen, hör mal, das ist ja jetzt nur wegen dem trottel. es ist alles gar nicht so schlimm.

und dann geht sie in ihrer spontanentscheidung auf die gleise, schmeißt die rote tasche weg und kniet sich unter zwischen den waggon. (sehr schönes stück literatursuizid). so einfach. und irgendwie auch nicht, weil man lesen kann, wie ihr nach und nach alles entgleitet und sie noch versucht, etwas positives zu sehen, etwas sinnvolles und sich alles ins gegenteil umwälzt. (klar ... ist das irgendwie einfach/platt... aber doch ist es irgendwie der prozess an sich, der sich oft wiederfinden lässt - )

im übrigen nimmt die frau a.k. vor ihrem suizid auch schon die ganze zeit opium zum schlafen. (neid!) (andererseits... ich hab sofort die "bilder" von den opiumrauchenden, zerstörten chinesen vor augen -) & überlegt auch, einfach die ganze flasche zu nehmen. und weiß, dass es zu leicht wäre. wirklich leicht...

das geistert jetzt noch alles in meinem kopf herum -

(vergleiche können eh keine gezogen werden - ... und die frau a.k.? zwei kinder in die welt gesetzt, einmal verheiratet gewesen, noch einen liebhaber, ... fraglich, ob noch irgendwas wirklich besser geworden wäre. oder es ohnehin einfach nur noch ein verblühen gewesen wäre... )

draußengeräusche

neues system versucht. (noch früher ins bett; früher raus fast unumgänglich). 11 - 5. aufwachen und wieder einschlafen müssen war aber grausam in der nacht, die angst kommt doch. die angst ist auch jetzt in der früh da. und meine ohren müssen sich neu an alles gewöhnen.

draußen ist es schon laut. autorauschen, entferntes, aber dafür viel, was sich ganz schön zusammenbraut. frühverkehr. irgendwas. früher hab ich das geliebt, wenn es am morgen so ruhig war, dass man das rauschen von weit entfernten autobahnen hören konnte.

ach und ich habe nur blödsinn geträumt (immerhin). bin schnellbahn gefahren (mit dem freund versehentlich in 2 verschiedenen zügen), wollte ins heeresgeschichtliche museum, bin aber dann in einem supermarkt hängengeblieben und habe haltbarmilch gekauft (von österreichischen und ungarischen kühen, ressourcensparend in der dürreperiode produziert, ich habe im traum die packung gelesen), ein ganzes regal gab es mit edler, verbilligter weihnachtsschokolade, die noch immer zu teuer war. und avocados hab ich lang gesucht (lol... ich hab erst gestern dran gedacht, wieder welche zu kaufen - ). am ende hatte ich drei sackerl voll einkäufe. (und kann mich jetzt nicht mehr erinnern, was ich sonst noch gekauft habe.)

und in der einen schnellbahnstation gab es hüfthohe netze, damit man die gleise nicht überqueren konnte. (wie steigt man denn dann ein in die schnellbahn?), jedenfalls habe ich meinem freund erklärt, ich würde in letzter zeit öfter mal die gleise überqueren. (hat sich sehr überzeugend angehört im traum, habe es aber noch nie im leben gemacht - )

Sonntag, 29. Januar 2012

zurück

nicht atmen können, schmerzen, tränen, hallo w.

an meiner bushaltestelle waren dann noch so schöne zeitungspapierpakete, ich dachte, ich flöge dann auch noch in die luft. ist aber nicht passiert. (dazwischen sind auch noch mutige kinder hingegangen und haben da drin rumgewühlt.. war auch nix drin, in den zeitungspackerln... )

und jetzt hier... wohnzimmer ist belegt von der mb (fernsehen, mit sich selbst reden), ich werde also bald in mein bett flüchten. und dann hoffen, dass ich endlich mal wieder eine gute nacht hier habe...

쉬다

freitag: vormittags recht untauglich, trotzdem noch dringende arbeiten erledigt. auf zusätzliche arbeit aufmerksam geworden. prüfung: verkackt, peinlich. mitte februar also noch einmal. unterricht: verschlafen drin gehockt, drauf gewartet, dass es 6 wird und ich früher abhauen kann. zum zug: panik, panik, panik in der ubahn. im zug: unwohlsein und wohlsein hat sich abgewechselt, das erste mal nach langer zeit in den genuss von einem fast leeren zug gekommen, aber nichts draus zu machen gewusst. abends dann nur noch müde vor mich herstarren, schlafen -

samstag: den ganzen tag über üble kopfschmerzen, von der sorte, wo das blutgepoche im kopf weh tut und jeder schritt, jede bewegung einem ein messer extra in den kopf rammt. und dabei die ganze zeit draußen gewesen, "party", geburtstagsessen vom freund & in einer verrauchten kneipe herumsitzen. bin am ende fast durchgedreht und wollte weinen. (zumal... es ja seine freunde sind und in dieser für mich noch nicht ganz verständlichen sprache sprechen und ich... eben still da sitze. aber es geht. ohne kopfweh ist es erträglich und manchmal quatschen mich die leute auch in einfachen sätzen oder auf deutsch an.) (und alle meine muskeln verspannt.)
abends ins bett gefallen und das kopfweh war weg. ist aber wieder gekommen in der nacht.

sonntag: angst vor der rückkehr der kopfschmerzen. muskeln tun weh, als wäre ich eine woche lang ohne unterbrechung geschlagen worden. vielleicht war's das auch. aber ruhe, endlich, ruhe. hier herumliegen können, ohne irgendein "muss" - ach, nein doch - um 5 muss ich nämlich wieder in meinen zug zurück.

und kaum hab ich ein wenig pause und bin ein wenig weniger in der hölle, kommen all die pläne in meinem kopf zurück. mittlerweile bin ich aber so desillusioniert, dass ich weiß, dass mich angst & depression wieder behindern, sobald ich nur wieder mit irgendwas anfangen will.

ich bin noch immer so müde.

der plan für den februar:
* arbeiten - mir aber ein paar tage frei nehmen
* mehr zeit mit ihm
* die seminararbeiten schreiben. recherchezeug für die masterarbeit ordnen
* die prüfung von freitag wiederholen
* 1-2 vorlesungsprüfungen machen
* meine wohnung endlich putzen. es ist übel. (man könnte sie ohne umschweife für eine furchtbare rtl-dokumentation hernehmen, gerade.) ... und... jetzt hab ich wenigstens dafür zeit. jetzt kann ich mir wenigstens öfter eine stunde für eine ecke nehmen.

außerdem möchte ich meinen vater fragen, ob er in eine ausstellung mit mir geht. damit wir uns auch mal zwischen den offiziellen feiertagen sehen.
und mit der therapeutin sollte ich mir einen termin ausmachen, ich hab sie seit mehr als 2 wochen nicht mehr gesehen, sie hat gemeint, sie weiß, dass ich kaum zeit habe jetzt, ich soll sie dann einfach wieder anrufen, wenn es geht.

außerdem würde ich mich gern um kleine jobs umschauen. entweder für geld oder um etwas mehr aus meiner höllenwelt rauszukommen. ich will nicht so isoliert sein. das bin ich durch die krankheit ohnehin schon zu sehr. aber nicht noch extra, durch die umstände. ich hab ein paar pläne... ich will versuchen, sie umzusetzen.
(am liebsten, wäre ich jetzt "gesund" würde ich mir einfach nen job suchen - schwarz, abends - der mir zusätzlich einigermaßen geld bringt... also so um die +10 stunden die woche. aber ich weiß, ich hab momentan nicht die kraft sowas durchzuziehen.)

Freitag, 27. Januar 2012

statusupdate vorm wegfahren -

ich, oder das, was da drinnen sein soll:
selbstmitleid!! ich will der ärmste mensch der welt sein. well, ich arbeite hart daran. und jede sekunde schießen mir neue gründe durch den kopf. den sumpf durchmischen, damit er noch gatschiger wird, das ist es.

körper:
so erschöpft. sooo erschöpft. schmerz. und gehen etc ist so anstrengend. will schlafen. will koma.

das da draußen:
es ist so still in der stadt. und das chaos, das ich hinterlasse, wird mir immer egaler.

das vor mir:
schlaf. sicherer schlaf. ersatzlösung. auch ein hurenscheiß irgendwie. aber ich habe mich bemüht: kein arbeitskram, kein unikram in meinen taschen (außer noch für die prüfung heute, aber da lass ich den größten teil im büro zurück) - aber zwei bücher, mein computer und nix weiter. der plan: mich einmal nicht selbst zu geißeln mit dem, was ich eigentlich tun sollte.

das hinter mir:
bis kurz vor fünf wach. liegen im bett war anstrengend, so angespannt, trotz der müdigkeit. irgendwann war ich aber weg - bevor ich mich entspannt habe. ich schlafe also nicht ein, ich werde einfach nur bewusstlos.
heute morgen hätt ich ewig weiter bewusstlos sein können, sogar schlafen, trotz dem lärm im haus (reparaturarbeiten). aber der wecker - ich kluge frau stelle mir ja 150 verschiedene aufm handy, damit immer einer nicht weggedrückt werden kann - war unerbittlich. und ich weiß ja, was ich muss.

ab irgendwann kann es nur noch besser werden.
ich tagträume jetzt davon, dass ich während dem uniunterricht heute schlafen werde. das wäre extrem auffällig, aber vielleicht werde ich vorher (selbstmitleid!) herumposaunen, wie kaputt ich bin. gleichzeitig hass ich mich für all meine gedanken.

worauf ich mich "freue"?
schlaf. chinesisches essen. herausfinden, wie meine torte schmeckt. zeit verplempern können mit handyspielen. und den moment, in dem der zug losfährt, wo ich weiß, dass ich ab jetzt in eine richtige richtung unterwegs bin.

worauf nicht:
ich muss hier noch arbeiten erledigen. und dann lernen, wofür ich stunden gebraucht hätte. und dann diese prüfung verkacken. die tausend sachen durch die stadt schleppen. stiegen hoch. stiegen runter. darauf, mein gesicht wahren zu müssen, die ganze zeit. auf zigaretten draußen in der kälte.

was ich nicht vergessen darf:
einer freundin ein geburtstagsgeschenk zu überreichen. mir getränke für die zugreise zu kaufen. eine schwierige, dringende email zu schreiben.

ok, wirr. egal. ich bin dann weg. lernen, laufen, verschwinden.

auf zum persönlichen rekord.

noch wach.
noch keine schlafabsicht in sicht.

ich bin müde, ich bin erschöpft, mir ist innerlich so kalt, dass ich zittere. aber... ich kann mich nicht überwinden.

lieber sitze ich noch hier und lese sogar alle 10 minuten kurz etwas sinnvolles für die prüfung morgen. ha... ich glaube ich werde morgen zugrunde gehen. -

zwischen all dem wahnsinn -

hab ich eine schoko-kirsch-marzipan-torte fabriziert.

yay.
die mb ist seit halb 1 zuhause.
ich bin langsam müde (logisch auch... bin ja zwei stunden in der kälte noch extra herumgelaufen.)

ich muss jetzt noch lernen für die prüfung morgen^^ und meine sachen packen, rucksack, tasche, mir überlegen, wie ich den rest transportier (torte zb...)

-.-

hab vorhin schon zu meinem freund gesagt (ich hab ihn angerufen als ich draußen herumgelaufen bin, hab anfangs geheult und ihn dann immer nur vorgewarnt, dass es keine probleme löst, wenn er herziehen würde, aber er mit einer geisteskranken freundin noch mehr konfrontiert wär)... also, ich hab zu ihm gesagt:
ich lebe eigentlich zwei leben.

und das tu ich. ist mir heute aufgefallen.

ich leb das leben einer normalen frau, die morgens aufsteht, zähne putzt, in die arbeit geht. dann aus der arbeit auf die uni fährt, kurse für das masterstudium und ein neu angefangenes bachelorstudium besucht, für prüfungen lernt, literatur recherchiert etc.
die unterwegs mit leuten quatscht und meistens als kompetente ansprechpartnerin für studienprobleme taugt. die schmutzige witze reißt und immer darüber jammert, dass sie so viel zu tun hat.
die dann irgendwann gegen 8,9 uhr nach hause fährt, in einem extra beutel die einkäufe von untertags, weil sie ja nach all dem nicht mehr beim supermarkt vorbeigehen kann (geschlossen).
die dann rumsurft, fernsieht, sich irgendwas auf youtube anschaut, ein bisschen was für die uni liest, das katzenklo macht, sich die haare wäscht, blabla... und dann schlafen geht.

und nebenbei leb ich das leben einer frau -
die morgens kaum aufstehen kann, aus widerwillen/sinnlosigkeit und schlaflosigkeit. die im bus zur arbeit weint. die über den gang auf der arbeit schlurft und sich jeden tag überlegt, ob sie sich nicht einweisen soll, kündigen, mit dem rucksack nach korea laufen oder sonst irgendwas.
die dann nicht von der arbeit zur uni gehen will, weil sie unterwegs garantiert eine panikattacke bekommt.
der dann auf der uni schlecht ist und sie sich kaum konzentrieren kann und immer nur denkt, was für ein dreck sie ist und wie wenig sie weiß.
die den weg nach hause hasst, weil sie panikattacken hat.
die zuhause den blanken wahnsinn aus dem käfig rauslässt und dann mit dem messer durch die wohnung läuft.
... hm, okay, ich könnte den part noch mehr ausführen, von der frau, die lebensunfähig ist. aber im großen und ganzen ist es das, worüber ich hier meistens schreibe.

außen hui, innen pfui.
:) lol.
2 stunden draußen in der kälte verbracht. selbst schuld. wenn ich auch so lebensunfähig bin.

Donnerstag, 26. Januar 2012

scheißescheißescheiße.

und die ganze zeit dröhnt auch das blut so in meinen ohren. wie zugestopft.
ich weiß nicht, ob sich das irgendwer vorstellen kann :(

ich hab so angst, dass wer kommt und mir was tut :( sooo angst.

2 stunden allein: hölle.

die mb ist was trinken gegangen mit freunden.
ich allein zuhause.
ich fürcht mich so.

es ist so dämlich, so unbeschreiblich... und ... scheiße, ey...

mein gesicht ist rot, mein herz klopft, ich bin gelähmt von angst, ich kann an nichts anderes denken. und das geht so. das hört nicht auf.

gleichzeitig ist es, wenn sie da ist und mit mir redet, noch so anders.
aber kaum ist sie weg, vermute ich den angriff von allem üblen, was es nur gibt.

es ist so VERDAMMT REAL für mich.


ich hab mein leben, das nach plan laufen muss, weil nicht so viel zeit ist.
und dann ist da die angst.
beides zusammen geht nicht.

ich sollte heute noch so viel tun. aber ich kann nicht. wegen der angst.
scheiße scheiße scheiße scheiße.

die geschichte der angst.

weil schwalbentochter gefragt hat...

kurzfassung meines lebens:

vater: normaler mensch, aber verbittert mittlerweile. mutter: manisch-depressiv (so mit selbstmordversuchen, klinikaufenthalten und lebenslanger medikation, kenne sie nicht wirklich.), zwillingsschwester: kurze zeit nach der geburt gestorben.
mutterersatz: hab ich, seit ich 4 jahre alt war, nenne sie aber beim vornamen und hab kein tochtergefühl für sie (und sie auch nicht für mich). sie ist ein anstrengender mensch, aber an sich ok.

kindheit/jugend: hurenscheiße. bin geschlagen worden, hat sich gottseidank aufgehört, als ich so 15/16 war - ich kann mich bewusst nur noch an das letzte mal erinnern, als ich 14 war, mich selbst verletzt hatte, mein vater das rausgefunden hat und als strafe dafür mich geschlagen hat ^^ (ich find das so lustig, weil es so paradox ist... -.-) bis ich 18 war, durfte ich praktisch nichts, also nix mit klassenkollegen machen - bis auf seltene ausnahmen, wo meine eltern die anderen eltern kannten und für "würdig" erachteten. und ich wurde ständig niedergemacht, weil ich so schlecht war.

beziehung zu meinen eltern: sehr zwiegespalten, bin immer sehr devot direkt ihnen gegenüber, habe mich über die jugend nur mit großem hass gebracht. bemühe mich aber um ein normales, freundschaftliches verhältnis. gerade mit meinem vater. weil ich ihn eigentlich mag, ihn & seine geschichte auch verstehen kann. und er ein kluger mensch ist. (bis auf die tatsache, dass er kinderschlagen für gerechtfertigt hält. aber so selten ist es ja auch wieder nicht unter den menschen.)

erste "erwachsenenjahre": fehltritte, fehltritte, fehltritte. orientierungslosigkeit, hohe verschuldung, ein halbes jahr cannabismissbrauch.

die aufarbeitung der ersten erwachsenenzeit: die magersucht (so ... 20-22 jahre alt ca.) - hat dazu geführt, dass ich viel gemacht hab, ua mein bachelorstudium in mindeststudienzeit. und dass ich so viel von mir verlange. bis zur zerstörung halt.^^

die magersucht war irgendwie so ein mittel, mit meinem leben aufzuräumen und die schuld meiner fehler zu tilgen. und sie sollte mich... guess what... zu einem perfekten menschen machen. hab dann aber gesehen, dass es so nicht klappt. und wie sehr ich den karren in die kacke gefahren gehabt hab.

hab mich selbst an den haaren wieder rausgezogen. hat funktioniert.
hatte dann ein wirklich gutes jahr. - das war mein jahr "in vorbereitung meines chinaaufenthalts" ... weil das der große traum war. und ich war optimistisch und sehr davon überzeugt, dass ich alles schaffe, was ich will.

china-aufenthalt (23-24): sehr schön, aber mit sehr vielen selbstzweifeln behaftet. und die angst hat sich begonnen zu entwickeln.

(ich muss dazu sagen: ich bin mit soviel mut dorthin gefahren. klar, waren da normale ängste. ich war davor nie außerhalb europas. und dann bin ich allein nach peking geflogen. und weiter in den südwesten chinas. allein in einem fernen, fremden land mit der aussicht auf ein jahr. und ich hab es geliebt. es war schwierig, aber toll, an sich. - und jetzt: habe ich das gefühl, ich hätte zu dem zeitpunkt den ganzen mut meines restlichen lebens aufgebraucht.)

frühere postings konkreter zu der angst & china:
http://angsttagebuch.blogspot.com/2011/03/das-erste-mal-todesangst.html
http://angsttagebuch.blogspot.com/2011/03/wie-konnte-das-blo-passieren.html


in der vereinfachten, verharmlosten kurzfassung für nicht allzu gute bekannte sage ich also einfach immer: china hat mich kaputt gemacht.

weil seit china hier depression, angst und schrecken herrschen.

ich könnte natürlich zurückfliegen und schaun, ob ich das rückgängig machen kann (ich muss da immer an die operation hinkelstein/asterix&obelix denken) - aber dazu bräuchte ich jemanden, der mir geld und urlaub schenkt. ^^
immer weniger kraft dafür.
und immer immer weitermachen.
pausen? ja, der schlaf irgendwann, wenn ich mir dessen nicht bewusst bin.
und vielleicht hie und da fünf minuten, wenn ich so abgelenkt davon bin, meine fassade zu wahren, dass ich vergesse, wofür ich das tue.
aber die minimalste zeit.
24 stunden pro tag: 10 stunden angst, 4 stunden sinnlosigkeit und selbstmitleid, 6 stunden schmerzen, 4 stunden bewusstlosigkeit.

ja, vielleicht ist es jammern. sicher sogar. aber was soll ich in meiner situation tun? mir selbst eine pause nehmen? dafür gibt es keine objektive gerechtfertigung. und nur hundert steine vor die füße, als hindernisse. jemand anderer, der sich um mich kümmert? - da bleiben nur eine handvoll menschen, die selbst zu sehr mit den eigenen problemen beschäftigt sind.

ich träume davon zusammenzubrechen. allein körperlich scheint es mir unmöglich. (ein walross bricht schließlich nicht aus erschöpfung zusammen. es isst seine fische und macht weiter.)
psychisch? dass ich mir all das erlaube, wovon ich träume, um die zerstörung sichtbar zu machen? da ist... mein stolz. und das schlechte gewissen, dass ich damit anderen personen zur last falle, ihnen ein schlechtes gewissen mache usw. außerdem würde es nichts besser machen. wenn ich falle - dann muss ich den weg hinauf auch noch zusätzlich zurücklegen.

ich weiß nicht, wie ich wieder auf die andere seite zurückkomme. ich versuche es schon zu lange erfolglos.
und es gibt einfach NICHTS positives, woran ich mich festhalten könnte. NICHTS. es gibt immer nur rückschläge. es gibt keinen grund auch nur annähernd irgendwann einmal etwas wie freude zu spüren. worüber? und ich mach mir ständig vorwürfe, weil ich all diese positiven gefühle schon so lange nicht mehr kenne -

Mittwoch, 25. Januar 2012

letzte kraft.

körperlich sehr fertig. sehr wenig schlaf, angst sowieso - stress schlaucht ja auch. und dann den ganzen tag beladen durch die welt laufen. (ne schwere tasche und die einkäufe von unterwegs, weil ich ja nach uni nicht mehr zu einem offenen supermarkt komm... )

ich werd gleich wieder mal einen schlafversuch starten. ich brauch es so dringend...

heute war generell schon am rand des wahnsinns... die ganze zeit wollte die erschöpfung in panik münden... und angst/panik, wenn man körperlich nicht mehr kann, ist so etwas übles.

brav sein.

bin in der arbeit. rechtzeitig aufgestanden. frühstück und mittagessen vorbereitet. sehe aus wie ein mensch. sonne, wind, regen... die fassade hält.


die mb war noch still in ihrem  zimmer. schläft vielleicht. 8 stunden sind ja auch nicht genug. wenn mans kann...
ps. und bei interesse & ganz lieb fragen ^^ erzähl ich vielleicht ein ander mal als gute-nacht-geschichte die chinageschichte in kurzform.

noch immer wach. ach, egal.

ich bin gerade erleichtert darüber, dass ich meine jugend ohne facebook verleben durfte. gott, ich hätt mich da verrückt gestalkt. und so mit 12, 13, da bin ich schon immer total gierig auf die jahresberichte von unsrer schule gewesen, auf die klassenfotos...

und jetzt,... stalke ich nur noch rückwirkend. und bin bei allen, die ich hinter mir gelassen habe, männlich wie weiblich, sehr froh darüber. (fremdschämen. unfallschauen. ich weiß nicht, wie man das nennen kann. ich bin einfach froh, dass ich damals schon wusste, dass da nichts mehr draus wird.)

rückwärtsstalken hat aber auch - von zeit zu zeit - seine positiven seiten. ich hab vor ein paar tagen in dieser ich-kann-nicht-schlafen-verzweiflung einmal nach jemandem gegoogelt, mit dem ich in meinem ersten monat in china gut befreundet war. (es war so eine schöne zeit! und daran waren nur die leute dort schuld, die richtigen zur richtigen zeit. - nach diesem einen monat hab ich dann nämlich feststellen dürfen, wie das ist, wenn man wo ist, wo es keine "gescheiten leute" gibt.)

lange rede, kurze geschichte: wir hatten unglücklicherweise keine kontaktdaten ausgetauscht (außer chinesischen handynummern die nur im land selbst funktionieren) und ich wusste seinen nachnamen nicht. eigentlich wusste ich nur: vorname, die stadt in der er studiert hatte, was er cirka studiert hat und all diese kleinen kleinigkeiten, die man so weiß, wenn man ne zeit gemeinsam verbringt, aber sich gegenseitig nicht die offiziellen dokumente zeigt. (sein weltbild. seine erdnussallergie. seine hobbies. etc etc)

und google war lieb. und hat ihn mir ausgespuckt, in verbindung mit was studientechnischem (deswegen wusste ich, dass es er war). und auf facebook hatte ich ihn dann gleich mit dem jetzt vollständigen namen und dem bild.

:) so. eine gute-nacht-geschichte quasi.

(langsam sollte ich einen neuen versuch starten. weil: morgen (heute!!!) um 7 aufstehen, fertig machen, von 9-13 uhr stress in der arbeit, dann hunderttausend dinge zu erledigen, lernen, stunde vorbereiten und dann noch abends bis halb 8 uni. und übermüdet panikanfälliger natürlich. -.- )

für die schlaflosen.

zeitüberbrückung. (die musik, die ich unterwegs hör, wenn ich in schwarzen tunneln unterwegs bin - )





(depeche mode überhaupt <3)


wach.

das ergebnis von "vor 2 stunden schlafen gehen".

10-11. ich im halbschlaf. die geschissene mb im wohnzimmer (also direkt nebenan) am fernseher, laut (schrill) herumlachend. scheißfotze.
11-12. die mb macht sich schlafbereit. läuft durch die wohnung, 1000x türen auf und zu. also laut. und der druck, dass ich weiß, dass sie schlafen geht.

und jetzt. ich hier. so wütend.
ich hab vorher schon dinge herumgeschmissen. mich an dinge gedrückt. (ich bin so vorsichtig. ich hab gleichzeitig diese wut und bin gleichzeitig so vorsichtig. ich will nichts kaputt machen. weder mich, noch dinge. ich weiß, dass ich alles reparieren muss, was ich kaputt mache. jemand anderer macht es nämlich nicht für mich.
schmeiße ich glas herum (ich hätte ständig so lust), müsste ich 5 minuten später alles gründlich aufkehren. (wegen den katzen.)

bleibt nur der druck. und die angst. und ein stolz. deswegen die angst. weil ich zwar sagen kann: ja, bitte, sterben, ok, jetzt, es reicht langsam nämlich echt.
aber ich will nicht von irgendeinem geschissenen kerl, der hier vorbeikommen könnte, gestorben werden. neeeee. neeeeeee. deswegen schlafe ich jetzt nicht. weil ich davon ausgehe, dass, wenn ich schlafe, sofort irgendein dreckiger kerl hier ist und mich absticht. (hatten wir schon, ne. also die konkrete angst. hab keinerlei reale erfahrung damit. aber es reicht eben, dass es passieren KANN.)

grad schon vorhin: freund versucht anzurufen. er hebt nicht ab. schläft schon. ist klar.
ich frag mich nur... was ist wenn...
was ist... wenn da noch ein klein wenig mehr dazukommt... wenn ich irgendwann wirklich nicht mehr kann...

da ist niemand, der mich rettet.
NIEMAND.
NIEMAND.

ok?

so ist das. deswegen muss ich neben all diesem scheiß gedankenscheiß auch noch auf mich aufpassen.

und ich: körperlich halbtod. seelisch sowieso jenseits. prima.

mein verehrtes publikum, da gibt es doch jetzt wohl wirklich nichts besseres, als eine weitere schlaflose nacht.
nicht?
schon :)
juppipiiiiiii.

Dienstag, 24. Januar 2012

waffenstillstand/ruhe vor dem sturm. (gut ich kenn das ja schon. hatte schon ein paar konflikte mit der mb durch.)

sie tut so, als wüsste sie nicht, warum ich sie ignoriere und schaut mich immer wieder fragend an (sie sitzt im wohnzimmer (meiner zuflucht) und schaut fern (während ich vorgeblich was für die uni tue. sie hat nicht gefragt, ob es mich stört.)) - ich ignoriere sie, sehe sie auch nicht an. soll sie doch hoffentlich irgendwann einen geistesblitz haben und kapieren, dass so ein verhalten wie ihres einfach menschen verletzt. (und sie wundert sich öfters, warum sie keinen freund bzw. keine freunde hat.)

na, ich weiß, den geistesblitz wird sie nicht haben. mir auch egal.

mein plan ist, mein gehirn noch eine stunde aufzuräumen (morgen wird ein arbeitsreicher tag.) und dann schlafen zu gehen (5 stunden schlaf letzte nacht = zu wenig) (und ich bin irrsinnig verspannt. hals/nacken/rücken tun weh, als hätt mich irgendein kungfumensch von hinten niedergeschlagen^^. und als angstpatientin weiß ich, dass dieser schmerz maximal mit schlaf weggeht. wärme/bewegung/ausruhen allein = kein effekt. ist aber egal. mittlerweile liebe ich diese verspannungen irgendwie - zumindest sind sie ein schmerz, um mich daran anzuhalten, nicht zu zerfallen. da es meistens mein rücken ist, hat es schon etwas von "kompakt zusammenhalten". ein gerüst, das schmerzt, ist trotzdem - oder gerade deswegen ein gerüst.

zu heute:
heute früh relativ unbeschwert. bis auf die rückenschmerzen. aber mit denen komm ich 80% der zeit klar.
uni (ein referat gehalten) war auch ok, bis auf dass ich nicht ganz präsent war und ein wenig zu viel im kreis herumgeschwafelt hab. irgendwann ging mir auch die fähigkeit laut und klar zu sprechen verloren. ist mir mit der muttersprache egal (zeigt ja nur, dass ich fertig bin), beschämt mich aber bei einer fremdsprache. (man könnte ja meinen... ich kann sie nicht.)

einen kaffee getrunken. (well, abhärten. und irgendwie dennoch wach bleiben.), nachmittags ein bisschen seltsam-fühl-anflüge gehabt, aber ok.
am heimweg - so gegen 5/6 uhr ein bisschen mehr seltsame anflüge gehabt, aber keine akute panik.

habs immerhin auch geschafft mir ein warmes abendessen zu machen. (well... fertiglasagne -.- aber immerhin.) und noch ein bisschen was für die uni gemacht.

nur jetzt, nachdem die mb im wohnzimmer sitzt, tiger ich ab und zu ein wenig zu wahllos herum. (immerhin mit der folge, dass meine tasche schon sehr komplett für morgen gepackt ist.)

hm... mehr funktionieren als sonst was. aber unbewusst rückt der freitag näher... ich weiß zwar nicht, wie ich das alles in den nächsten tagen hinkriegen soll, aber irgendwie wird es gehen. (arbeit, uni, prüfung am freitag, torte backen, usw usf)

am wochenende bin ich dann - sofern dazwischen nix passiert - im ausland, einmal öfter.

(und dann... wenn ich dann noch unbeschadet durch die welt laufe... dann hab ich nur noch ein paar tage uni, fast nicht erwähnenswert und dann einen monat lang nur arbeit und die restlichen sachen für die uni (seminararbeiten zu schreiben, mich um die masterarbeit kümmern) zu tun... )
es gibt kaum schönere kleine alltägliche dinge als eine mitbewohnerin, die sofort ihre zimmertür schließt, wenn man die wohnung betritt.

(man könnte meinen, ich belästige sie... lol. sie kriegt 0% von meinen dramen mit, schert sich auch nicht drum. nur ich darf mir ihr geseier immer anhören. und wenn sie mal ihre schlechte phase wieder hat, gibts statt ner begrüßung eben das schließen der tür.)

(und ich hab jetzt ur lust, reinzustürzen und dann zu sagen "tut mir leid, ich dachte, da sind einbrecher, weil die sich so komisch verhalten haben, ich hab geglaubt, die haben dich umgebracht".)
wach. nachtangst. kann nicht loslassen. muss allen geräuschen (und es gibt viele neue, unerklärliche) auf den grund gehen. schlafen: unmöglich. gleichzeitig wut auf alle, die mich so allein lassen. er. sie. usw.

Montag, 23. Januar 2012

wie man lebt mit panikattacken. oder auch nicht.

man trinkt einen cappuccino am nachmittag. redet mit der kollegin. stellt fest, dass man ihr nicht mehr richtig zuhört. ihr gesicht saugt einen ein. man versucht das eigene unter kontrolle zu halten und ihr aktiv zuzuhören. irgendwann geht das zu ende. zahlen, auf die toilette, hinaus. man geht ein stück zu zweit, reden zwischen atemholen oder umgekehrt. man kauft sich etwas zu trinken, mit kohlensäure, weil es leichter ist, wenn man etwas zu trinken hat.

man fährt mit der straßenbahn. die menschen draußen, man versucht etwas aufschlussreiches zu entdecken. man liest mit bei der nachbarin, um die aufregung in sinnvolle betätigung (oder auch nicht) irgendwie umzulenken. aufgeregter. und aufgeregter. man denkt sich: das war sicher nur der kaffee! und gleichzeitig ist dann doch schon das trotzige kind da, das sich aufregt, dass man plötzlich (eigentlich schon seit jahren, aber bitte, man ist ja trotzdem noch mitte 20! was soll das!) keinen kaffee  mehr außer in der früh trinken darf. soll. muss. oder eben mit konsequenzen leben. dass das herz viel zu schnell schlägt. und körper und unterbewusstsein dass als nichts anderes mehr als angst begreifen, weil was soll das sonst sein? wegdriften. kein tunnelblick, aber viele kleine tunnels gibt es zur außenwelt. es ist nicht mehr nur die haut die begrenzt.

aber. weiterfahren. man muss ja ohnehin wohin und hat auch noch eine kleine to do liste im kopf, die zwar jetzt absolut unwichtig erscheint, aber wenigstens irgendetwas zum festhalten ist.

man atmet ein und atmet aus. versucht sich abzulenken. stellt fest, dass man nicht mehr atmet, wenn man nicht aufpasst. oder. zumindest hat es denn anschein. dann lieber bewusst atmen. zu schnell. okay, versuchen die luft zurückzuhalten. auch seltsam. lieber tief einsaugen. solang da wirklich viel luft reingeht, kann man noch nicht sterben.

kein skandal. zum schreien würde auch die luft fehlen. man piepst den kassier im supermarkt an und kriegt prompt mehr angst. wie schlimm kann es sein, wenn einem schon die stimme für normal fehlt? sich sammeln und es wieder versuchen, ein paar überflüssige dankeschöns sagen, zur übung und damit man sich selbst beweist, dass man noch nicht hundert prozent am sterben ist.

da steht die polizei im eingang der post. man sieht hin. denkt sich: oh, sicherheit. wenn ich jetzt hier zusammenbreche. wirft noch einen blick hin. stolpert über die stufen nach unten, rutscht aus. viel zu schnell auf knien und händen gelandet. der körper verdreht. muskeln, die schon seit monaten nicht mehr das können, was sie eigentlich sollten. ohje. der polizist ist sofort da und fragt: ist eh alles ok? man steht sehr schnell, zu schnell, wieder auf und sagt: jaja, ich hab mich nur erschreckt. wie das passt. erschreckt. schrecken.


...

ach, auch egal. nur ein weiterer unmotivierter versuch die momentane situation in worten... egal. egal.
ich bin müde.

immerhin weiß ich, wie es ist, in einer unvorstellbaren, einsamen welt zu leben.

zum verlorenen zwilling...

heute endlich von der post geholt. eben in einem wisch durchgelesen, weil es mir eh übel ging und nichts anderes möglich war. ein bisschen schluchzansätze gehabt, aber dann wars das - gram und pragmatische abscheu gegenüber diesem buch.

jaja, es gibt so viele menschen, die einen verlorenen zwilling haben. und wenn man angst hat, magersüchtig ist, viel sex braucht, dinge doppelt kauft, dann liegt das sicher daran, dass da mal ein zwilling abgegangen ist. *augenroll*

es mag sein, dass viel zu viele menschen auf der welt einsam sind und nicht die aufmerksamkeit bekommen, die sie brauchen. da stimme ich voll und ganz zu. aber das daran aufhängen?

ich habe mir etwas erwartet, zu dem FACT, dass es da menschen gibt, die 9 monate gemeinsam mit wem anderen sind. und dann zwei schocks haben (wird auch angesprochen, allerdings im kapitel über lebende zwillinge^^)

aber dieses buch ist die reinste farce. esoterisches huschpfusch. (und aufgemotzt durch unkenntliche ultraschallbilder und bilder von gruppenkuscheln wo leute ihren "verlorenen zwilling" wiederfinden.)

was ich mir wünsch ist wissenschaftlichkeit. und nicht eine theorie (unbelegt), die versucht alles übel auf der welt zu erklären. es stand da sogar drin, dass michael jackson wahrscheinlich einen verlorenen zwilling hatte (unbelegt!!) weil er ja so gern mit jungs gekuschelt hat. lol. KOTZ.
hätte noch gefehlt, dass sie die weltkriege auch damit erklärt hätten.

absolute ANTIEMPFEHLUNG. so. und jetzt bin ich auf der suche nach etwas konstruktivem. ein artikel aus ner fachzeitschrift wäre vielleicht gut.

ich sterbe -

so fühl ich mich schon seit einiger zeit (1, 2 stunden?)

also extrem. panikattackenpeak.

und am besten ist es natürlich auch, wenn man noch extra auf die fresse fliegt, wenn man mittendrin ist in "hilfe ich ersticke, hilfe mein körper versagt" - meine muskulatur spielt jetzt verrückt, der rest sowieso (herz, atmung) ...
ein bisschen ein angeschürftes knie... das ist das schönste von allem. weil es einschätzbar ist. weil ich davor keine angst habe.

der rest ist furchtbar.
zu glauben, dass man nicht mehr atmen kann.
fuck.

Sonntag, 22. Januar 2012

wie gern wäre ich etwas niedergeschriebenes. etwas analysierbares, zerlegbares. zum anstreichen. durchstreichen. worte für alles. worte in sprachen, die sich übersetzen lassen -

ich sterbe, immer ein bisschen mehr. jeden tag. jede stunde. einmal und noch einmal und noch einmal. deswegen denke ich nicht so sehr daran, mich umzubringen. nur wenn ein zug an mir vorbeifährt, versuche ich mich festzuhalten. auch wenn ich weiß, dass spontane sprünge in meinem leben nicht vorkommen: da ist keine kraft dafür. die kraft ist: abwarten. abwarten, abwarten, abwarten.

im prinzip ist das eine rinne in der straße, die sich durch den regen immer tiefer gräbt. das bin ich.

ich gehe hinaus, fahre durch die stadt: all die fenster und die verlassenen straßen. ich begreife das leben nicht, ich begreife die leben der anderen nicht. das ist ein terrain, das ich betreten will und nicht kann. was mir bleibt: ein gefängnis. mein körper und all die schranken in dem kopf.

- ich weiß nicht, was mich heute abend so fertig macht, vielleicht weil er weg ist. vielleicht alles. ich hab am wochenende nicht den riss reinbrechen können, den ich wollte, den ich vielleicht gebraucht hätte, damit der druck geringer wird.

also nehme ich den druck auch ins neue jahr, in die neue woche mit: alles zu wollen und nichts zu können.
und jetzt gehe ich schlafen und versuche mir vorzustellen, dass dies meine letzte nacht ist.

ich habe...

von emaschi einen blogaward bekommen. ich bin mir zwar nicht hundertprozentig sicher, was damit zu tun ist (gibt es einen wikipedia-eintrag dazu?), aber ich versuche es einmal ;) -

1. momentan zeige ich meistens nur die selbstUNsichere seite. eigentlich gibt es aber in meinem kopf/herz zwei seiten, die sich bekriegen: die, die meint, dass ich ein stück dreck bin. und die, die zu wissen glaubt, dass ich der allerwichtigste, beste mensch auf erden bin. wobei die drecksseite immer einen minimalen vorsprung hat.

2. ich verachte sehr leicht menschen. und auch das kaschiere ich meistens, weil ich weiß, dass es nicht so sein soll.

3. ich lasse, wann immer es geht, einen rest übrig. sei es in flaschen, auf tellern, in zahnpastatuben...

4. ich ertappe mich öfters dabei, dass mir beim tagträumen, wenn ich draußen unterwegs bin, das gesicht wegrutscht. und ich grad vermutlich sehr dämlich dreinsehe. oder grinse. oder sonst irgendwas.

5. ich will immer genau das tun, was ich gerade nicht tue. und meistens, wozu ich gerade nicht gelegenheit habe.

6. ich (b)rauche ein päckchen zigaretten am tag.

7. ich kratze mir ständig wunden an der kopfhaut auf. schon seit ich so 5,6 jahre alt bin und nie hat es mir jemand für einen tag abgewöhnen können. ich seh es auch selbst nicht als selbstverletzung. es ist halt irgendwie ein tick. und ich sehe immer mehr menschen, die genau dasselbe machen.


und ich würde den blogaward gern weitergeben an:
sonnenwinde (sarah1 ;) ), die borderlinerin (sarah2 ;) ) und sophie